Aktuelle Lage im Ticker
Iran-News: Trump-Vize Vance zu Verhandlungen in Pakistan – Teheran rüstet auf
Aktuelle News zum Iran-Krieg: Trump schickt vor Verhandlung eine Warnung wegen Hormus-Blockade. Teheran drängt auf Vorbedingungen. Vance in Pakistan gelandet.
Update, 8:53 Uhr: US-Vizepräsident JD Vance ist mit seiner Delegation in Pakistan eingetroffen, um Friedensgespräche im Iran-Krieg zu führen. Die Maschine landete auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe Islamabad, von wo aus die Delegation zu ihrem Hotel eskortiert wurde. Die Verhandlungen sollen am Nachmittag Ortszeit beginnen – zunächst treffen beide Seiten getrennt auf Pakistans Premier Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir, bevor direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und der iranischen Delegation folgen. Teherans Team wird laut der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt.
Trotz Verhandlungen im Iran-Krieg: China will Waffen-Nachschub organisieren
Update, 06:57 Uhr: Aufrüstung trotz Friedensverhandlung: China steht offenbar kurz davor, den Iran aktuell mit modernen Luftabwehrwaffen auszustatten. Wie CNN unter Berufung auf den US-Geheimdienst meldet, sollen in den nächsten Wochen MANPAD-Systeme – schultergestützte Raketen zur Flugabwehr – in den Iran gelangen. Um die Herkunft der Waffenlieferung zu verschleiern, könnte Peking laut dem Geheimdienstbericht den Umweg über Drittstaaten wählen. Der Vorgang ist heikel, da die USA am Samstag mit dem Mullah-Regime über einen Frieden verhandeln wollen.
Update, 06:13 Uhr: Kurz vor Beginn der Iran-Verhandlungen hat US-Präsident Donald Trump die baldige Freigabe der Straße von Hormus in Aussicht gestellt – und dabei Druck auf Teheran gemacht. Die blockierte Meerenge gilt als Schlüsselthema bei den aktuell anlaufenden Friedensgesprächen in Pakistan, die unter Vermittlung Islamabads stattfinden. „Wir werden das ziemlich bald offen haben“, erklärte Trump gegenüber Journalisten. Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten sich beide Seiten auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt; Vance und Ghalibaf sollen nun eine dauerhafte Lösung aushandeln. Auch das iranische Atomprogramm – laut Trump ein zentraler Kriegsgrund – steht auf der Agenda.
Iran-News: Mullah-Delegation reist zu Verhandlungen über Waffenruhe nach Islamabad
Update, 22:18 Uhr: Vor den für das Wochenende angesetzten Friedensgesprächen mit den USA ist die iranische Delegation in Islamabad gelandet. Parlamentschef Mohammad Bagher Ghalibaf führt die Unterhändler an, wie der staatliche Sender Irib meldete. Außenminister Abbas Araghtschi machte jedoch deutlich, dass Teheran zunächst auf der Erfüllung seiner „Vorbedingungen“ bestehe – darunter eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Die Forderungen könnten den Auftakt der mit Spannung erwarteten Verhandlungen im Iran-Krieg verzögern.
Iran-News: Trump soll auf TV-Ansprache zur Waffenruhe verzichtet haben
Update, 21:34 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Insidern zufolge auf eine geplante Fernsehansprache zum Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran verzichtet. Berater hätten Bedenken geäußert, die noch fragile Vereinbarung im Vorfeld der am Samstag in Islamabad beginnenden Friedensgespräche zu sehr zu loben, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Das Präsidialamt wies die Darstellung zurück und erklärte, eine solche Ansprache sei nie auf Ebene des Präsidenten diskutiert worden. Trump hatte die Feuerpause am Dienstag nur wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums über soziale Medien verkündet. Bei den Verhandlungen in Pakistan, die auf US-Seite von Vizepräsident JD Vance geführt werden, soll eine dauerhafte Lösung des Konflikts – und damit ein Ende der Blockade der Straße von Hormus – erreicht werden.
Iran-News: Trump droht mit neuen Angriffen bei Scheitern der Verhandlungen
Update, 20:25 Uhr: Sollten die geplanten Friedensgespräche mit dem Iran scheitern, bereiten sich die USA laut US-Präsident Donald Trump auf neue Angriffe vor. Die New York Post zitiert ihn aus einem Telefoninterview: „Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden. Und wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir sie einsetzen, und wir werden sie sehr effektiv einsetzen.“
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Trump äußerte Zweifel daran, ob der Iran die Wahrheit sage, und kritisierte ausdrücklich, dass Teheran öffentlich auf dem Recht zur Urananreicherung beharre. Diese Forderung dürfte im Falle von Verhandlungen zu einem der zentralen Streitpunkte werden. Trump hatte zuletzt unmissverständlich klargemacht: „Es wird keine Urananreicherung geben.“ Ob er mit einem Erfolg der Gespräche rechne, ließ Trump offen. Gegenüber der New York Post sagte er lediglich: „Wir werden es in etwa 24 Stunden erfahren. Wir werden es bald wissen.“
Update, 19:45 Uhr: Mit einer erneuten Drohung in Richtung Teheran hat US-Präsident Donald Trump die bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan kommentiert. Auf Truth Social schrieb er, die Iraner schienen nicht zu verstehen, dass sie „abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt“ mit der Straße von Hormus über keinerlei Druckmittel verfügten. „Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!“, so Trump.
Derartige Aussagen haben Trump während des Iran-Kriegs immer wieder Kritik eingebracht – sowohl aus dem Ausland als auch aus den eigenen Reihen. Unterdessen befindet sich US-Vizepräsident JD Vance auf dem Weg nach Pakistan, wo er nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe die US-Delegation bei den Friedensgesprächen leiten soll. Die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung des Konflikts sind für diesen Samstag angesetzt. Der Iran macht seine Teilnahme von einem Ende der israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon abhängig. Pakistans Premier Shehbaz Sharif übernimmt unter anderem die Rolle des Vermittlers; bei Bedarf sollen die Gespräche bis Sonntag andauern.
Iran-News: Verhandlungen in Pakistan – Straße von Hormus bleibt Problem
Update, 18:29 Uhr: In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sollen an diesem Samstag unter massiven Sicherheitsvorkehrungen Friedensverhandlungen zur Beilegung des Iran-Konflikts stattfinden. Die USA werden von Vizepräsident JD Vance angeführt, als Vermittler tritt unter anderem Pakistans Premier Shehbaz Sharif auf. Der Iran macht seine Teilnahme davon abhängig, dass Israel seine Angriffe auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon einstellt. Falls nötig, sollen die Gespräche bis Sonntag andauern.
Die Verhandlungen berühren mehrere heikle Streitpunkte: Beim Status der für den weltweiten Energiehandel zentralen Straße von Hormus prallen die Positionen aufeinander – der Iran fordert Kontrolle und ein Mautsystem, die USA bestehen auf freier und kostenloser Durchfahrt. Zudem verlangt Washington die Rückgabe von mehr als 400 Kilogramm vermissten Urans. Auch das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie von Teheran geforderte Reparationszahlungen stehen auf der Agenda. Zum Schutz der Gespräche wurden in Islamabad mehr als 10.000 Sicherheitskräfte aus Militär, Polizei und paramilitärischen Einheiten eingesetzt. Das Regierungsviertel sowie die diplomatische Zone sind weiträumig abgesperrt.
Update, 17:33 Uhr: Vor den Friedensgesprächen zum Iran-Krieg drängt Teheran im Hintergrund darauf, den Libanon in die laufende Waffenruhe einzubeziehen. Wie es aus gut informierten Kreisen in der iranischen Hauptstadt heißt, verlange die iranische Führung Garantien, dass der Libanon auf die Verhandlungsagenda gesetzt werde.
Israelische Streitkräfte greifen unterdessen weiterhin Stellungen der proiranischen Hisbollah im Libanon an, während die Miliz am Morgen ihrerseits Geschosse auf Nordisrael abfeuerte. Ob Teheran angesichts dieser Lage überhaupt Verhandlungsführer zu den Gesprächen über einen dauerhaften Frieden nach Islamabad schicken wird, blieb zunächst unklar. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr machte deutlich: Solange Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetze, fänden keine Verhandlungen statt.
Iran-Krieg aktuell: Ringen um Friedensgespräche
Update, 16:06 Uhr: Vor seiner Abreise nach Pakistan zu den Verhandlungen über den Iran-Krieg hat US-Vizepräsident JD Vance Teheran eindringlich dazu aufgefordert, die Gespräche mit den USA ernst zu nehmen. Wie Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, sofern diese in gutem Glauben an den Verhandlungstisch kämen, sagte Vance vor Journalisten. „Wenn sie versuchen werden, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht besonders aufgeschlossen ist.“ Zugleich zeigte sich der Vizepräsident zuversichtlich: Man freue sich auf die bevorstehenden Gespräche, Trump habe dem Team klare Vorgaben gemacht.
Ab diesem Freitag sollen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad – nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg – direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über einen dauerhaften Frieden stattfinden. Neben Vance gehören der US-Delegation laut Weißem Haus Sondergesandter Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an. Pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge sind zunächst Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen, für Samstag ein Treffen der Verhandlungsführer – das bei Bedarf bis Sonntag verlängert werden könnte. Auf iranischer Seite herrschte zuletzt jedoch Unklarheit darüber, ob Teheran überhaupt Verhandlungsführer nach Islamabad entsenden wird. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldete, solange Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetze, fänden keine Verhandlungen statt.
Update, 15:28 Uhr: In einer im Fernsehen verlesenen Rede hat Hisbollah-Chef Naim Kassim die Entschlossenheit seiner Organisation zum Weiterkämpfen erneut unterstrichen. „Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen“, erklärte er. Trotz 40 Jahren israelischer Versuche sei es Israel nicht gelungen, die Hisbollah vom Abfeuern von Raketen, Drohnen und anderen Geschossen auf sein Gebiet abzuhalten. Israelische Waffen und Drohungen änderten daran nichts. Mit Blick auf das Vorrücken israelischer Truppen im Südlibanon betonte Kassim: „Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes. Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben.“
Gleichzeitig appellierte er an die libanesische Regierung, „keine Zugeständnisse“ zu machen. Dies geschah vor dem Hintergrund der am Donnerstagabend bestätigten Meldung, dass Israel und der Libanon in der kommenden Woche in Washington direkte Verhandlungen aufnehmen wollen. Laut israelischen Angaben sollen dabei die Entwaffnung der Hisbollah sowie die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon im Mittelpunkt stehen.
Iran-News: Israel bombardiert Libanon – „hunderte Tote und mehr als tausend verletzte Zivilisten“
Update, 11:55 Uhr: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt angesichts der anhaltenden Angriffe Israels auf den Libanon vor einer humanitären Katastrophe in dem Land. „Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Die humanitäre Lage im Libanon habe sich nochmals deutlich verschlimmert.
In den vergangenen Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten, beklagte das DRK. Zwar seien die Folgen noch nicht ganz klar, „aber wir müssen von hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen“, sagte Gröhe. Es empöre ihn auch, dass selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden - 2024 und 2025 seien es weltweit über 300 gewesen.
Update, 10:30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich erbost über bekannte Kommentatoren aus seinem eigenen politischen Lager gezeigt, die sich gegen den Iran-Krieg ausgesprochen haben. „Das sind dumme Leute, sie wissen es selbst, ihre Familien wissen es und alle anderen wissen es auch“, schrieb Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer wütenden Tirade in seinem Online-Dienst Truth Social. Zu den von ihm unter anderem als „Spinner“ und „Unruhestifter“ bezeichneten Kommentatoren gehören bekannte Namen aus dem rechten Lager wie die ehemaligen Fox-News-Journalisten Tucker Carlson und Megyn Kelly sowie die Verschwörungsideologen Alex Jones und Candace Owens.
Iran-News: Trump droht Iran vor Bruch des Waffenruhe-Deals
Update, 05:08 Uhr: Im Iran-Krieg hat Donald Trump dem islamischen Staat schwere Vorwürfe gemacht: Teheran halte sich nicht an die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe und behindere trotz Abkommen die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus. „Das sollten sie besser nicht tun“, warnte Trump auf Truth Social mit Blick auf Berichte, wonach der Iran Tanker zur Kasse bitten will.
Seit der Blockade der Meerenge durch den Iran als Reaktion auf amerikanisch-israelische Angriffe Anfang März ist der Öl- und Flüssiggastransport aus dem Persischen Golf nahezu zum Erliegen gekommen. Aktuell sollen in Islamabad Verhandlungen zwischen Washington und Teheran beginnen, die auf ein dauerhaftes Kriegsende abzielen – die Streitfrage um die Meerenge dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.
Laut Trump halte der Iran sich außerdem nicht an das Waffenruhe-Abkommen. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge „sehr schlechte Arbeit“, die man auch als „unredlich“ bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: „Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!“
Update, 17:22 Uhr: Kanzler Friedrich Merz hat die Chancen auf einen diplomatischen Durchbruch im Iran-Krieg gedämpft: „Ein diplomatischer Erfolg ist keineswegs ausgemacht“, erklärte der CDU-Chef in Berlin vor den für Samstag angesetzten US-iranischen Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.
Erstmals seit Kriegsbeginn vor rund fünf Wochen tue sich ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung auf, so Merz. Berlin wolle dabei einen eigenen Beitrag leisten und nehme direkte Kontakte mit Teheran wieder auf. Gleichzeitig warnte der Kanzler: „Wie unklar die Lage auch in der Straße von Hormus bleibt und wie weit die Positionen der Beteiligten noch auseinander liegen“ – ein Frieden sei noch lange nicht in Reichweite.
Update, 9. April, 6:20 Uhr: Der Iran blockiert die Straße von Hormus trotz Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA weiter. Grund sind offenbar Israels anhaltende Angriffe auf den Libanon.
Obwohl die Öffnung der Straße von Hormus ein zentraler Bestandteil der Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Washington und Teheran ist, sperrt Iran die strategisch wichtige Meerenge weiter. Wie die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars laut der Tagesschau berichtet, sei der Schiffsverkehr erneut eingestellt worden und Öltanker müssten umkehren.
Rubriklistenbild: © Jacquelyn Martin/AP POOL/AP/dpa
