Aktuelle Lage im Ticker

Iran-News: Trump-Vize Vance zu Verhandlungen in Pakistan – Teheran rüstet auf

Aktuelle News zum Iran-Krieg: Trump schickt vor Verhandlung eine Warnung wegen Hormus-Blockade. Teheran drängt auf Vorbedingungen. Vance in Pakistan gelandet.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen zum Iran-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 8:53 Uhr: US-Vizepräsident JD Vance ist mit seiner Delegation in Pakistan eingetroffen, um Friedensgespräche im Iran-Krieg zu führen. Die Maschine landete auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe Islamabad, von wo aus die Delegation zu ihrem Hotel eskortiert wurde. Die Verhandlungen sollen am Nachmittag Ortszeit beginnen – zunächst treffen beide Seiten getrennt auf Pakistans Premier Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir, bevor direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und der iranischen Delegation folgen. Teherans Team wird laut der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt.

Trotz Verhandlungen im Iran-Krieg: China will Waffen-Nachschub organisieren

Update, 06:57 Uhr: Aufrüstung trotz Friedensverhandlung: China steht offenbar kurz davor, den Iran aktuell mit modernen Luftabwehrwaffen auszustatten. Wie CNN unter Berufung auf den US-Geheimdienst meldet, sollen in den nächsten Wochen MANPAD-Systeme – schultergestützte Raketen zur Flugabwehr – in den Iran gelangen. Um die Herkunft der Waffenlieferung zu verschleiern, könnte Peking laut dem Geheimdienstbericht den Umweg über Drittstaaten wählen. Der Vorgang ist heikel, da die USA am Samstag mit dem Mullah-Regime über einen Frieden verhandeln wollen.

Update, 06:13 Uhr: Kurz vor Beginn der Iran-Verhandlungen hat US-Präsident Donald Trump die baldige Freigabe der Straße von Hormus in Aussicht gestellt – und dabei Druck auf Teheran gemacht. Die blockierte Meerenge gilt als Schlüsselthema bei den aktuell anlaufenden Friedensgesprächen in Pakistan, die unter Vermittlung Islamabads stattfinden. „Wir werden das ziemlich bald offen haben“, erklärte Trump gegenüber Journalisten. Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten sich beide Seiten auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt; Vance und Ghalibaf sollen nun eine dauerhafte Lösung aushandeln. Auch das iranische Atomprogramm – laut Trump ein zentraler Kriegsgrund – steht auf der Agenda.

Iran-News: Mullah-Delegation reist zu Verhandlungen über Waffenruhe nach Islamabad

Update, 22:18 Uhr: Vor den für das Wochenende angesetzten Friedensgesprächen mit den USA ist die iranische Delegation in Islamabad gelandet. Parlamentschef Mohammad Bagher Ghalibaf führt die Unterhändler an, wie der staatliche Sender Irib meldete. Außenminister Abbas Araghtschi machte jedoch deutlich, dass Teheran zunächst auf der Erfüllung seiner „Vorbedingungen“ bestehe – darunter eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Die Forderungen könnten den Auftakt der mit Spannung erwarteten Verhandlungen im Iran-Krieg verzögern.

Iran-News: Trump soll auf TV-Ansprache zur Waffenruhe verzichtet haben

Update, 21:34 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Insidern zufolge auf eine geplante Fernsehansprache zum Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran verzichtet. Berater hätten Bedenken geäußert, die noch fragile Vereinbarung im Vorfeld der am Samstag in Islamabad beginnenden Friedensgespräche zu sehr zu loben, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Schickt eine klare Warnung an den Iran: US-Präsident Donald Trump.

Das Präsidialamt wies die Darstellung zurück und erklärte, eine solche Ansprache sei nie auf Ebene des Präsidenten diskutiert worden. Trump hatte die Feuerpause am Dienstag nur wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums über soziale Medien verkündet. Bei den Verhandlungen in Pakistan, die auf US-Seite von Vizepräsident JD Vance geführt werden, soll eine dauerhafte Lösung des Konflikts – und damit ein Ende der Blockade der Straße von Hormus – erreicht werden.

Iran-News: Trump droht mit neuen Angriffen bei Scheitern der Verhandlungen

Update, 20:25 Uhr: Sollten die geplanten Friedensgespräche mit dem Iran scheitern, bereiten sich die USA laut US-Präsident Donald Trump auf neue Angriffe vor. Die New York Post zitiert ihn aus einem Telefoninterview: „Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden. Und wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir sie einsetzen, und wir werden sie sehr effektiv einsetzen.“

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Trump äußerte Zweifel daran, ob der Iran die Wahrheit sage, und kritisierte ausdrücklich, dass Teheran öffentlich auf dem Recht zur Urananreicherung beharre. Diese Forderung dürfte im Falle von Verhandlungen zu einem der zentralen Streitpunkte werden. Trump hatte zuletzt unmissverständlich klargemacht: „Es wird keine Urananreicherung geben.“ Ob er mit einem Erfolg der Gespräche rechne, ließ Trump offen. Gegenüber der New York Post sagte er lediglich: „Wir werden es in etwa 24 Stunden erfahren. Wir werden es bald wissen.“

Update, 19:45 Uhr: Mit einer erneuten Drohung in Richtung Teheran hat US-Präsident Donald Trump die bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan kommentiert. Auf Truth Social schrieb er, die Iraner schienen nicht zu verstehen, dass sie „abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt“ mit der Straße von Hormus über keinerlei Druckmittel verfügten. „Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!“, so Trump.

Derartige Aussagen haben Trump während des Iran-Kriegs immer wieder Kritik eingebracht – sowohl aus dem Ausland als auch aus den eigenen Reihen. Unterdessen befindet sich US-Vizepräsident JD Vance auf dem Weg nach Pakistan, wo er nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe die US-Delegation bei den Friedensgesprächen leiten soll. Die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung des Konflikts sind für diesen Samstag angesetzt. Der Iran macht seine Teilnahme von einem Ende der israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon abhängig. Pakistans Premier Shehbaz Sharif übernimmt unter anderem die Rolle des Vermittlers; bei Bedarf sollen die Gespräche bis Sonntag andauern.

Iran-News: Verhandlungen in Pakistan – Straße von Hormus bleibt Problem

Update, 18:29 Uhr: In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sollen an diesem Samstag unter massiven Sicherheitsvorkehrungen Friedensverhandlungen zur Beilegung des Iran-Konflikts stattfinden. Die USA werden von Vizepräsident JD Vance angeführt, als Vermittler tritt unter anderem Pakistans Premier Shehbaz Sharif auf. Der Iran macht seine Teilnahme davon abhängig, dass Israel seine Angriffe auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon einstellt. Falls nötig, sollen die Gespräche bis Sonntag andauern.

Die Verhandlungen berühren mehrere heikle Streitpunkte: Beim Status der für den weltweiten Energiehandel zentralen Straße von Hormus prallen die Positionen aufeinander – der Iran fordert Kontrolle und ein Mautsystem, die USA bestehen auf freier und kostenloser Durchfahrt. Zudem verlangt Washington die Rückgabe von mehr als 400 Kilogramm vermissten Urans. Auch das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie von Teheran geforderte Reparationszahlungen stehen auf der Agenda. Zum Schutz der Gespräche wurden in Islamabad mehr als 10.000 Sicherheitskräfte aus Militär, Polizei und paramilitärischen Einheiten eingesetzt. Das Regierungsviertel sowie die diplomatische Zone sind weiträumig abgesperrt.

Update, 17:33 Uhr: Vor den Friedensgesprächen zum Iran-Krieg drängt Teheran im Hintergrund darauf, den Libanon in die laufende Waffenruhe einzubeziehen. Wie es aus gut informierten Kreisen in der iranischen Hauptstadt heißt, verlange die iranische Führung Garantien, dass der Libanon auf die Verhandlungsagenda gesetzt werde.

Israelische Streitkräfte greifen unterdessen weiterhin Stellungen der proiranischen Hisbollah im Libanon an, während die Miliz am Morgen ihrerseits Geschosse auf Nordisrael abfeuerte. Ob Teheran angesichts dieser Lage überhaupt Verhandlungsführer zu den Gesprächen über einen dauerhaften Frieden nach Islamabad schicken wird, blieb zunächst unklar. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr machte deutlich: Solange Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetze, fänden keine Verhandlungen statt.

Iran-Krieg aktuell: Ringen um Friedensgespräche

Update, 16:06 Uhr: Vor seiner Abreise nach Pakistan zu den Verhandlungen über den Iran-Krieg hat US-Vizepräsident JD Vance Teheran eindringlich dazu aufgefordert, die Gespräche mit den USA ernst zu nehmen. Wie Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, sofern diese in gutem Glauben an den Verhandlungstisch kämen, sagte Vance vor Journalisten. „Wenn sie versuchen werden, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht besonders aufgeschlossen ist.“ Zugleich zeigte sich der Vizepräsident zuversichtlich: Man freue sich auf die bevorstehenden Gespräche, Trump habe dem Team klare Vorgaben gemacht.

Ab diesem Freitag sollen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad – nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg – direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über einen dauerhaften Frieden stattfinden. Neben Vance gehören der US-Delegation laut Weißem Haus Sondergesandter Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an. Pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge sind zunächst Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen, für Samstag ein Treffen der Verhandlungsführer – das bei Bedarf bis Sonntag verlängert werden könnte. Auf iranischer Seite herrschte zuletzt jedoch Unklarheit darüber, ob Teheran überhaupt Verhandlungsführer nach Islamabad entsenden wird. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldete, solange Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetze, fänden keine Verhandlungen statt.

Update, 15:28 Uhr: In einer im Fernsehen verlesenen Rede hat Hisbollah-Chef Naim Kassim die Entschlossenheit seiner Organisation zum Weiterkämpfen erneut unterstrichen. „Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen“, erklärte er. Trotz 40 Jahren israelischer Versuche sei es Israel nicht gelungen, die Hisbollah vom Abfeuern von Raketen, Drohnen und anderen Geschossen auf sein Gebiet abzuhalten. Israelische Waffen und Drohungen änderten daran nichts. Mit Blick auf das Vorrücken israelischer Truppen im Südlibanon betonte Kassim: „Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes. Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben.“

Gleichzeitig appellierte er an die libanesische Regierung, „keine Zugeständnisse“ zu machen. Dies geschah vor dem Hintergrund der am Donnerstagabend bestätigten Meldung, dass Israel und der Libanon in der kommenden Woche in Washington direkte Verhandlungen aufnehmen wollen. Laut israelischen Angaben sollen dabei die Entwaffnung der Hisbollah sowie die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon im Mittelpunkt stehen.

Iran-News: Israel bombardiert Libanon – „hunderte Tote und mehr als tausend verletzte Zivilisten“

Update, 11:55 Uhr: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt angesichts der anhaltenden Angriffe Israels auf den Libanon vor einer humanitären Katastrophe in dem Land. „Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Die humanitäre Lage im Libanon habe sich nochmals deutlich verschlimmert.

In den vergangenen Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten, beklagte das DRK. Zwar seien die Folgen noch nicht ganz klar, „aber wir müssen von hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen“, sagte Gröhe. Es empöre ihn auch, dass selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden - 2024 und 2025 seien es weltweit über 300 gewesen.

Update, 10:30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich erbost über bekannte Kommentatoren aus seinem eigenen politischen Lager gezeigt, die sich gegen den Iran-Krieg ausgesprochen haben. „Das sind dumme Leute, sie wissen es selbst, ihre Familien wissen es und alle anderen wissen es auch“, schrieb Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer wütenden Tirade in seinem Online-Dienst Truth Social. Zu den von ihm unter anderem als „Spinner“ und „Unruhestifter“ bezeichneten Kommentatoren gehören bekannte Namen aus dem rechten Lager wie die ehemaligen Fox-News-Journalisten Tucker Carlson und Megyn Kelly sowie die Verschwörungsideologen Alex Jones und Candace Owens.

Iran-News: Trump droht Iran vor Bruch des Waffenruhe-Deals

Update, 05:08 Uhr: Im Iran-Krieg hat Donald Trump dem islamischen Staat schwere Vorwürfe gemacht: Teheran halte sich nicht an die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe und behindere trotz Abkommen die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus. „Das sollten sie besser nicht tun“, warnte Trump auf Truth Social mit Blick auf Berichte, wonach der Iran Tanker zur Kasse bitten will.

Seit der Blockade der Meerenge durch den Iran als Reaktion auf amerikanisch-israelische Angriffe Anfang März ist der Öl- und Flüssiggastransport aus dem Persischen Golf nahezu zum Erliegen gekommen. Aktuell sollen in Islamabad Verhandlungen zwischen Washington und Teheran beginnen, die auf ein dauerhaftes Kriegsende abzielen – die Streitfrage um die Meerenge dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.

Laut Trump halte der Iran sich außerdem nicht an das Waffenruhe-Abkommen. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge „sehr schlechte Arbeit“, die man auch als „unredlich“ bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: „Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!“

Update, 17:22 Uhr: Kanzler Friedrich Merz hat die Chancen auf einen diplomatischen Durchbruch im Iran-Krieg gedämpft: „Ein diplomatischer Erfolg ist keineswegs ausgemacht“, erklärte der CDU-Chef in Berlin vor den für Samstag angesetzten US-iranischen Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Erstmals seit Kriegsbeginn vor rund fünf Wochen tue sich ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung auf, so Merz. Berlin wolle dabei einen eigenen Beitrag leisten und nehme direkte Kontakte mit Teheran wieder auf. Gleichzeitig warnte der Kanzler: „Wie unklar die Lage auch in der Straße von Hormus bleibt und wie weit die Positionen der Beteiligten noch auseinander liegen“ – ein Frieden sei noch lange nicht in Reichweite.

Update, 9. April, 6:20 Uhr: Der Iran blockiert die Straße von Hormus trotz Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA weiter. Grund sind offenbar Israels anhaltende Angriffe auf den Libanon.

Obwohl die Öffnung der Straße von Hormus ein zentraler Bestandteil der Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Washington und Teheran ist, sperrt Iran die strategisch wichtige Meerenge weiter. Wie die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars laut der Tagesschau berichtet, sei der Schiffsverkehr erneut eingestellt worden und Öltanker müssten umkehren.

Rubriklistenbild: © Jacquelyn Martin/AP POOL/AP/dpa

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