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USA liefern moderne Raketensysteme an die Ukraine. Ein Mehrfachraketenwerfer von Typ HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System) fährt während eines Kampftrainings in der Hochwüste des Yakima Training Center in Washington.
Die USA liefern moderne Raketenwerfer und weitere Ausrüstung an die Ukraine. Joe Biden betont, dass keine Ziele in Russland angegriffen werden können.
Washington/Kiew – Hilfen für die Ukraine sind weiterhin in aller Munde. Während Deutschland wegen Verzögerungen bei der Lieferungen schwerer Waffen in der Kritik steht, haben die USA ein neues Sicherheitspaket zur Verteidigung der Ukraine gegen Wladimir Putin angekündigt. Im Rahmen des geplanten Pakets sollen moderne Mehrfachraketenwerfer den Streitkräften von Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Verfügung gestellt werden. Wie Joe Biden, US-Präsident, am Dienstag, dem 31. Mai, sagte, sei es nicht möglich, mit den US-Raketensystem Himars Ziele auf russischem Territorium anzugreifen.
Raketenwerfer für die Ukraine: USA sagen Hilfspaket im Wert von 700 Millionen Euro zu
US-Präsident Joe Biden schrieb in einem Gastbeitrag für die New York Times, mit den modernen Raketensystemen solle das angegriffene Land in die Lage versetzt werden, „wichtige Ziele auf dem Schlachtfeld in der Ukraine“ präziser zu treffen. Insgesamt soll das Paket einen Wert von etwa 700 Millionen Dollar haben. Neben dem Artilleriesystem Himars wollen die USA Geschosse, Radarsysteme, Panzerabwehrwaffen vom Typ Javelin, Hubschrauber, Fahrzeuge und Ersatzteile liefern. Trotz der massiven Aufrüstung der Ukrainer betonte Biden, dass er keinen Krieg zwischen der Nato und Russland provozieren wolle.
„Solange die Vereinigten Staaten oder unsere Verbündeten nicht angegriffen werden, werden wir uns nicht direkt in diesen Konflikt einmischen, weder durch die Entsendung amerikanischer Truppen in die Ukraine noch durch einen Angriff auf russische Streitkräfte“, erklärte Biden. Die Waffen des geplanten Pakets sollen die Ukraine nicht ermutigen, den Ukraine-Krieg über die Grenzen hinaus zu verlagern. Derweil hat sich die EU auf ein Öl-Embargo mit Einschränkungen geeinigt.
USA wollen mehr Sanktionen gegen Russland und Wladimir Putin: kein Anzeichen auf Einsatz von Atomwaffen
Während der Ukraine-Krieg auch nach über drei Monaten keinem Ende entgegengeht, kündigte Joe Biden an, dass die USA auch künftig der Ukraine zur Seite stehen werde und gemeinsam mit den westlichen Partnern derzeit an zusätzlichen Sanktionen gegen Russland arbeiten würde. „Wir wollen eine demokratische, unabhängige, souveräne und wohlhabende Ukraine, die über die Mittel zur Abschreckung und Verteidigung gegen weitere Aggressionen verfügt“, erklärte Biden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es zurzeit keine Anzeichen dafür geben würde, dass Russland Atomwaffen einsetzen könnte.
Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung
Die gelegentliche Drohung Putins zum Einsatz von Atomwaffen versetzt den Westen seit Beginn des Ukraine-Kriegs in Schrecken und auch Biden machte auf die „gelegentliche Rhetorik Russlands, mit dem nuklearen Säbel zu rasseln“ aufmerksam und stufte sie als gefährlich und unverantwortlich ein. „Um es klar zu sagen: Jeder Einsatz von Atomwaffen in diesem Konflikt, egal in welchem Ausmaß, wäre für uns und den Rest der Welt völlig inakzeptabel und hätte schwerwiegende Konsequenzen zur Folge“, stellte der US-Präsident klar.
USA liefert Raketenwerfer an die Ukraine: Scharfe Kritik aus dem Kreml
Die erneuten Waffenlieferungen an die Ukraine sorgten für scharfe Kritik in Russland. Die Vereinigten Staaten gießen mit ihren modernen Raketensystemen „Öl ins Feuer“, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Mittwoch sagte. „Die USA behalten ihre Linie bei, mit Russland bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen“, sagte Peskow.
Waffenlieferungen an die Ukraine – USA schickt Ausrüstung und Deutschland zögert
Entgegen der zögerlichen Lieferung schwerer Waffen durch Deutschland scheint es so, als würden die USA bestrebt sein, schnell ihre Versprechen zu erfüllen. Ein Regierungsvertreter sagte bereits Mitte April, dass es für die USA die „oberste Mission“ sei, die Ukrainer zu unterstützen. Von 108 zugesagten amerikanischen Haubitzen vom Typ M777 seien fast alle bereits geliefert worden. Erst kürzlich hatte der US-Kongress ein Hilfspaket für die Ukraine mit einem Volumen von fast 40 Milliarden Dollar beschlossen.