Nicht zum ersten Mal in der Kritik

Außenminister auf Abwegen: Union betreibt nach Wadephuls Syrien-Vorstoß Schadensbegrenzung

Die Äußerungen von Außenminister Wadephul zu Abschiebungen nach Syrien sorgen in der eigenen Partei für Irritationen. Die Union ist bemüht, den Vorfall kleinzureden.

Berlin – Dass es in der Merz-Regierung zwischen Union und SPD zu kleineren Streitigkeiten kommt, ist nichts Ungewöhnliches. Zu unterschiedlich sind die Koalitionspartner bei zentralen Themen wie Migrationspolitik oder zuletzt der genauen Ausarbeitung des neuen Wehrdienstes. Ungewöhnlich ist es hingegen schon, dass eine Meinungsverschiedenheit innerhalb der Union entsteht und auf Kabinettsebene ausgetragen wird. Für diesen Fall hat Außenminister Johann Wadephul mit seinen Aussagen bei Abschiebungen nach Syrien gesorgt – und damit nicht zum ersten Mal Unverständnis in der eigenen Partei ausgelöst.

Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister auf dem Rückflug von Tel Aviv nach Berlin im Gespräch mit Journalisten. (Archivbild)

Vor allem aus der CSU wollte man den Eindruck verhindern, die Regierung würde ihre Position beim Kerntheme Migration aufweichen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann bekräftigte gegenüber der Bild-Zeitung es sei „absolut notwendig und richtig“ Vereinbarungen zu treffen, um zunächst Straftäter und Gefährder nach Syrien abschieben zu können. CSU-General Martin Huber verwies gegenüber der Süddeutschen Zeitung auf den Koalitionsvertrag, der Abschiebungen auch nach Syrien vorsehe. Durch die Bank weg zeigt man sich innerhalb der Union bemüht, die offenbar missverständlichen Äußerungen des Außenministers wieder einzufangen.

Abschiebungen nach Syrien: Verwirrung um Wadephul-Aussagen – Merz spricht Machtwort

Auslöser für den Clinch war ein Amtsbesuch von Wadephul in Syrien, wo der CDU-Politiker sich persönlich von der Lage vor Ort und der Möglichkeit für die Rückkehr von nach Deutschland geflüchteten Syrern überzeugen wollte. Wadephuls Fazit: Die Rückkehr von Syrerinnen und Syrern sei „zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt möglich“. Eine Position, die vor allem beim Bundeskanzler und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) für Unverständnis gesorgt haben dürfte. Die hatten im Rahmen der selbsterklärten Migrations-Wende nach dem Sturz des Assad-Regimes angekündigt, Rückführungen nach Syrien durchzuführen.

Merz konterte noch am Montagabend bei einem Auftritt in Husum seinen Minister. „Der Bürgerkrieg in Syrien ist zu Ende“, bekräftigte der Kanzler. Asylgründe für Syrer gäbe es in Deutschland deshalb nicht mehr. Mit Blick auf die Rückführung von Geflüchteten habe Merz deswegen auch den syrischen Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa nach Berlin eingeladen, „um mit ihm darüber zu sprechen, wie wir das gemeinsam lösen können“.

Merz-Kabinett: Neue Namen, alte Bekannte – die komplette Liste in Bildern

Friedrich Merz
Das Kabinett Merz ist die seit dem 6. Mai 2025 amtierende Bundesregierung unter der Führung von Kanzler Friedrich Merz. Es handelt sich um die fünfte schwarz-rote Koalitionsregierung und die 17. Regierung unter Führung der Unionsparteien auf Bundesebene. © Michael Kappeler/dpa
Nina Warken
Nina Warken hat bereits Geschichte geschrieben: Als erste Frau wurde sie im Juli 2026 Chefin des Bundeskanzleramtes. Die bisherige Bundesgesundheitsministerin übernahm das Amt von Thorsten Frei – und damit die zentrale Koordinationsstelle der Regierungsarbeit.  © Christoph Soeder/dpa
Linnemann
Im Zuge des Personalumbaus hat der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann im Juli 2026 das Gesundheitsressort übernommen. Allerdings hat er vorab selbst Zweifel gesät, dass er wirklich der richtige Mann für den Job ist. Er wäre nach der Regierungsübernahme durch Merz gerne Arbeitsminister geworden, musste das Ressort aber der SPD überlassen. Dem Sender Phoenix hatte er im Mai 2025 zum Interesse an anderen Kabinettsposten gesagt, es sei nicht „sein Ding“, nur Minister zu sein, damit das irgendwo in Wikipedia stehe. „Wenn sie mich jetzt aufgestellt hätten, weiß ich nicht, als Gesundheitsminister, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen.“  © Christoph Soeder/dpa
Steffen Bilger
Ebenfalls neu im Kabinett ist der neue Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Er gilt als fachlich geeignet, ist sehr gut vernetzt, arbeitete in der schwarz-roten Koalition bislang aber vor allem im Hintergrund. Der gelernte Rechtsanwalt stammt aus Baden-Württemberg und ist ausgewiesener Verkehrsexperte: Er saß schon als frisch gebackener Bundestagsabgeordneter von 2009 bis 2013 im Verkehrsausschuss. Bei den Koalitionsverhandlungen nach der Wiederwahl von Angela Merkel (CDU) 2017 war er als Vertreter der Arbeitsgruppe Verkehr und Infrastruktur beteiligt. 2018 wurde er dann Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. © Marijan Murat/dpa
Sommerfest der SPD im Landkreis Verden
Und sonst? Lars Klingbeil ist als Vizekanzler weiter der zweite starke Mann in der Regierung Merz. Eigentlich brennt er für die Außenpolitik und geprägt durch den familiären Hintergrund als Soldatensohn am Heeresstandort Munster für Verteidigung. Jetzt steht er dem Finanzressort vor. Für Klingbeil, der im konservativen SPD-Flügel zuhause ist, könnte es das Sprungbrett für eine Kanzlerkandidatur 2029 sein - auch wenn manchen in der Partei aufstößt, mit welcher Skrupellosigkeit er sich zuletzt seine Macht sicherte. © Focke Strangmann/dpa
Alexander Dobrindt
Innenminister ist Alexander Dobrindt. Der bisherige Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag galt schon seit Wochen als gesetzt für den Posten, auf dem er die von der Union verlangte „Migrationswende“ umsetzen soll. Dobrindt war von 2009 bis 2013 CSU-Generalsekretär, danach vier Jahre Bundesverkehrsminister. Als CSU-Landesgruppenchef galt er als wesentlicher Faktor für die relativ geräuschlose Zusammenarbeit von CSU-Chef Markus Söder und Merz. © Sebastian Gollnow/dpa
Außenminister Wadephul bei der UN
Auswärtiges Amt: Johann Wadephul. Erstmals seit fast 60 Jahren führt die CDU wieder das Außenamt. Den Posten hat Merz, der im Kanzleramt maßgeblich auch die Außenpolitik mitgestalten will, nun an einen Fachpolitiker aus dem Bundestag vergeben. Wadephul kommt aus Schleswig-Holstein und ist bisher als stellvertretender Fraktionsvorsitzender für Außen- und Verteidigungspolitik zuständig. Er gilt als international gut vernetzt und war in den vergangenen Wochen bereits in Paris, London und Warschau, um sich mit den dortigen Außenministern zu treffen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsminister Pistorius besucht Objektschutzregiment
Verteidigungsminister Boris Pistorius war für die SPD gesetzt – schließlich ist er Deutschlands beliebtester Politiker. Als er im November 2023 „Kriegstüchtigkeit als Handlungsmaxime“ für die Bundeswehr ausrief, legte der Niedersachse die Latte hoch. Seit der Ausnahme der Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse kann er sich über mangelnde Finanzierung nicht mehr beschweren. Der Jurist wurde in Osnabrück geboren, er arbeitete in mehreren niedersächsischen Regierungsstellen und war von 2006 bis 2013 Oberbürgermeister seiner Heimatstadt („das schönste Amt der Welt“). In den zehn folgenden Jahren war er Innenminister von Niedersachsen. 2023 übernahm er das Verteidigungsministerium von Christine Lambrecht und gewann in kurzer Zeit die Anerkennung der Truppe und der Verbündeten. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Bundeswirtschaftsministerin Reiche zu Energiekosten
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie ist Katherina Reiche. Lange galt CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als wahrscheinlicher Minister – doch der sagte ab und blieb auf seinem Posten an der Spitze der Parteizentrale. Merz entschied sich dann für die frühere Umwelt- und Verkehrsstaatssekretärin Reiche aus Brandenburg. Sie ist seit vielen Jahren in der Wirtschaft und war von 2015 bis 2019 zunächst Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär. Die stellvertretende CSU-Vorsitzende war schon von 2018 bis 2021 als Staatsministerin für Digitales im Kabinett von CDU-Kanzlerin Angela Merkel. Bär kam 2002 zusammen mit vielen anderen jungen Christsozialen während der Kanzlerkandidatur von Edmund Stoiber erstmals in den Bundestag. Bei der Bundestagswahl 2025 erzielte sie in ihrem Wahlkreis Bad Kissingen das deutschlandweit höchste Ergebnis. © Heiko Becker/Imago
Aktionsplan Steuer- und Finanzkriminalität
Justiz: Stefanie Hubig. Die SPD-Politikerin begann 2000 im Bundesjustizministerium und stieg zur Referatsleiterin auf. 2008 ging sie nach Mainz: Erst in die Staatskanzlei, 2009 übernahm sie die Leitung der Abteilung Strafrecht im Justizministerium. Hubig wurde 2014 Staatssekretärin im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz. Justizminister war damals ihr Parteikollege Heiko Maas. Beide gerieten mit dem damaligen Generalbundesanwalt Harald Range aneinander: Dabei ging es um später eingestellte Ermittlungen gegen zwei Blogger von Netzpolitik.org wegen Landesverrats. © Michael Kappeler/dpa
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Karin Prien – Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Die in Amsterdam geborene Prien arbeitete zu Beginn ihrer Karriere als Rechtsanwältin im Bereich Wirtschafts- und Insolvenzrecht, engagierte sich aber auch früh in der Hamburger Lokalpolitik. 2011 wurde sie in die Bürgerschaft gewählt, bevor sie nach Schleswig-Holstein wechselte. Im „Zukunftsteam“ des gescheiterten Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet war sie 2021 gleichfalls für den Bereich Bildung zuständig. © Jens Schicke/Imago
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bodenständig, geradlinig, klar: Als Bundestagspräsidentin hat sich Bärbel Bas einen guten Ruf erworben. Zuvor war die Duisburgerin einer breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt. Sie sitzt seit 2009 im Bundestag und kümmerte sich unter anderem um Gesundheitspolitik. Ihre unkomplizierte Art mag mit der Herkunft zu tun haben: Die neue Bundesministerin für Arbeit und Soziales wuchs als zweitälteste von sechs Geschwistern in materiell einfachen Verhältnissen auf. Spielen, so erzählte Bas später, musste sie als Kind draußen, weil im Kinderzimmer zu wenig Platz war. © Imago
Pressekonferenz Wildberger und Warken
Digitalisierung und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger. Merz hat ganz früh angekündigt, dass er einen Experten aus der Wirtschaft mit dem neu geschaffenen Ressort betrauen will. Nun soll der Chef der Holding der Elektronikmärkte MediaMarkt und Saturn den Posten übernehmen. Der promovierte Physiker Wildberger war von 2016 bis 2021 Vorstand der Holding des Energiekonzerns Eon und davor unter anderem in Managementpositionen bei den Telekom-Konzernen Vodafone und Deutsche Telekom. © Soeren Stache/dpa
Fortsetzung der Sommerreise von Bundesumweltminister
Umwelt und Klimaschutz: Carsten Schneider war in der Ampel-Regierung von Olaf Scholz Staatsminister und Beauftragter für Ostdeutschland. Damit war er eine der profiliertesten Stimmen dieser Region und sollte vor allem für gleichwertige Lebensverhältnisse in den ostdeutschen Bundesländern sorgen. Schneider stammt aus Erfurt und sitzt bereits seit 1998 im Bundestag. Dort war er unter anderem Haushaltspolitiker, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion. Der 49 Jahre alte Bankkaufmann gilt als pragmatisch, erfahren und vielseitig einsetzbar.  © Stefan Sauer/dpa
90. Grüne Woche Berlin - Eröffnungstag
Ernährung, Landwirtschaft und Heimat: Alois Rainer. Nach dem Rückzug des zunächst vorgesehenen bayerischen Bauernpräsidenten Günther Felßner ist der Niederbayer zum Zug kommen. Der 60 Jahre alte Metzgermeister sitzt seit 2013 im Bundestag. Schon sein gleichnamiger Vater saß 18 Jahre im Bundestag, seine Schwester ist die ehemalige Bundesbau- und Gesundheitsministerin Gerda Hasselfeldt. © Sebastian Gollnow/dpa
Reem Alabali-Radovan
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Reem Alabali-Radovan hat eine steile politische Laufbahn hingelegt. Zuletzt war sie Integrationsbeauftragte der Ampel-Regierung. Nun folgt der nächste Schritt auf der Karriereleiter der Schwerinerin. Geboren wurde Alabali-Radovan 1990 in Moskau. Im Alter von sechs Jahren kam sie mit ihrer Familie, die vor den politischen Verhältnissen im Irak floh, nach Mecklenburg-Vorpommern. Als Integrationsbeauftragte setzte sie sich unter anderem gegen Racial Profiling ein, also die verdachtsunabhängige polizeiliche Kontrolle von Menschen allein wegen ihrer Hautfarbe und anderen ethnischen oder religiösen Merkmalen. Alabali-Radovan ist verheiratet mit dem Profiboxer Denis Radovan und bekam 2023 eine Tochter.  © Katharina Kausche/dpa
Verena Hubertz
Die neue Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ist eine politische Senkrechtstarterin: Verena Hubertz ist seit 2021 Bundestagsabgeordnete und wurde direkt stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, zuständig unter anderem für Wirtschaft, Klimaschutz und Energie, Bauen und Wohnen. Oft führte sie in der Ampel-Koalition Verhandlungen mit Politikern von Grünen und FDP, wenn es um strittige Fragen ging. Laute Töne sind nicht ihr Fall. Die Triererin und Betriebswirtin hat eine für Politiker eher ungewöhnliche Biografie. 2013 gründete sie mit einer Studienkollegin das Küchen-Start-up Kitchen Stories. Die Idee: in Videos und Schritt für Schritt zu zeigen, wie einfach Kochen sein kann.  © Kay Nietfeld/dpa
Patrick Schnieder
Bis Juli 2026 war Patrick Schnieder Bundesminister für Verkehr. Verkehr. Merz hat ihn entlassen, weil er mit seiner Amtsführung unzufrieden war – besonders bei den Dauerkrisenherden Schienennetz und Infrastruktur. Die Entlassung Schnieders nach nur gut einem Jahr im Amt stieß in der CDU teilweise auf heftige Kritik. © Sven Kaeuler/dpa
Jens Spahn
Auslöser für den Kabinettsumbau im Juli 2026 war der Rücktritt von Jens Spahn als Unions-Fraktionschef. Bundeskanzler und Parteichef Friedrich Merz nahm den Wechsel an der Fraktionsspitze zum Anlass, die CDU in Regierung und Partei neu aufzustellen. © Michael Kappeler/dpa
Thorsten Frei
Umbau auch in der Union: Thorsten Frei übernahm den Vorsitz der Unionsfraktion im Bundestag. Er war bisher Kanzleramtsminister. Frei steht für eine unverwüstlich wirkende Freundlichkeit, gepaart mit geduldiger Erklärlust. Trotz seiner nach außen getragenen Sanftmütigkeit steht wr inhaltlich für Härte. Die innere Sicherheit und die Begrenzung der Migration zählen zu den Kernthemen des Innenexperten, der als Sohn eines Polizisten in Südbaden aufgewachsen ist. © Michael Kappeler/dpa
Franziska Hoppermann
Für Linnemann wurde Franziska Hoppermann als CDU-Generalsekretärin ins Amt gewählt. Die bisherige Bundesschatzmeisterin gilt als arbeitnehmernah und hat ein starkes Profil in der Frauen Union.  © Christoph Soeder/dpa
Philipp Amthor
Philipp Amthor bekam eine Schlüsselrolle bei der föderalen Zusammenarbeit. Er wurde von Merz zum neuen Staatsminister im Kanzleramt für die Bund-Länder-Beziehungen ernannt, der bisherige Amtsinhaber Michael Meister musste gehen. Amthor war bisher parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium. © Christoph Soeder/dpa
Christiane Schenderlein
Christiane Schenderlein wird Nachfolgerin von Tino Sorge als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Sie war bisher Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Kanzleramt.  © Kay Nietfeld/dpa
Wolfram Weimer
Er bleibt Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer. Er will aber nur für eine Legislaturperiode im Amt bleiben. 2003 war er Gründer des Berliner Magazins „Cicero“, das er bis 2010 leitete. Zuvor arbeitete er als Journalist bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sowie bei den Zeitungen „Die Welt“ und „Berliner Morgenpost“. Nach „Cicero“ war er bis 2012 Chefredakteur des Magazins „Focus“. Anschließend gründete Weimer gemeinsam mit seiner Frau, der früheren „FAZ“-Journalistin Christiane Götz-Weimer, die Weimer Media Group. © Georg Wendt/dpa

Nur „Scheinkonflikt“ zwischen Merz und Wadephul – Union beschwichtigt

Dass Wadephuls Äußerungen innerhalb der Union für sichtbare Irritationen gesorgt haben, wird auch durch den Umgang der Partei mit deren Auswirkungen deutlich. Die CDU beharrt darauf, es handele sich dabei in erster Linie um ein Missverständnis. Denn Wadephul habe neben den viel zitierten Aussagen in Damaskus auch einen Austausch über die Abschiebung von Straftätern nach Syrien angekündigt und dabei – ebenso wie CSU-General Huber – auf den Koalitionsvertrag verwiesen.

CDU-General Carsten Linnemann sprach in der ARD deshalb von einem „Scheinkonflikt“ und betonte die Einigkeit von Dobrindt und Wadephul bei Abschiebungen nach Syrien. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, werden in der Union dennoch kritische Stimmen laut. Der Außenminister habe sich persönlich nicht um eine Klarstellung bemüht und lässt andere in der Partei aufräumen, so der Tenor.

Union fremdelt mit Außenminister – Wadephul erntet wiederholt Kritik aus den eigenen Reihen

Das Verhalten weckt Erinnerungen an den Sommer, als Wadephul die Waffenlieferungen für Israel infrage gestellt und sich gegen eine „Zwangssolidarität“ ausgesprochen hatte. Auch da kamen die heftigsten Reaktionen aus den Reihen der CSU, die dem Außenminister ein Ende der Staatsräson gegenüber Israel vorgeworfen hatten.

Sorgenvoll blickt man bei der Union wohl auch wegen der bevorstehenden Landtagswahlen im kommenden Jahr auf die Aussagen von Wadephul. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt dabei die AfD in aktuellen Umfragen deutlich vorne. Es ist denkbar, dass die Merz-CDU gerade beim Streitthema Migration keine Schwäche zeigen will. So stellte sich auch Sachsen-Anhalts CDU-Chef Sven Schulze klar gegen Wadephul und betonte, dass es durch das Ende des Bürgerkriegs keinen Fluchtgrund mehr geben. „Somit muss jetzt ganz gezielt an einer Strategie zur schnellen Rückkehr dieser Menschen gearbeitet werden“, sagte Schulze.

Kritik an Merz-Regierung für Abschiebungen nach Syrien

Kritik an den Plänen der Merz-Regierung für Abschiebungen nach Syrien kommt derweil vor allem von Verbänden. „Die Bundesregierung ignoriert die systematischen Menschenrechtsverbrechen der islamistischen Machthaber in Syrien und hofiert einen Verbrecher, nur um innenpolitisch zu profitieren“, teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker in einer Pressemitteilung mit. Syriens Machthaber al-Schaara wurde vor dem Sturz des Assad-Regimes als Terrorist eingestuft und war Mitglied von al-Quaida und dem islamistischen Miliz-Bündnis HTZ.

Tareq Alaows, flüchtlingspolitische Sprecher von Pro Asyl, verwies in einem Interview mit der Bild-Zeitung ebenfalls auf jüngste Massaker gegen religiöse Minderheiten in Syrien. Nach 14 Jahren Krieg stünden nach wie vor humanitäre Not und fehlende Sicherheit an der Tagesordnung, teilte Alaows in einem Beitrag auf X mit und kritisierte die Abschiebedebatten der Union.

Wo macht Merz Urlaub? So verbringen der Kanzler und seine Minister ihre Ferien

Bundeskanzler Friedrich Merz nutzt laut einem Regierungssprecher die verkürzte Sommerpause zu einem verkürzten Urlaub, den er privat und in Deutschland verbringt. Darüber hinaus gibt es aus dem Kanzleramt keine weiteren Auskünfte. Es gelte aber: „Der Bundeskanzler ist immer im Dienst, immer erreichbar und er wird die Sommerpause für eine intensive Vorbereitung der Themen des zweiten Halbjahres nutzen.“ Merz‘ Wohnsitz ist in Arnsberg im Sauerland, er hat außerdem ein Haus am Tegernsee in Bayern.
Bundeskanzler Friedrich Merz nutzt laut einem Regierungssprecher die verkürzte Sommerpause zu einem verkürzten Urlaub, den er mit seiner Ehefrau Charlotte privat und in Deutschland verbringt. Darüber hinaus gibt es aus dem Kanzleramt keine weiteren Auskünfte. Es gelte aber: „Der Bundeskanzler ist immer im Dienst, immer erreichbar und er wird die Sommerpause für eine intensive Vorbereitung der Themen des zweiten Halbjahres nutzen.“ Merz‘ Wohnsitz ist in Arnsberg im Sauerland, er hat außerdem ein Haus am Tegernsee in Bayern. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Vizekanzler Lars Klingbeil verbringt im Sommerurlaub mit seiner Familie einige Tage am Meer und einige Tage in den Bergen, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums unserer Redaktion mit. Klingbeil (47) ist mit Lena-Sophie Müller verheiratet, sie haben einen gemeinsamen Sohn.
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verbringt im Sommerurlaub mit seiner Familie einige Tage am Meer und einige Tage in den Bergen, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums unserer Redaktion mit. Klingbeil (47) ist mit Lena-Sophie Müller verheiratet, sie haben einen gemeinsamen Sohn. Das Bild zeigt ihn mit seiner Frau beim Bundespresseball. © IMAGO/Eventpress Fuhr
Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) verbringt einige Tage mit seiner Familie. „Selbstverständlich lässt er sich täglich über das aktuelle Geschehen ausführlich informieren. Sollte es erforderlich sein, wird der Minister auf die Schnelle in Berlin präsent sein“, teilte ein Regierungssprecher dem Münchner Merkur mit. Thorsten Frei (51) ist verheiratet und hat drei Kinder.
Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) verbringt einige Tage mit seiner Familie. „Selbstverständlich lässt er sich täglich über das aktuelle Geschehen ausführlich informieren. Sollte es erforderlich sein, wird der Minister auf die Schnelle in Berlin präsent sein“, teilte ein Regierungssprecher dem Münchner Merkur mit. Thorsten Frei (51) ist verheiratet und hat drei Kinder.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Forschungs- und Raumfahrtsministerin Dorothee Bär (CSU) wird auch im Urlaub fleißig sein. Auch privat gibt es viel Arbeit: „Da ich in einen landwirtschaftlichen Betrieb eingeheiratet habe, sind wir als Familie im Sommer auf unserem Bauernhof eingebunden“, teilte sie unserer Redaktion mit. Auch im Sommer werde sie außerdem die Themen ihres Ministeriums voranbringen. „Neben Terminen zu unserer Hightech Agenda Deutschland, werde ich auch bei der Gamescom in Köln sein. Ein weiteres Highlight der Sommerzeit ist der Tag der offenen Tür unseres Ministeriums mit mehreren Astronauten wie Alexander Gerst.“
Forschungs- und Raumfahrtsministerin Dorothee Bär (CSU) wird auch im Urlaub fleißig sein. Auch privat gibt es viel Arbeit: „Da ich in einen landwirtschaftlichen Betrieb eingeheiratet habe, sind wir als Familie im Sommer auf unserem Bauernhof eingebunden“, teilte sie unserer Redaktion mit. Auch im Sommer werde sie außerdem die Themen ihres Ministeriums voranbringen. „Neben Terminen zu unserer Hightech Agenda Deutschland, werde ich auch bei der Gamescom in Köln sein. Ein weiteres Highlight der Sommerzeit ist der Tag der offenen Tür unseres Ministeriums mit mehreren Astronauten wie Alexander Gerst.“ © M. Popow via www.imago-images.de
Der neue Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fährt in seinen Ferien samt Familie und Hund nach Italien. Das teilte der gelernte Metzgermeister und Großvater von zwei Enkeltöchtern dem Münchner Merkur mit: „Nach einem intensiven Wahlkampf und den spannenden ersten Monaten in meinem neuen Amt freue ich mich darauf, Zeit mit meiner Familie und unserem Hund in Italien zu verbringen. Diese gemeinsamen Momente, ganz ohne Termindruck, sind für mich das Wertvollste.“
Der neue Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fährt in seinen Ferien samt Familie und Hund nach Italien. Das teilte der gelernte Metzgermeister und Großvater von zwei Enkeltöchtern dem Münchner Merkur mit: „Nach einem intensiven Wahlkampf und den spannenden ersten Monaten in meinem neuen Amt freue ich mich darauf, Zeit mit meiner Familie und unserem Hund in Italien zu verbringen. Diese gemeinsamen Momente, ganz ohne Termindruck, sind für mich das Wertvollste.“ © IMAGO/Harald Deubert
Wie macht Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) Urlaub? Laut einer Sprecherin seines Ministeriums verbringt er seinen Sommerurlaub „zu Hause im schönen Bayern und im nahen europäischen Ausland. Er wird die Zeit mit seiner Familie und Freunden hoffentlich in Ruhe genießen können und – das gehört als Bundesinnenminister dazu – selbstverständlich jederzeit erreichbar sein.“
Wie macht Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) Urlaub? Laut einer Sprecherin seines Ministeriums verbringt er seinen Sommerurlaub „zu Hause im schönen Bayern und im nahen europäischen Ausland. Er wird die Zeit mit seiner Familie und Freunden hoffentlich in Ruhe genießen können und – das gehört als Bundesinnenminister dazu – selbstverständlich jederzeit erreichbar sein.“ Dobrindt (55) ist verheiratet und hat einen Sohn. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Stets erreichbar für sein Personal und die Bundeswehr-Truppe sei Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auch in seinem Urlaub ,heißt es aus dem Ministerium gegenüber dem Münchner Merkur. „Das gilt sowohl für Werk-, Feier- als auch Urlaubstage und für jeden Aufenthaltsort.“ Was der 65-Jährige konkret in seinen Ferien vorhat, bleibe aber geheim – wegen „Sicherheitsauflagen“ und dem Schutz der Privatsphäre, wie es heißt.
Stets erreichbar für sein Personal und die Bundeswehr-Truppe sei Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auch in seinem Urlaub, heißt es aus dem Ministerium gegenüber dem Münchner Merkur. „Das gilt sowohl für Werk-, Feier- als auch Urlaubstage und für jeden Aufenthaltsort.“ Was der 65-Jährige konkret in seinen Ferien vorhat, bleibe aber geheim – wegen „Sicherheitsauflagen“ und dem Schutz der Privatsphäre, wie es heißt.  © IMAGO/Manfred Behrens
Ob Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Urlaub macht und wie sie ihre Ferien verbringt, dazu gab es von ihrer Pressestelle auf Anfrage unserer Redaktion bisher keine Auskunft.
Ob Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Urlaub macht und wie sie ihre Ferien verbringt, dazu gab es von ihrer Pressestelle auf Anfrage unserer Redaktion bisher keine Auskunft.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Zu den Urlaubsplänen von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) heißt es von einem Sprecher aus ihrem Ministerium: „Die Ministerin verreist diesen Sommer nicht und verbringt ihre freie Zeit im Sommer im Wahlkreis.“ Bärbel Bas (57) macht also Ferien daheim.
Zu den Urlaubsplänen von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) heißt es von einem Sprecher aus ihrem Ministerium: „Die Ministerin verreist diesen Sommer nicht und verbringt ihre freie Zeit im Sommer im Wahlkreis.“ Bärbel Bas (57) macht also Ferien daheim.  © IMAGO/Emmanuele Contini
„Bundesumweltminister Carsten Schneider verbringt seinen Urlaub in diesem August wieder – wie schon oft – auf Mallorca“, gab ein Sprecher des Ministeriums gegenüber dem Münchner Merkur bekannt. Der Potsdamer ist verheiratet und hat zwei Kinder.
„Bundesumweltminister Carsten Schneider verbringt seinen Urlaub in diesem August wieder – wie schon oft – auf Mallorca“, gab ein Sprecher des Ministeriums gegenüber dem Münchner Merkur bekannt. Der Potsdamer ist verheiratet und hat zwei Kinder. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Auf Dolce Vita in den Ferien setzt Justizministerin Stefanie Hubig (SPD). Dem Münchner Merkur teilte sie mit: „Ich mache Urlaub in Italien. Ich will dort viel lesen, wandern, schwimmen und Pasta essen.“ Besonders lesen steht für die 56-Jährige ganz oben auf der To-Do-Liste: „Erfahrungsgemäß schleppe ich eher zu viele Bücher mit in die Ferien, aber fest vorgenommen habe ich mir auf jeden Fall ‚Anna oder: Was von einem Leben bleibt‘ von Henning Sußebach und ‚Die Akte Rosenburg‘ über das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit.“
Auf Dolce Vita in den Ferien setzt Justizministerin Stefanie Hubig (SPD). Dem Münchner Merkur teilte sie mit: „Ich mache Urlaub in Italien. Ich will dort viel lesen, wandern, schwimmen und Pasta essen.“ Besonders lesen steht für die 56-Jährige ganz oben auf der To-Do-Liste: „Erfahrungsgemäß schleppe ich eher zu viele Bücher mit in die Ferien, aber fest vorgenommen habe ich mir auf jeden Fall ‚Anna oder: Was von einem Leben bleibt‘ von Henning Sußebach und ‚Die Akte Rosenburg‘ über das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit.“ © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Zeit zum Lesen und für ihre Familie – das ist Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ihr ihrem Urlaub vom politischem Geschäft wichtig. Eine Sprecherin ihres Ministerium teilte unserer Redaktion mit: „Ministerin Alabali Radovan plant im August einen Strandurlaub mit Zeit für Familie und Lesen, genaueres steht noch nicht fest.“ Zudem seinen im August auch einige Termine in ihrem Wahlkreis in ihrer Heimat in Schwerin geplant. Die 35-Jährige ist mit Profi-Boxer Denis Radovan verheiratet.
Zeit zum Lesen und für ihre Familie – das ist Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) in ihrem Urlaub vom politischem Geschäft wichtig. Eine Sprecherin ihres Ministerium teilte unserer Redaktion mit: „Ministerin Alabali Radovan plant im August einen Strandurlaub mit Zeit für Familie und Lesen, genaueres steht noch nicht fest.“ Zudem seinen im August auch einige Termine in ihrem Wahlkreis in ihrer Heimat in Schwerin geplant. Die 35-Jährige ist mit Profi-Boxer Denis Radovan verheiratet.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bauministerin Verena Hubertz (SPD) macht im August Urlaub in Spanien, ist aus ihrer Pressestelle zu erfahren. Ihr Sommerurlaub beginnt am 7. August, ab 22. August sei die 37-Jährige wieder im Dienst.
Bauministerin Verena Hubertz (SPD) macht im August Urlaub in Spanien, ist aus ihrer Pressestelle zu erfahren. Ihr Sommerurlaub beginnt am 7. August, ab 22. August sei die 37-Jährige wieder im Dienst.  © IMAGO/www.photowerkstatt.de
Verkehrsminister Patrick Schnieder hatte Anfang August bereits zwei Wochen Sommerurlaub genommen. Eine Kurzreise nach Finnland machte er in seinen Ferien, heißt es von einer Sprecherin seines Ministeriums. Ansonsten sei der 57-Jährige „überwiegend mit kurzen dienstlichen Unterbrechungen zu Hause in der Eifel“ gewesen. Auch traurige Termine gab es: Der Minister besuchte die Unglücksstelle des Zugunglücks bei Riedlingen und nahm am Gedenkgottesdienst teil.
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte Anfang August bereits zwei Wochen Sommerurlaub genommen. Eine Kurzreise nach Finnland machte er in seinen Ferien, heißt es von einer Sprecherin seines Ministeriums. Ansonsten sei der 57-Jährige „überwiegend mit kurzen dienstlichen Unterbrechungen zu Hause in der Eifel“ gewesen. Auch traurige Termine gab es: Der Minister besuchte die Unglücksstelle des Zugunglücks bei Riedlingen und nahm am Gedenkgottesdienst teil. © IMAGO/Klaus W. Schmidt
Urlaub mit ihrer Familie in Frankreich machte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) Anfang August. Das teilte eine Sprecherin ihres Ministeriums mit. Ab 11. August sei die 60-Jährige aber bereits wieder im Dienst.
Urlaub mit ihrer Familie in Frankreich machte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) Anfang August. Das teilte eine Sprecherin ihres Ministeriums mit. Ab 11. August sei die 60-Jährige aber bereits wieder im Dienst. © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Bevor die Probleme mit den Krankenversicherungen und der Pflegeversicherungen wieder auf Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) zukommen, erholt sie sich zur Zeit. „Sie wird mit ihrer Familie einige Tage ans Meer fahren und freut sich auf ein paar Ausflüge in ihrem Wahlkreis“, heißt es gegenüber unserer Redaktion aus dem Ministerium der 46-jährigen Mutter von drei Söhnen.
Bevor die Probleme mit den Krankenversicherungen und der Pflegeversicherungen wieder auf Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zukommen, erholt sie sich zur Zeit. „Sie wird mit ihrer Familie einige Tage ans Meer fahren und freut sich auf ein paar Ausflüge in ihrem Wahlkreis“, heißt es gegenüber unserer Redaktion aus dem Ministerium der 46-jährigen Mutter von drei Söhnen. © IMAGO/Andreas Gora
Beruflich jettet Merz‘ Außenminister Johann Wadephul (CDU) um die Welt, doch was macht er in seinen Ferien? Das bleibt geheim: Das Auswärtige Amt will sich zu den privaten Plänen von Wadephul (62) nicht äußern.
Beruflich jettet Merz‘ Außenminister Johann Wadephul (CDU) um die Welt, doch was macht er in seinen Ferien? Das bleibt geheim: Das Auswärtige Amt will sich zu den privaten Plänen von Wadephul (62) nicht äußern.  © Thomas Koehler
Digitalminister Karsten Wildberger (parteilos) macht Mitte August zwei Wochen Urlaub von der Politik. Wohin, wird nicht verraten, teilte ein Sprecher seines Ministeriums unserer Redaktion mit.
Digitalminister Karsten Wildberger (parteilos) macht Mitte August zwei Wochen Urlaub von der Politik. Wohin, wird nicht verraten, teilte ein Sprecher seines Ministeriums unserer Redaktion mit.  © Anikka Bauer/Imago

Wadephul sieht „überhaupt keine Differenz“ bei Abschiebungen nach Syrien

Trotz der Kritik sprach Wadephul sich am Dienstag erneut für Abschiebungen von Straftätern aus und betonte eine Einigkeit mit Kanzler Merz und Innenminister Dobrindt. Federführend sei bei dem Thema das Bundesinnenministerium, „aber das Auswärtige Amt und der Außenminister unterstützt das konstruktiv, da gibt es überhaupt keine Differenz“, stellte Wadephul klar. Es hoffe darauf, dass es „recht bald“ erste Abschiebungen geben werde.

Bei zahlreichen Geflüchteten arbeite die Bundesregierung darüber hinaus, diese zur freiwilligen Rückkehr zu bewegen, betonte Wadephul. Seine Äußerungen aus Damaskus bekräftigte er am Dienstag dabei jedoch erneut: In stark zerstörten Städten wie Aleppo sei die Situation „apokalyptisch“ und es weiterhin schwer, den Menschen dort „ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen“. Ob das die Klarstellung ist, auf die zahlreiche Kritiker in der Union gehofft hatten, bleibt abzuwarten. (Quellen: AFP, Bild, Süddeutsche Zeitung, ARD, eigene Recherchen) (fdu)

Rubriklistenbild: © Dominik Butzmann/imago

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