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Abschiebung von Israel-Hassern: Habeck fordert hartes Vorgehen gegen Hamas-Unterstützer
Vizekanzler Habeck fordert Konsequenzen für die Verbreitung von Antisemitismus auf deutschen Straßen. Kanzler Scholz äußert sich ähnlich.
Berlin – Die Bundesregierung befürwortet die Ausweisung von Hamas-Unterstützern aus Deutschland. „Wer den Terror der Hamas in Deutschland öffentlich feiert und Antisemitismus verbreitet, der muss Konsequenzen spüren“, sagte Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) am Dienstag (17. Oktober). Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe ja auch bereits Konsequenzen angekündigt. „Die müssen jetzt schnell folgen“, so Habeck. Auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) forderte erneut ein hartes Durchgreifen gegen Antisemitismus in Deutschland.
Habeck und Scholz fordern hartes Vorgehen gegen Hamas-Unterstützer in Deutschland
Es sei notwendig, „dass wir mit aller Strenge unsere Gesetze umsetzen“, sagte Scholz am Dienstag nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. in Berlin. „Und mein Eindruck ist, dass die Behörden überall in Deutschland sich das auch fest vorgenommen haben.“
Es würden alle gesetzgeberischen Möglichkeiten ausgenutzt, betonte Scholz. Er verwies darauf, dass bereits Betätigungsverbote für die Hamas in Deutschland und das palästinensische Netzwerk Samidoun angekündigt wurden. „Antisemitismus paart sich oft mit Spaltung der Gesellschaft, paart sich mit Fremdenfeindlichkeit ganz generell, und deshalb müssen wir generell gegen all diese Dinge vorgehen und sehr stark sein.“
Innenministerin Faeser fordert Ausweisung von Hamas-Sympathisanten
Bereits vor einigen Tagen hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser Konsequenzen angekündigt und sich für die Ausweisung von Helfern der islamistischen Terrororganisation Hamas aus Deutschland ausgesprochen. „Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten zur Ausweisung von Hamas-Unterstützern nutzen“, sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag. Faeser teilte außerdem mit, dass der Schutz von jüdischen Einrichtungen in Deutschland weiter verstärkt wurde.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Nach dem Israel-Konflikt wächst in Deutschland die Sorge vor antisemitischen Übergriffen
Nach dem Angriff der Hamas auf Israel wächst auch in Deutschland zunehmend die Sorge vor islamistische Aktivitäten. So warnte Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer wegen des blutigen Konflikts zwischen Israel und der islamistischen Hamas vor zunehmenden Gefahren. Es könne passieren, dass radikalisierte Sympathisanten der Hamas es „nicht mehr nur beim Demonstrieren und bei Hasstiraden und einzelnen körperlichen Angriffen belassen, sondern möglicherweise konkrete Anschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen und Personen verüben“, sagte Kramer dem Handelsblatt.
Der Verfassungsschutz-Chef rechnet außerdem mit einer Zunahme antisemitischer Übergriffe in Deutschland. „Die Hamas ruft jetzt wieder zu offener Gewalt an Juden, jüdischen Restaurants, Läden und Synagogen in allen Teilen der Welt auf“, sagte er dem Handelsblatt.
Hamas-Unterstützer in Deutschland: „Großer Zuspruch für die Taten“
Gerade in Gegenden mit hohem Anteil an Muslimen ist der Judenhass laut tagesschau.de wohl viel verbreitet – so etwa in Berlin-Neukölln. Die Integrationsbeauftragte für den Bezirk, Güner Balci, beklagt, dass die Taten der militant-islamistischen Hamas von zu vielen Menschen dort gutgeheißen werden: „In den Gesprächen zeigt sich das sehr offen. Wenn man in bestimmten Milieus unterwegs ist, gibt es leider einen sehr großen Zuspruch auch für die Taten der Hamas. Das ist eine traurige Tatsache, der wir in unserer Arbeit leider regelmäßig begegnen“, sagte sie in den ARD-tagesthemen. (bohy mit dpa)