Droht Ampel-Schicksal?

Merz-Regierung vor Zerreißprobe: Umfrage enthüllt Trend – Mehrheit erwartet Bruch von Union und SPD

Die Umfragewerte der Regierungskoalition um Kanzler Merz sind nach einem Jahr an der Spitze schlechter denn je. Die meisten Menschen vermuten ein Ampel-Schicksal.

Ein Jahr nun betreibt Schwarz-Rot die Regierungsgeschäfte unter Kanzler Friedrich Merz (CDU). Viel wurde im Vorfeld versprochen, schnell würde man die Veränderungen im Land auf allen Ebenen spüren, hieß es seinerzeit vonseiten der Union. Zieht man am heutigen Tag Bilanz, zeichnet sich ein anderes Bild: Offene Streitigkeiten zwischen den Koalitionären bestimmen die Schlagzeilen, Vollzug konnte die Regierung bislang nur etwa beim Wehrdienst, der Migration und der Gesundheitsreform vermelden. Wie sehen die Menschen in Deutschland die Arbeit von CDU/CSU und SPD?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und SPD-Chef Lars Klingbeil (SPD) nehmen an einer Sitzung des Bundestags teil.

In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov rechnet die Mehrheit der Befragten damit, dass das schwarz-rote Bündnis vorzeitig zerbricht: 55 Prozent sagen, dass sie nicht mit einem Fortbestand der Koalition bis zum nächsten regulären Wahltermin 2029 rechnen. Nur 25 Prozent meinen, dass die Regierung bis dann hält. 20 Prozent machen keine Angaben.

69 prozent stufen Arbeit der Merz-Regierung als eher schlecht oder sehr schlecht ein

Auch bei den Anhängern der Koalitionsparteien überwiegt die Zahl derer, die mit einem früheren Aus rechnen. Unzufrieden mit der Regierungsarbeit sind bei der Union 46 im Vergleich zu 38 Prozent; bei der SPD sind es 39 zu 35,70 Prozent. YouGov befragte am vergangenen Montag 2190 Personen ab 18 Jahren, die in Deutschland wohnen. Von ihnen sind nur 10 Prozent der Meinung, die Regierung habe ihre Arbeit bisher eher gut oder sogar sehr gut gemacht. 69 Prozent stufen die Regierungsarbeit dagegen als eher schlecht oder sehr schlecht ein.

Town-Hall mit Friedrich Merz zum Tag des Lokaljournalismus – die Bilder des Tages

Friedrich Merz stellt sich beim Town Hall im Rahmen des Tag des Lokaljournalismus in Salzwedel den Fragen von Leserinnen und Lesern.
Friedrich Merz stellt sich beim Town Hall im Rahmen des Tag des Lokaljournalismus in Salzwedel den Fragen von Leserinnen und Lesern. © red
Vor der Veranstaltungshalle in Salzwedel bildet sich eine lange Schlange am Einlass. Der Andrang ist groß.
Vor der Veranstaltungshalle in Salzwedel bildet sich eine lange Schlange am Einlass. Der Andrang ist groß. © Leif Goetzie
Vor der Veranstaltungshalle in Salzwedel bildet sich eine lange Schlange am Einlass. Der Andrang ist groß.
Vor der Veranstaltungshalle in Salzwedel bildet sich eine lange Schlange am Einlass. Der Andrang ist groß. © Leif Goetzie
Der Saal füllt sich. Leise Gespräche füllen den Raum
Der Saal füllt sich. Leise Gespräche füllen den Raum © Stefan Hartmann
30.04.2026, Sachsen-Anhalt, Salzwedel: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht im Kulturhaus von Salzwedel zu den Teilnehmern vom „Tag des Lokaljournalismus“. Mit dem Bundeskanzler stehen Ulrike Meineke (l) Chefredakteurin bei der Altmarkzeitung, Gesine Biermann (2vr), Redaktionsleiterin bei der Volksstimme und Markus Knall, Chefredakteur von Ippen.Digital (r). Lokalzeitungen und Medienhäuser luden Leserinnen und Leser zu einem Dialog mit dem Bundeskanzler ein. Im Mittelpunkt soll ein Austausch über die Themen stehen, die Menschen vor Ort bewegen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht im Kulturhaus von Salzwedel zu den Teilnehmern vom „Tag des Lokaljournalismus“. Mit dem Bundeskanzler stehen Ulrike Meineke (l) Chefredakteurin bei der Altmarkzeitung, Gesine Biermann (2vr), Redaktionsleiterin bei der Volksstimme und Markus Knall, Chefredakteur von Ippen.Digital (r). Lokalzeitungen und Medienhäuser luden Leserinnen und Leser zu einem Dialog mit dem Bundeskanzler ein. © Klaus-dietmar Gabbert/dpa
Markus Knall, Chefredakteur von Ippen.Media, moderiert die Veranstaltung.
Markus Knall, Chefredakteur von Ippen.Media, moderiert die Veranstaltung. © Screenshot
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel.
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel. © red
Friedrich Merz auf der Bühne, zusammen mit Ulrike Meineke (l.), Gründerin der Altmark Zeitung und Gesine Biermann von der Volksstimme Magdeburg.
Friedrich Merz auf der Bühne, zusammen mit Ulrike Meineke (l.), Gründerin der Altmark Zeitung und Gesine Biermann von der Volksstimme Magdeburg. © Stefan Hartmann
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel.
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel. © red
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel.
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel. © red
Die Zuschauer stellen fleißig Fragen.
Die Zuschauer stellen fleißig Fragen. © Stefan Hartmann
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel.
Friedrich Merz auf der Bühne beim Town Hall in Salzwedel. © red
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht im Kulturhaus von Salzwedel zu den Teilnehmern vom „Tag des Lokaljournalismus“.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht im Kulturhaus von Salzwedel zu den Teilnehmern vom „Tag des Lokaljournalismus“. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. © Stefan Hartmann
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. © Stefan Hartmann
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. © Stefan Hartmann
Bundeskanzler Friedrich Merz (l, CDU) und Sven Schulze (r, CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt verabschieden sich auf der Bühne vom Kulturhaus voneinander.
Bundeskanzler Friedrich Merz (l, CDU) und Sven Schulze (r, CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt verabschieden sich auf der Bühne vom Kulturhaus voneinander. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anahlt, stellt sich den Fragen des Publikums.
Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anahlt, stellt sich den Fragen des Publikums. © red
Friedrich Merz stellt sich beim Town Hall im Rahmen des Tag des Lokaljournalismus in Salzwedel den Fragen von Leserinnen und Lesern.
Gegner von Kanzler Friedrich Merz haben sich bereits vor Beginn der Veranstaltung positioniert. © Leif Goetzie
Friedrich Merz stellt sich beim Town Hall im Rahmen des Tag des Lokaljournalismus in Salzwedel den Fragen von Leserinnen und Lesern.
Gegner von Kanzler Friedrich Merz haben sich bereits vor Beginn der Veranstaltung positioniert. © Leif Goetzie
Friedrich Merz stellt sich beim Town Hall im Rahmen des Tag des Lokaljournalismus in Salzwedel den Fragen von Leserinnen und Lesern.
Gegner von Kanzler Friedrich Merz haben sich bereits vor Beginn der Veranstaltung positioniert. © Leif Goetzie
30.04.2026, Sachsen-Anhalt, Salzwedel: Ein Mann steht vor dem Kulturhaus von Salzwedel auf dem Dach eines Fahrzeuges und spricht zu den Umstehenden Menschen. Im Kulturhaus findet am Nachmittag der „tag des Lokaljournalismus“ statt. Dort wird auch der Bundeskanzler erwartet. Lokalzeitungen und Medienhäuser luden Leserinnen und Leser zu einem Dialog mit dem Bundeskanzler ein. Im Mittelpunkt soll ein Austausch über stehen Themen, die Menschen vor Ort bewegen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ein Mann steht vor dem Kulturhaus von Salzwedel auf dem Dach eines Fahrzeuges und spricht zu den Umstehenden Menschen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Doch was ist die Alternative? Auf die Frage, ob eine Minderheitsregierung das Land besser voranbringt, antworteten 29 Prozent, dass dies besser wäre als ein Fortbestand von Schwarz-Rot. 23 Prozent finden das nicht. 48 Prozent trauen sich keine Einschätzung zu. Zu einer Minderheitsregierung würde es kommen, wenn Kanzler Friedrich Merz (CDU) die SPD-Minister entließe oder sie zurücktreten würden. Die Union würde dann mit wechselnden Mehrheiten regieren, doch Merz hat dies bislang ausgeschlossen.

Seit 6. Mai 2025 ist die schwarz-rote Regierung im Amt. Der Jahrestag fällt in die bisher schwierigste Phase, denn in allen Umfragen haben Union und SPD keine Mehrheit mehr. Besonders unter Druck steht Regierungschef Merz, dessen Beliebtheitswerte immer weiter sinken. (Quelle: dpa) (ktho)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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