Corona-Pandemie

Karl Lauterbach (SPD): Gesundheitsminister sollte offenbar entführt werden

Eine Gruppe soll Anschläge und Entführungen geplant haben. Unter anderem sollte Karl Lauterbach entführt werden. Ermittler sind bundesweit aktiv, auch in Niedersachsen.

Mainz/Berlin – Ermittler sind in mehreren Bundesländern gegen Mitglieder einer Telegram-Chatgruppe vorgegangen, die Sprengstoffanschläge und Entführungen „bekannter Personen des öffentlichen Lebens“ geplant haben soll. Das teilte die federführende Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Donnerstag in Mainz mit. Unter anderem war auch Niedersachsen betroffen. Wie das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ berichtet, soll unter dem Tarnnamen „Klabautermann“ auch die Entführung des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) geplant gewesen sein.

Karl Lauterbach (SPD): Bundesgesundheitsminister sollte entführt werden

Demnach gab es am Mittwoch Durchsuchungen in 20 Objekten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Im Einsatz waren rund 270 Beamtinnen und Beamte, darunter auch Spezialeinheiten.

Bundesgesundheitsminiter Karl Lauterbach (SPD) sollte offenbar entführt werden. (Archivbild)

Beschuldigt werden demnach Deutsche im Alter von 55, 54, 50, 42 und 41 Jahren, vorgeworfen werden ihnen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz. Zuzuordnen seien die Personen der Corona-Protestszene und der Reichsbürgerbewegung.

Telegram-Chatgruppe „Vereinte Patrioten“ wollte Einrichtungen der Stromversorgung zerstören

Bei den Durchsuchungen wurden etwa Waffen, Munition, Bargeld, Goldbarren und Silbermünzen sichergestellt. Vier Beschuldigte seien festgenommen worden, gegen sie seien Haftbefehle beantragt worden.

Konkret sollen die rechtsextremistischen Chatgruppe „Vereinte Patrioten“ und „Aktive Patrioten“ vorgehabt haben, Einrichtungen der Stromversorgung zu zerstören, um so einen bundesweiten Stromausfall auszulösen. „Damit sollten nach der Vorstellung der Beschuldigten bürgerkriegsähnliche Zustände verursacht und schließlich das demokratische System in Deutschland gestürzt werden“, hieß es in der Mitteilung von Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz. Die Ermittlungen gegen die Gruppe liefen seit Oktober vergangenen Jahres. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

+++ Der Text wurde am 14. April 2022 gegen 11:14 Uhr aktualisiert. +++

Rubriklistenbild: ©  Bernd von Jutrczenka/dpa

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