Pandemie in Deutschland
Corona: Merkel droht starke Einschränkungen für Ungeimpfte an
Wie geht es weiter in der Corona-Pandemie? Angela Merkel forderte wohl im CDU-Bundesvorstand strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte. Details sind noch nicht bekannt.
Berlin – Steigende Fallzahlen, volle Intensivstationen in Niedersachsen: Die vierte Corona-Welle rollt auf Deutschland zu und lässt die Sorgen bei Experten vor dem Verlauf der kommenden Monate steigen. Während die Parteien der möglichen Ampelkoalition bereits ankündigten, die pandemische Notlage auslaufen zu lassen und nach einer Übergangsphase beenden zu wollen, schlägt Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im CDU-Bundesvorstand Alarm und kündigt nach n-tv-Informationen an, dass es „starke Einschränkungen für Ungeimpfte geben wird.“
| Deutsche Bundeskanzlerin: | Angela Merkel |
| Geboren: | 17. Juli 1954 (Alter 67) · Hamburg, Deutschland |
| Amt: | Kanzlerin (Seit 2005) |
| Größe: | 1,65 m |
Merkel zu Corona: Starkes Wachstum erfordert neue Maßnahmen
Der Grund für Merkels Aussage: das exponentielle Wachstum der Infektionen. Welche Regeln genau eingeführt werden könnten, und ob diese über die Einschränkungen des 2G-Modells hinausgehen werden, steht bisher noch nicht fest. Auch wenn vielerorts die Intensivbetten noch nicht stark ausgelastet sind, sind die Entwicklungen der vergangenen Tage besorgniserregend. Während der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jüngst forderte, dass die Länder wieder ihre Impfzentren reaktivieren, um im Coronawinter beim Verimpfen von Coronavakzinen zu unterstützen, will der Freistaat Sachsen seine Schutzmaßnahmen verschärfen.
Angesichts der stark steigenden Fallzahlen im Bundesland hat die Landesregierung in Dresden entschieden, die 2G-Regel für Gastronomie, Veranstaltungen im Innenbereich oder Großveranstaltungen einzuführen. Am kommenden Freitag will sich das Kabinett endgültig über die Veränderungen entscheiden. Es gehe um eine „Prävention in der Pandemie“, erklärte Dagmar Neukirch, Staatssekretärin im Sozialministerium. Andernfalls müsste man bei einer Überlastung der Krankenhäuser den Notstand ausrufen. Die neuen Regelungen könnten dann bereits am kommenden Montag in Kraft treten. Für die kalte Jahreszeit kündigte die Kassenärztliche Bundesvereinigung nun an, dass sich die Praxisärzte für deutlich mehr Boosterimpfungen im Winter gewappnet haben.
Corona-Pandemie in Deutschland: Spahn fordert flächendeckende Boosterimpfungen
Jens Spahns Forderung nach flächendeckenden Boosterimpfungen stößt nicht bei allen Experten auf Zustimmung. Hendrik Streeck, Direktor des Virologie-Instituts der Universität Bonn, bemängelte zwar, dass Deutschland erneut unvorbereitet auf die Wintermonate zusteuere, doch hält er Boosterimpfungen nicht flächendeckend für notwendig. „Booster sind sinnvoll für die Gruppen, denen dies bereits empfohlen wird“, schätzt Streeck die Situation bei den Impfungen ein. Betroffen seien also etwa Immungeschwächte und Menschen ab 70.
Zuletzt wirkte es in Deutschland so, als wäre der Aufwärtstrend der Corona-Fallzahlen gebrochen: Nach gut zweieinhalb Wochen sank die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag auf 153,7. Am Tag zuvor lag der Wert noch bei 154,8. Ein Grund dafür könnten aber die regionalen Feiertage sein, die einen Verschleierungseffekt mit sich ziehen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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