Bundespräsident nimmt Stellung

Nach Gaulands „Vogelschiss“-Äußerung: Steinmeier kritisiert Verharmlosung der NS-Zeit

Steinmeier betonte, man müsse sich denjenigen entgegenstellen, die Hass sähen.
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Steinmeier betonte, man müsse sich denjenigen entgegenstellen, die Hass sähen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich Versuchen der Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen entgegengestellt. Wer diese verharmlose, würde neuen Hass sähen.

Berlin - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine Verharmlosung der Verbrechen der Nationalsozialisten in Deutschland scharf verurteilt. „Wer heute den einzigartigen Bruch mit der Zivilisation leugnet, kleinredet oder relativiert, der verhöhnt nicht nur die Millionen Opfer, sondern der will ganz bewusst alte Wunden aufreißen und sät neuen Hass, und dem müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen“, sagte er am Sonntag.

Steinmeier äußerte sich bei einem Festakt in Berlin zum 10. Jahrestag des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.

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Gauland sorgt wieder einmal für Empörung

Steinmeier ging in seiner Rede nicht direkt auf die Äußerungen des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland ein, der mit seiner Relativierung der Zeit des NS-Terrors eine Welle der Empörung ausgelöst hat. Der Partei- und Fraktionschef hatte am Samstag beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach gesagt:

„Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“ Dieser mit Beifall quittierte Satz fiel nach einem Bekenntnis Gaulands zur Verantwortung der Deutschen für den Nationalsozialismus von 1933 bis 1945.

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dpa

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