News-Ticker

Iran-Krieg aktuell: USA zerstören wichtige Brücke – Trump droht schon mit der nächsten Eskalation

Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Teheran droht Israel und den USA mit heftigen Maßnahmen. Trumps Truppen zielen auf wichtige Infrastruktur. Der News-Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum Iran-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update vom 3. April, 6:25 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit verschärften Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig sei. „Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!“ Er ergänzte: „Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss.“ Und das müsse schnell geschehen.

Das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome wehrt Raketen aus dem Iran ab. (Archivfoto)

Was er damit genau meinte, blieb zunächst unklar. Vermutlich spielte er auf frühere Aussagen an, wonach die Führung in Teheran einem Deal zur Beendigung des Kriegs zustimmen müsse, bevor es zu spät sei. Für den Fall einer Ablehnung hatte Trump Teheran bereits mehrfach mit Angriffen auf Kraftwerke und Strominfrastruktur gedroht. Bereits am Donnerstag hatte das Militär eine wichtige Autobahnbrücke bei Teheran bombardiert. Die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran dauern inzwischen seit fast fünf Wochen an.

Iran-Krieg aktuell: Huthi greifen Israel an

Update, 22:47 Uhr: Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben Israel zum vierten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs angegriffen. Ein Huthi-Sprecher erklärte am Donnerstag, mehrere ballistische Raketen seien auf Ziele im Raum Tel Aviv abgefeuert worden. Die israelische Armee bestätigte, eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete identifiziert zu haben, und teilte mit, dass Abfangsysteme im Einsatz seien.

Update, 22.15 Uhr: Bei neuen Angriffen auf den Iran ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die größte Brücke des Landes zerstört worden. Trump veröffentlichte am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social ein Video von der noch im Bau befindlichen B1-Brücke in Karadsch rund 35 Kilometer südwestlich von Teheran. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie das Bauwerk teilweise einstürzt und wie dichter Rauch aufsteigt.

Iran-Krieg aktuell: Trump verkündet Zerstörung von Brücke

„Die größte Brücke im Iran stürzt ein, wird nie wieder benutzt werden“, schrieb Trump dazu. Der US-Präsident drohte mit weiterer Zerstörung, sollte die Führung der Islamischen Republik nicht zu Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges bereit sein: „Es ist an der Zeit, dass der Iran einen Deal macht, bevor nichts mehr übrig ist von dem, was noch ein großartiges Land werden könnte.“

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor von zwei US-israelischen Angriffen auf die Brücke berichtet. Bei dem ersten Angriff habe es zwei zivile Opfer gegeben. Der zweite Angriff sei erfolgt, als Einsatzkräfte den Opfern zu Hilfe kommen wollten. Die Brücke galt laut iranischen Medien als die höchste in der Region.

Update, 20:17 Uhr: 18 europäische Staaten haben Israel und die Hisbollah-Miliz im Libanon aufgerufen, die Kämpfe zu beenden. „Der israelische Militäreinsatz im Libanon und die Angriffe der Hisbollah müssen eingestellt werden“, forderten die Außenminister von 18 Ländern, darunter Italien, Spanien und Polen, am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir fordern Israel auf, die Souveränität und territoriale Integrität des Libanon vollends zu respektieren und rufen beide Parteien – die Hisbollah und Israel – auf, die Kämpfe einzustellen.“

Die Erklärung wurde auch von Österreich, Belgien, Kroatien, Zypern, Estland, Finnland, Island, Irland, Lettland, Luxemburg, Moldawien, Norwegen, San Marino, Slowenien und Schweden unterschrieben. Deutschland gehört nicht zu den Unterzeichnern.

Update, 19:01 Uhr: Das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee droht nach Trumps Rede mit „noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen“. Zuvor attackierte der Iran am Donnerstag wiederholt Ziele in Israel, wo das Pessachfest gefeiert wurde. Im Raum Tel Aviv wurden vier Menschen verletzt, in Jerusalem waren am Nachmittag Explosionen zu hören. Explosionen habe es laut AFP-Journalisten auch in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben.

Iran-Krieg aktuell: Italien fordert „humanitären Korridor“ in der Straße von Hormus

Update, 18:01 Uhr: Italien hat sich nach einem virtuellen Treffen von 40 Staaten zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus für einen „humanitären Korridor“ für Düngemittel und andere humanitäre Güter ausgesprochen, um eine Ernährungskrise zu vermeiden. Der Korridor solle vorwiegend „für Düngemittel dienen und alles, was erforderlich ist, um eine neue Nahrungsmittelkrise – insbesondere in den afrikanischen Ländern – zu verhindern“, sagte Tajani, der an dem von Großbritannien koordinierten Treffen teilnahm. Den Angaben zufolge unterstützen auch Tajanis niederländischer Amtskollege und der stellvertretende Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate den Vorschlag.

Update, 17:00 Uhr: Nahe dem Flughafen der zweitgrößten iranischen Stadt Maschhad im Nordosten des Landes ist am Donnerstag laut einem Medienbericht ein Brand ausgebrochen. Ein Treibstofftank sei von einem Geschoss getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf die Behörden der Provinz Chorasan Rasawi. Es habe keine Opfer gegeben. Die Feuerwehr sei vor Ort.

Update, 15:11 Uhr: Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat zum Auftakt eines internationalen virtuellen Treffens zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus die „dringende Notwendigkeit“ einer Wiedereröffnung der Meerenge unterstrichen. Die „Rücksichtslosigkeit“ des Iran bei der Blockierung der Straße von Hormus „trifft unsere globale wirtschaftliche Sicherheit hart“, sagte Cooper zu Beginn des Treffens am Donnerstag, an dem mehr als 40 Staaten teilnehmen.

Großbritanniens Regierungschef Keir Starmer hatte am Mittwoch erklärt, das Treffen diene dazu, alle „diplomatischen und politischen Maßnahmen zu prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen“. Auch Deutschland ist vertreten.

Iran-Krieg aktuell: Institut Pasteur in Teheran bei Angriffen beschädigt

Update, 13:40 Uhr: Das Institut Pasteur in Teheran ist bei einem Beschuss der iranischen Hauptstadt nach Behördenangaben schwerbeschädigt worden. „Der Angriff gegen das Institut Pasteur des Iran, ein hundertjähriger Pfeiler der Weltgesundheit und Mitglied des internationalen Pasteur-Netzwerks, ist eine direkte Attacke gegen die internationale Gesundheitsversorgung“, teilte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, am Donnerstag auf X mit. Kermanpur veröffentlichte Bilder des stark beschädigten Gebäudes, von dem einige Teile in Trümmern lagen.

Update, 12:58 Uhr: Allein in der Nacht zu heute, dem Beginn des jüdischen Pessachfestes, hat der Iran Israel nach Angaben der israelischen Armee mit vier massiven Angriffswellen überzogen. Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete neue Angriffe auf sein Territorium.

Iran-Krieg aktuell: Iranischer Armeechef warnt vor Bodenoffensive

Update, 12:39 Uhr: Irans Armeechef Amir Hatami hat seine Truppen auf eine mögliche Bodenoffensive vorbereitet. Laut Reuters forderte der Kommandeur die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu beobachten und auf jeden Angriff vorbereitet zu sein.

„Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten“, wird Hatami zitiert. Iranische Staatsmedien veröffentlichten dazu ein Video ohne Ton, das den Armeechef gemeinsam mit drei weiteren Kommandeuren zeigt – wann die Aufnahme entstand, ist bislang unklar, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Update, 12:01 Uhr: Mit seinen jüngsten Äußerungen zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg hat Donald Trump die Öl- und Finanzmärkte nicht beruhigen können. So bot er für die blockierte, für den internationalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus keine Lösung an. Die Ölpreise schossen nach Trumps Rede in die Höhe, nachdem sie am Mittwoch (1. April) zunächst wieder unter 100 Dollar (rund 87 Euro) pro Barrel gefallen waren. An den Börsen in Asien sanken die Aktienkurse.

Laut dem Analysten Stephen Innes von SPI Asset Management sprach Trump „von erreichten Zielen“, nicht aber „von einer Lösung“. Trumps Äußerungen deuteten seiner Ansicht nach „unverkennbar“ auf „unvollendete Angelegenheiten“ hin. „An den Märkten sind unvollendete Angelegenheiten der Nährboden für Volatilität“, so Innes.

Update, 2. April, 10:48 Uhr: Teheran hat angekündigt, den Krieg gegen die USA und Israel bis zur vollständigen Niederlage seiner Gegner fortzuführen. Militärsprecher Ebrahim Solfakari drohte laut Reuters mit „einschneidenderen, umfassenderen und zerstörerischeren“ Angriffen.

Die Islamische Republik werde den Kampf so lange weiterführen, bis Washington und Tel Aviv ihre „Reue und Kapitulation“ erklärten, sagte Solfakari Reuters zufolge. Zugleich wies er US-Präsident Donald Trumps Behauptung zurück, die militärischen Kapazitäten des Iran seien „im Wesentlichen dezimiert“ – diese Einschätzung sei „unvollständig“.

Iran-Krieg aktuell: Trump sieht NATO bei „großer Sache“ außen vor

Erstmeldung: Teheran/Washington – Donald Trump wiederholt es hartnäckig: Die NATO-Verbündeten enttäuschen ihn im aktuellen Iran-Krieg. Er hält die Unterstützung für mangelhaft. Jetzt hat das Weiße Haus ein Video nach kurzer Zeit wieder offline genommen – in diesem äußerte sich der US-Präsident erneut zur NATO.

Trump im Iran-Krieg: „NATO wird nicht da sein, wenn es jemals zu der großen Sache kommt“

In einem Video von einem privaten Mittagessen am Mittwoch (1. April), das für kurze Zeit auf dem offiziellen Youtube-Kanal des Weißen Hauses zu sehen war, sagte Trump laut der Nachrichtenagentur AFP: „Ich habe das also über die NATO gelernt, die NATO wird nicht da sein, wenn es jemals zu der großen Sache kommt, ihr wisst schon, was ich mit der großen Sache meine“, sagte Trump, ohne seine Ausführungen zu vertiefen.

Er bezeichnete die NATO zudem zum wiederholten Male als „Papiertiger“. Am selben Tag hatte die britische Zeitung Telegraph ein Interview mit Trump veröffentlicht, in dem er diesen Begriff für die Militärallianz benutzte. Trump und sein Außenminister Marco Rubio kündigten zudem an, die NATO-Mitgliedschaft der USA nach Beendigung des Iran-Kriegs zu „überdenken“.

Iran-Krieg aktuell: Geheimdienste zweifeln an Verhandlungsbereitschaft

Im Iran-Krieg sieht Teheran einen garantierten Waffenstillstand als einzigen Weg zu einem dauerhaften Frieden – gleichzeitig zweifeln US-Geheimdienste daran, dass die iranische Führung derzeit ernsthaft verhandeln will. Laut Reuters erklärte ein hochrangiger iranischer Vertreter, über die Vermittler habe es keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben.

Die New York Times berichtet unterdessen unter Berufung auf US-Beamte, mehrere amerikanische Nachrichtendienste seien in den vergangenen Tagen zu dem Schluss gekommen, dass Teheran derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen.

Rede zur Lage der Nation: Trump sieht US-Ziele im Iran-Krieg fast erreicht

In einer mit Spannung erwarteten Rede zur Lage der Nation hat Trump am Mittwochabend erklärt, die USA stünden im Iran-Krieg kurz vor der Erfüllung ihrer militärischen Ziele. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört, das Raketenarsenal des Landes nahezu aufgebraucht oder unbrauchbar, sagte Trump im Weißen Haus.

Zugleich kündigte Donald Trump mit Blick auf den aktuellen Iran-Krieg an, der Iran werde „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart getroffen“ werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt – Kritiker werfen ihm vor, keinen klaren Plan zu verfolgen und einen Schlingerkurs zu fahren.

Iran-Krieg aktuell: Israel meldet drei Angriffswellen aus dem Iran

Die israelische Armee hat in der Nacht zum heutigen Donnerstag (2. April) drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte kurz nach Trumps Ansprache zum Iran-Krieg. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

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