Nach Twitter-Post
Sarah-Lee Heinrich: Sprecherin der Grünen Jugend bleibt in der Öffentlichkeit
Nach Kritik an ihrer Person zog sich Sarah-Lee Heinrich, Bundessprecherin der Grünen Jugend, zurück. Nun ist sie wieder da und spricht sich gegen die Hetze aus.
Berlin – Kaum im Amt und schon war die neugewählte Bundessprecherin der Grünen Jugend, Sarah-Lee Heinrich, einem Shitstorm ausgesetzt. Wegen früherer Äußerungen auf der Kurznachrichtenplattform Twitter war in den vergangenen Tagen eine Kontroverse um ihre Person entbrannt. Für die junge Politikerin ist dies allerdings kein Grund, sich direkt wieder zurückzuziehen: „Dann hätte der Shitstorm ja sein Ziel erreicht“, sagte sie knapp drei Wochen nach der Bundestagswahl 2021 in einem Interview mit „Zeit Online“. „Ich freue mich darauf, die Grüne Jugend als Bundessprecherin zu vertreten. Gerade in Zeiten einer neuen Regierungsbildung ändert sich die Rolle der Grünen Jugend und auch unsere Verantwortung.“
| Politikerin: | Sarah-Lee Heinrich |
| Geboren: | 22. März 2001 in Iserlohn (20 Jahre) |
| Funktion: | Bundessprecherin der Grünen Jugend |
| Beruf: | Studentin |
Sarah-Lee Heinrich: Grüne-Jugend-Sprecherin bleibt in der Öffentlichkeit
Teils mehrere Jahre alte Äußerungen von Heinrich hatten nach ihrer Wahl zur Co-Sprecherin der Nachwuchsorganisation am Samstag beim Bundeskongress der Grünen Jugend heftige Diskussionen ausgelöst. Die Studentin hatte auf Twitterposts unter anderem mit „Heil“ und mit einem Hakenkreuz reagiert. „Das war nicht in Ordnung, genauso wie alle anderen diskriminierenden Aussagen. Egal wie ironisch ich mit 14 vielleicht sein wollte“, sagte sie der „Zeit“ und entschuldigte sich für ihr Verhalten.
Dass Politiker oder auch Wissenschaftler Opfer von Hetze im Internet werden, ist keine Seltenheit. Eine Umfrage der Fachzeitschrift „Nature“ kam zu dem Ergebnis, dass eine Vielzahl der Experten, die während der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit standen, angefeindet wurde. Zwar war die Umfrage international angelegt, doch auch in Deutschland wird gegen prominente Politiker oder Wissenschaftler gehetzt. Bekannte Bespiele: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach oder Virologe Christian Drosten.
Während des Wahlkampfs ums Bundeskanzleramt geriet Grünen-Chefin Annalena Baerbock massiv ins Visier von Trollen und Hetzern. Die Kampagnen gegen die Politikerin waren teilweise so heftig, dass sogar Medien falsche Behauptungen über sie aufgriffen.
Junge Grüne: Sarah-Lee Heinrich wehrt sich gegen Hetze im Internet
„Mich haben in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Morddrohungen erreicht“, sagte Heinrich im Interview und begründete damit ihren zwischenzeitlichen Rückzug aus der Öffentlichkeit. Die Hetze gegen sie sei von rechten Netzwerken ausgegangen. Mit dem Ziel, weitere Gruppen gegen sie auszuspielen. „Sie sagen, dass man sich entscheiden muss: Wer für Klimaschutz ist, ist unsozial“, so Heinrich.
Die Grünen-Politikerin ist sich sicher, dass die Angriffe im Internet gegen sie bewusst nicht wegen ihrer sozialpolitischen Positionen erfolgten. „Das wäre ja auch schwierig gewesen. Rechte können ja nicht sagen, dass sie gegen Sozialpolitik sind. Deshalb wird im Internet gezielt nach Möglichkeiten gesucht, uns als Partei oder mich als Person zu diskreditieren“, so Heinrich gegenüber der „Zeit“. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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