Sozialdemokraten
Gruppenbild der SPD-Fraktion sorgt für Kritik: Nur Karl Lauterbach mit Maske
Die SPD-Bundestagsfraktion tritt zum Gruppenbild an und feiert sich. Karl Lauterbach gibt den Corona-Mahner und trägt im historischen Moment als einziger Maske.
Berlin – Es ist ein feierlicher Moment und auch ein historischer nach der Bundestagswahl 2021: das traditionelle Gruppenbild der SPD-Bundestagsfraktion nach der konstituierenden Fraktionssitzung zu Beginn einer neuen Legislaturperiode. Doch auch in diesem Moment trägt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine Mund-Nasen-Bedeckung in Form einer FFP2-Maske. Er geht in diesem Moment als gutes Beispiel voran – als einziger in der gesamten Fraktion.
| Politiker: | Karl Lauterbach |
| Geburtsdatum und -ort: | 21. Februar 1963 (Alter 58 Jahre), Düren |
| Partei: | SPD |
| Amt: | Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2005 |
| Beruf: | Epidemiologe |
Er ist in der Corona-Pandemie der dauernd erhobene Zeigefinger der SPD: Karl Lauterbach. Beliebt ist er dafür in Teilen der Gesellschaft nicht gerade besonders, auch wenn er eigentlich fast immer recht hat mit seinen Prophezeiungen in der Pandemie. Kubicki sagte jüngst, in seiner Stammkneipe nennen sie Lauterbach einen „Spacken“.
Karl Lauterbach mit Maske im SPD-Fraktions-Gruppenbild: Epidemiologe hat in Pandemie fast immer recht
Das stört Lauterbach nicht und hindert ihn auch nicht in diesem historischen Moment wie Mittwochvormittag in Berlin eine Maske zu tragen. Schließlich ist er studierter Mediziner und ausgebildeter Epidemiologe. Gerne würde Karl Lauterbach Gesundheitsminister in der kommenden Regierung. Auch, wenn der Name Lauterbach in der geheimen Ministerliste von Kanzleraspirant Olaf Scholz fehlt.
In dem historischen Moment, in dem viele ausgelassen und fröhlich in der SPD-Fraktion sind, bleibt Lauterbach kühl und wie immer seiner Linie treu. Während seine Fraktionskollegen in die Kamera lächeln, sah man dies bei Lauterbach nicht. Ob er unter der Maske lächelte, ist nicht überliefert. Grund genug hätte Lauterbach nach seinem haushohen Sieg um das Direktmandat seinem Wahlkreis gehabt. Schließlich war es eines der besten Einzelergebnisse, dass er und die Partei je eingefahren haben.
Man könnte meinen, er übertreibe es, sei übervorsichtig. Vor allen Dingen in Anbetracht der immer weiter fortschreitenden Impfkampagne und fallender Inzidenzen. Doch: Oft hat er betont, dass die Maske der einfachste Weg sei, sich zu schützen vor dem Coronavirus beziehungsweise einer Covid-19-Infektion. Was aber auch Fakt ist: auch Geimpfte können sich anstecken und das Virus verbreiten. Zwar ist die Gefahr wesentlich niedriger, aber sie ist existent.
Im Netz sorgte das Gruppenbild der SPD-Fraktion bereits für Kritik. „Sah so aus, als sei die Pandemie vorbei. Zumindest vermitteln die den Eindruck“, schreibt eine Nutzerin auf Twitter. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
(Artikel aktualisiert am 30. September um 11:25 Uhr)