Neuer Ärger
Terrorverdacht bei Bundeswehr: Ex-Soldaten planten Söldnertruppe
Festnahme wegen Terrorverdachts: Zwei Ex-Soldaten der Bundeswehr scheitern mit dem Aufbau einer Söldnertruppe – sie wollten den Bürgerkrieg im Jemen aufmischen.
Berlin – Sie lockte die Aussicht auf schnelles Geld, doch nun droht ihnen Gefängnis: Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag zwei ehemalige Soldaten der Bundeswehr mithilfe von Spezialkräften festgenommen, die offenbar eine paramilitärische Söldnertruppe aufbauen wollten. Wegen der versuchten Gründung einer terroristischen Vereinigung habe man die Männer inhaftiert und dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, teilte die Behörde am Mittwochmorgen mit.
Bundeswehr: Festnahme wegen Terrorverdacht – Beschuldigte planten Söldnertruppe für Einsatz im Jemen
Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich um zwei Deutsche aus Bayern und Baden-Württemberg. Den Angaben zufolge wollte sie eine paramilitärische Einheit aufbauen, um in Bürgerkriegsländern wie dem Jemen mitzumischen. Für die Truppe, die unter ihrem Kommando stehen sollte, wollten die Männer zirka 100 bis 150 frühere Soldaten und Polizisten rekrutieren. Bis zu 40.000 Euro Monatsverdienst sollte für die Kämpfer drin sein. Offenbar warben die Söldner in Saudi-Arabien um finanzielle Unterstützung für das Vorhaben.
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Laut der Mitteilung der Bundesanwaltschaft hatten die Männer bereits Kontakt zu sieben Unterstützern. Es habe einen detaillierten Plan für Rekrutierung und Einsatz gegeben. Den beiden Beschuldigten sei bewusst gewesen, dass „die von ihnen zu befehligende Einheit bei ihrem Einsatz zwangsläufig auch Tötungshandlungen werde ausführen müssen“, schreiben die Ermittler. Dabei hätte die Miliz auch den Tod von Zivilisten billigend in Kauf genommen. Neben der Festnahme der zwei Tatverdächtigen wurden den Angaben auch mehrere Wohnungen in Bayern und Baden-Württemberg durchsucht. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa
