Wer regiert Deutschland?

Umfrage nach Bundestagswahl 2021: große Zustimmung für Ampelkoalition

In Berlin ist die erste Sondierungsrunde zu Ende gegangen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Die Deutschen haben aber eine Präferenz.

Köln – Über eine Woche nach der Bundestagswahl 2021 befürwortet die Mehrheit der Wahlberechtigten laut einer Umfrage ein Bündnis aus SPD, Grüne und FDP – eine Ampelkoalition. Eine Jamaika-Koalition kommt in der Forsa-Umfrage bei den Befragten nicht so gut an. Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, wäre dies auch dann der Fall, wenn ein solches Bündnis von CSU-Chef Markus Söder statt CDU-Chef Armin Laschet angeführt werden würde. Dann hätten sich 31 Prozent für eine Union-geführte Regierung entschieden.

Parlamentswahl:Bundestagswahl 2021
Datum: 26. September 2021
Wahlberechtigte:Etwa 60,4 Millionen
Wahlbeteiligung:76,6 Prozent

Umfrage: Mehrheit für Ampel-Koalition

Der Umfrage zufolge käme eine Ampel-Koalition auf 53 Prozent Zustimmung, für ein Jamaika-Bündnis stimmten 22 Prozent der Befragten. Eine Neuauflage der Großen Koalition aus SPD und CDU würden hingegen 12 Prozent befürworten. Die Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv fällt in eine Zeit, in der die erste Runde der Sondierungsgespräche zwischen den Sozialdemokraten, der Union sowie den Grünen und der FDP zu Ende ging.

Große Zustimmung für eine Ampel-Koalition nach der Bundestagswahl 2021. In so einem Bündnis könnte Olaf Scholz (SPD) Bundeskanzler werden.

Nach der historischen Wahlniederlage der CDU bei der Wahl 2021 waren die ersten Tage nach dem Wahlsonntag für die Union geprägt durch innere Zerreißproben: Führende Politiker der CDU/CSU sprachen sich offen gegen den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet aus und forderten seinen Rücktritt. Auch sein Amt in Nordrhein-Westfalen schien zum Schluss nicht mehr sicher: Jüngst wurde bekannt, dass offenbar bereits ein Nachfolger für sein Amt als Ministerpräsident feststeht.

Sondierungen in Berlin: Grüne wollen Zwischenfazit ziehen

Wer schlussendlich Bundeskanzler wird und die Geschicke von Deutschland zumindest für die nächsten vier Jahre leitet, ist daher noch unklar. Nach den Sondierungsrunden plant die Grüne am Mittwoch eine digitale Sitzung über den Stand der Sondierungen mit den möglichen Partnern. Wie eine Sprecherin der Partei der Deutschen Presse-Agentur erklärte, werde der Bundesvorstand, der Parteirat und das erweitere Team der Sondierungen ab 9:00 Uhr tagen und ein Zwischenfazit ziehen. Die Grünen hatten sich am Dienstag mit der Union und am Sonntag mit der SPD getroffen. Zuvor gab es Treffen mit der FDP. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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