Bundestagswahl 2021
Wahlumfrage: Leichte Erholung für CDU/CSU – Grüne stagnieren
Kommt nun die Trendwende für die CDU/CSU? Während die Umfragewerte bei 20 Prozent liegen, wird auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg Geschlossenheit demonstriert.
Berlin – Es scheint so, als wäre der Abwärtstrend von CDU und CSU bei den Wahlumfragen vorerst gestoppt. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Wäre an diesem Sonntag die Bundestagswahl würden 21 Prozent der Befragten für die Union stimmen. Das ist ein Prozentpunkt mehr als noch vor einer Woche.
| Politische Partei: | Christlich Demokratische Union Deutschlands |
| Gründer: | Konrad Adenauer |
| Gründung: | 26. Juni 1945, Berlin |
| Parteivorsitz: | Armin Laschet |
Bei Wahlumfragen handelt es sich immer nur um ein momentanes Meinungsbild und sind mit Unsicherheiten behaftet.
Wahlumfragen: Grüne können keine Gewinne verzeichnen
Eine leichte Verbesserung verzeichnet auch die SPD und wäre mit 26 Prozent weiterhin stärkste Kraft. Die FDP und die Linke müssen im Vergleich zur Vorwoche deutliche Verluste hinnehmen. Die Freidemokraten rutschen von 13 auf 10 Prozent, die Linke liegen nun bei 6 Prozent. Unverändert bleiben die Werte der Grünen (15 Prozent) und der AfD (12 Prozent). An der Umfrage von YouGov nahmen zwischen dem 3. und 7. September 1548 Menschen teil. 62 Prozent von ihnen haben bereits ihre endgültige Wahlentscheidung getroffen.
Wahlumfragen: CDU/CSU bei 19 bis 25 Prozent
Alle Erhebungen der Wahlumfragen, die seit vergangenen Samstag veröffentlicht wurden, ordnen die Union bei 19 bis 25 Prozent ein. Die Werte der SPD liegen zwischen 25 und 27 Prozent, Die Grünen liegen nur noch bei 15,5 bis 17 Prozent. Kaum Veränderungen zeigt das ZDF-Politbarometer: Laut der neuen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt die SPD in der Sonntagsfrage weiter mit 25 Prozent vor der CDU/CSU (22 Prozent). Die Grünen kämen auf 17 Prozent, AfD und FDP jeweils auf 11 Prozent.
Auf Basis dieser Daten wäre derzeit nur eine Zweier-Koalition aus SPD und CDU/CSU möglich. Rechnerisch denkbar wären aber mehrere Dreier-Bündnisse. Bei der Kanzlerfrage liegt SPD-Kandidat Olaf Scholz mit 48 Prozent weiter deutlich vor der Konkurrenz. Armin Laschet (CDU) steigert sich um drei Punkte auf 21 Prozent, Anna-Lena Baerbock (Grüne) rangiert bei 16 Prozent. Insgesamt nahmen 1281 Wahlberechtigte an der Telefonumfrage teil.
CSU-Parteitag: Blume für Parteigeschlossenheit
Während die Union sich bei der 20-Prozent-Marke einpendelt, wird vor dem CSU-Parteitag in Nürnberg Geschlossenheit und Entschlossenheit demonstriert. „Wir senden mit Armin Laschet und Markus Söder das Signal von maximaler Geschlossenheit und Entschlossenheit der Union aus Nürnberg. Wir sind bereit zu kämpfen und alles zu geben“, teilen die Generalsekretäre von CDU und CSU, Paul Ziemiak und Markus Blume, mit.
Blume hatte vorher das Umfragetief der Union direkt mit Laschet in Verbindung gebracht. Er bedauerte vor Beginn des Parteitags, dass es im Vorfeld für Irritationen bei der CDU-Spitze gesorgt hatte. „Wir wollen und wir werden gewinnen – und zwar gemeinsam“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Blume betonte: „Um jegliche Missverständnisse auszuräumen: Unser Kanzlerkandidat Armin Laschet wird herzlich empfangen werden und jeden Rückenwind bekommen. Denn klar ist: Wir wollen, dass Armin Laschet Kanzler wird.“ (mit Informationen der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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