US-Präsident fordert Unterstützung

„Wir brauchen sie nicht“: Trump redet sich wegen „sehr dummer“ NATO in Rage

US-Präsident Trump hat die NATO harsch kritisiert. Trump empfing den irischen Regierungschef Martin, als er wegen des Iran-Kriegs zu einer Schimpftirade über das Verteidigungsbündnis ansetzte. Auch auf die deutsche Regierung kam Trump zu sprechen.

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland und andere NATO-Staaten scharf für ihre Absage an eine militärische Absicherung der Straße von Hormus kritisiert. Die Haltung der Verbündeten sei „ziemlich schockierend“, sagte Trump im Weißen Haus und sprach von einem „sehr dummen Fehler“ der NATO. „Wir brauchen sie nicht. Aber sie hätten da sein sollen“, so Trump. Zuvor hatten die europäischen Partner die Bitte Washingtons zurückgewiesen, sich an einem von den USA geführten Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Meerenge zu beteiligen.

Donald Trump (r.) zeigte sich unzufrieden mit der NATO.

Trump hatte die Verbündeten am Sonntag aufgefordert, sich an der Sicherung der von Iran bedrohten Öltanker in der Straße von Hormus zu beteiligen. Ausbleibende Unterstützung wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft der Allianz, warnte er. Der Präsident bezeichnete die Auseinandersetzung als „Test“ für das Bündnis und brachte einen möglichen Rückzug der USA aus der NATO ins Gespräch, für den er nach eigenen Worten den Kongress nicht benötige. Tatsächlich sieht ein 2023 verabschiedetes Gesetz vor, dass ein Austritt der USA aus der NATO nur mit Zustimmung des Kongresses oder einer Zweidrittelmehrheit im Senat möglich wäre.

Trump setzt „Verbündete“ in Anführungszeichen

In sozialen Netzwerken verschärfte Trump seine Worte noch einmal. Auf seinem Onlinedienst Truth Social schrieb er, die USA seien von den meisten NATO-Partnern darüber informiert worden, dass sie sich nicht an dem US-Militäreinsatz gegen Iran beteiligen wollten, und setzte das Wort „Verbündete“ in Anführungszeichen. Zugleich erklärte er, Washington werde nun auf Hilfe der Partner bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus verzichten. „Wir brauchen die Hilfe von niemandem“, schrieb Trump und verwies auf die militärische Stärke der USA.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit All Eyes Video.

Die europäischen Regierungen begründen ihre Absage mit politischen und rechtlichen Vorbehalten. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte in Berlin, Deutschland beteilige sich nicht an diesem Krieg und schloss eine militärische Absicherung der Straße von Hormus aus. Ähnlich äußerte sich die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die erklärte, niemand wolle sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen. Auch Großbritannien, Frankreich, Italien und weitere NATO-Staaten signalisierten, dass sie sich an einer von den USA geforderten Mission in der Region nicht beteiligen wollen.

Rubriklistenbild: © The White House

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Historische Altstadt und enge Gassen: So schön ist die Salz- und Hansestadt Lüneburg

Historische Altstadt und enge Gassen: So schön ist die Salz- und Hansestadt Lüneburg

Das sind die Bilder vom Herbstmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Das sind die Bilder vom Herbstmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Drei Fünfer und wenig Lichtblicke: Die Noten der DFB-Stars gegen Griechenland

Drei Fünfer und wenig Lichtblicke: Die Noten der DFB-Stars gegen Griechenland

Fotostrecke: Matthias Ruhle gewinnt Bürgermeisterwahl in Wildeshausen

Fotostrecke: Matthias Ruhle gewinnt Bürgermeisterwahl in Wildeshausen

Kommentare