Wahl entschieden
Wort des Jahres 2021: „Wellenbrecher“ – so lässt Corona die Sprache mutieren
Die Corona-Pandemie dominiert die Wahl zum Wort des Jahres 2021. Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache entschied sich diesmal für einen positiven Begriff.
Wiesbaden – „Wellenbrecher“ ist das Wort des Jahres 2021. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag, 3. Dezember 2021, in Wiesbaden mitgeteilt. Das Wort stamme aus dem Küstenschutz und werde mittlerweile für Maßnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie angewendet werden, erklärte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels.
| Fachgesellschaft: | Gesellschaft für deutsche Sprache |
| Vorsitzender: | Peter Schlobinski |
| Gründung: | 1947 |
| Mitglieder: | rund 3000 |
| Sitz: | Wiesbaden |
Auf dem zweiten Platz landete „SolidAHRität“. Das Wort beziehe sich auf die Hilfsaktionen im Ahrtal nach der Flutkatastrophe. Insgesamt zehn Wörter umfasst die Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache. Sieben davon befassten sich mit der Pandemie, sagte Ewels.
Gesellschaft für deutsche Sprache: Die Wörter des Jahres 2021
- 1. Wellenbrecher
- 2. SolidAHRität
- 3. Pflexit
- 4. Impfpflicht
- 5. Ampelparteien
- 6. Lockdown-Kinder
- 7. Booster
- 8. freitesten
- 9. Triell
- 10. fünf nach zwölf
Mit der Aktion werden regelmäßig Begriffe gekürt, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland nach Ansicht der Jury sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben.
Mehr als 2000 Vorschläge gingen in diesem Jahr dazu bei der „Gesellschaft für deutsche Sprache“ ein. Im vergangenen Jahr wurde „Corona-Pandemie“ zum „Wort des Jahres“ gekürt. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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