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Alles Kleindienst, oder was? Vier Gladbach-Stars sind die Gewinner der Saison
In der Saison von Borussia Mönchengladbach gab es einige positive Lichtblicke. Tim Kleindienst ist nur einer von mehreren Gewinnern.
Mönchengladbach – Hinter Borussia Mönchengladbach liegt eine Achterbahnfahrt mit einem üblen Ende. Deshalb herrscht am Borussia-Park dieser Tage reger Gesprächsbedarf.
Die Gladbach-Saison 2024/25 hat mehrere Gewinner
Dennoch war in dieser Saison nicht alles schlecht. Zu erinnern sei daran, dass Gladbach erstmals nach März 2022 wieder zwei aufeinanderfolgende Bundesligaspiele gewonnen hat – und das dreimal: im Dezember gegen Holstein Kiel und 1899 Hoffenheim, zwischen Ende Januar und Anfang Februar gegen den VfL Bochum und VfB Stuttgart sowie im März gegen Werder Bremen und RB Leipzig.
Außerdem haben mehrere Spieler positiv auf sich aufmerksam machen können. Der dürftige Saisonendspurt wirft einen Schatten auf die Spielzeit, dennoch darf sich ein Quartett zu den Gewinnern der Saison zählen.
Tim Kleindienst war ein Volltreffer
An vorderster Stelle ist Tim Kleindienst zu erwähnen. Der sieben Millionen Euro teure Neuzugang vom 1. FC Heidenheim hat die Erwartungen übertroffen.
Vor seiner schweren Knieverletzung war Kleindienst nicht nur ein Kandidat für das Final-Four-Turnier der Nations League, sondern auch für die Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, Kanada und den USA. Knüpft er nach seiner Rückkehr an seine alte Form an, dürfte der WM-Traum weiterhin leben.
Das einzige Manko: Ab dem 23. Spieltag erzielte Kleindienst in zehn Bundesliga-Einsätzen nur zwei Tore. Eine Bilanz, die ihn persönlich nicht zufriedenstellt.
Lukas Ullrich feiert den Durchbruch
Der zweite Gewinner der Gladbach-Saison 2024/25 ist Lukas Ullrich. Der Linksverteidiger profitierte in der Hinrunde von einer Verletzung seines Konkurrenten Luca Netz, hat seine Chance aber eindrucksvoll genutzt.
Beim Startelfdebüt im DFB-Pokal-Duell mit Eintracht Frankfurt am 30. Oktober setzte Ullrich eine erste Duftmarke, als er den Platzverweis von Eintracht-Verteidiger Arthur Theate provozierte. In der Folgezeit überzeugte das Talent mit einem sicheren Auftreten im Spiel gegen den Ball und zunehmenden Nadelstichen nach vorne.
Die Saison 2024/25 war auch für Moritz Nicolas ein Erfolg, nachdem der Torhüter zu Beginn das Nachsehen hatte.
Obwohl Jonas Omlin über weite Teile der Vorsaison verletzt war, genoss der Schweizer das Vertrauen von Cheftrainer Gerardo Seoane. Eine erneute Verletzung im September gab jedoch den Ausschlag für die Wachablösung.
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Nicolas rückte wieder zwischen die Pfosten und wurde im November zur Nummer eins erklärt, weil er sein Spiel mit Ball verbessert hat und auf der Linie hohe Qualität aufweist. Mit einer Paradenquote von 73,4 Prozent verzeichnet er den zweithöchsten Wert nach Finn Dahmen (FC Augsburg, 77,38 Prozent).
Beide Werte sind mit Vorsicht zu genießen, da Nicolas und Dahmen jeweils bloß 19 Bundesligaspiele absolviert haben. Allerdings brachte es Omlin in zwölf Einsätzen nur auf eine Paradenquote von 63,89 Prozent. Manuel Neuer, zum Vergleich, parierte in 22 Spielen insgesamt 66,67 Prozent der Torschüsse auf sein Tor.
Der Vierte im Bunde ist Alassane Pléa, der sich im Konkurrenzkampf mit Sommerneuzugang Kevin Stöger klar durchgesetzt hat.
Da Pléa von Beginn an auf der Zehn gesetzt war, kam Stöger zunächst als linker Flügelspieler zum Einsatz. Mit der Rückkehr von Robin Hack war für den Österreicher zumeist nur ein Platz auf der Bank übrig.
Mit elf Bundesliga-Toren absolvierte Pléa seine beste Saison im Borussia-Trikot seit seinem Debütjahr 2018/19 (zwölf Tore). Außerdem beendete er zum vierten Mal eine Spielzeit mit mindestens zehn Treffern.