„Das ist möglich“
Christoph Kramer schließt Gladbach-Rückkehr nicht aus
Christoph Kramer hat Zweifel, ob er wieder in den Profi-Fußball einsteigen wird. Ein neuer Posten bei Borussia Mönchengladbach ist jedoch möglich.
Mönchengladbach – Über drei Monate ist es her, dass Borussia Mönchengladbach und Christoph Kramer die tränenreiche Trennung verkündet haben. Seither ist wenig um den Mittelfeldspieler geschehen.
Kehrt Christoph Kramer in den Profifußball zurück?
Kramer ist weiterhin als TV-Experte für das ZDF tätig und seit dieser Saison auch bei Amazon Prime Video in der Champions League unterwegs, fußballerisch ist der Weltmeister von 2014 aber nur auf dem Kleinfeld aktiv. Kramer nimmt mit der deutschen Nationalmannschaft an der Kleinfeld-WM teil und hofft auf den Titelgewinn.
Am Freitag treffen Kramer und die deutsche Auswahl im ersten Gruppenspiel auf Bulgarien. Im Vorfeld äußerte sich der Mittelfeldspieler gegenüber dem kicker skeptisch über eine Rückkehr ins Profigeschäft: „Es wird mit jedem Tag unwahrscheinlicher. Da mache ich mir nichts vor. Ich halte es eigentlich nicht mehr für realistisch, dass noch etwas kommt.“
Kramer nicht von Anfragen überzeugt
Zwar habe es „ein paar Anfragen“ gegeben, „aber ich war nirgendwo kurz davor zuzusagen“, sagte Kramer über die vergangenen Monate und betonte: „Was kommt, kommt. Was nicht, nicht. Ich setze mir keine Deadline und bin da komplett stressfrei. Aber mein Gefühl sagt mir natürlich: Mit jedem Tag, der verstreicht, wird es unrealistischer, dass ich noch mal als Fußball-Profi gegen den Ball trete. Und sollte es am Ende so kommen, wäre es auch nicht schlimm.“
Mit der Ungewissheit hat Kramer keine Probleme, schließlich spielt er im privaten Kreis weiterhin Fußball und verzichtet lediglich auf das Profidasein. Somit erscheint es realistischer, dass er in absehbarer Zeit in anderer Funktion in die Bundesliga zurückkehren wird - vielleicht sogar zur Borussia.
Kramer offen für Gladbach-Rückkehr
Sport-Geschäftsführer Roland Virkus äußerte Ende August gegenüber Sport1 seine Überzeugung, „dass Chris irgendwann zu uns zurückkommt“. Auch Kramer schließt eine Rückkehr nach Gladbach nicht aus. „Ja klar, das ist möglich. Im Moment habe ich das zwar nicht im Kopf, weil es zurzeit auch nicht realistisch ist, aber für die Zukunft kann ich mir das vorstellen. Gladbach ist mein Herzensverein“, so der 33-Jährige.
Anders als zunächst befürchtet, hinterließ die Trennung keine Narben. Kramer verließ Borussia nicht durch die Hintertür und wurde vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen verabschiedet. „Wir sind im Guten auseinandergegangen. Das zählt, das ist mir auch unglaublich wichtig nach elf Jahren im Verein. Diese gemeinsame Zeit war für beide Seiten eine krasse Erfolgsgeschichte, sie hätte auch keinen Abschied im Groll verdient gehabt“, blickt Kramer zurück und betont: „Wir haben uns gemeinsam für den Schritt entschieden. Und es war eine vernünftige Entscheidung, die richtige.“ Damit wurde der Grundstein für eine spätere Reunion gelegt.
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