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Florian Neuhaus stürzt nach der Mallorca-Affäre endgültig ab
Nach dem Mallorca-Video hat Florian Neuhaus wohl den letzten Kredit bei Borussia Mönchengladbach verloren. Dabei begann seine Karriere aussichtsreich.
Mönchengladbach – Die Akte Florian Neuhaus beinhaltet viel Stoff für Rätsel-Fans. Bei Borussia Mönchengladbach ist es schon lange ein Thema, warum die Entwicklung des Mittelfeldspielers diese krasse Wendung genommen hat.
Für Borussia-Fans ist die Akte Florian Neuhaus ein Rätsel
Zur Erinnerung: Nachdem Neuhaus 2017 von seinem Jugendverein 1860 München verpflichtet und umgehend an Fortuna Düsseldorf verliehen worden war, gelang dem damaligen Talent in Gladbach ein Raketenstart. Mit Beginn der Saison 2018/19 war Neuhaus unter Dieter Hecking gesetzt und beendete seine erste Bundesliga-Saison mit drei Toren sowie neun Vorlagen.
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Unter Marco Rose reifte Neuhaus zu einem unverzichtbaren Spieler heran, der in 82 von 91 Partien in den Saisons 2019/20 und 2020/21 auf dem Platz stand, dabei 22 Scorerpunkte sammelte (12 Tore, 10 Vorlagen) und auf dem Radar von Joachim Löw landete.
Gladbach feierte Neuhaus-Verlängerung im Sommer 2023
Der Kreativspieler Neuhaus war auf seinem fußballerischen Höhepunkt angekommen, dem Fohlen-Spiel verlieh er Ästhetik. Im Mittelfeldzentrum wuchs der gebürtige Landsberger zu einem Gesicht der Mannschaft heran, umso wichtiger war die im Trainingslager 2023 verkündete Vertragsverlängerung.
Gladbach hatte seit Sommer 2022 Matthias Ginter, Ramy Bensebaini und Marcus Thuram verloren, vor seiner Verlängerung war Neuhaus – genau wie Nico Elvedi – in sein letztes Vertragsjahr gegangen. Die Unterzeichnung des bis 2027 datierten Kontraktes in Rottach-Egern sollte ein Ausdruck der Stärke werden, entwickelte sich für Borussia aber zu einem Millionengrab.
Aufgrund seiner schon länger bekannten Defizite im Spiel gegen den Ball verlor Neuhaus den Konkurrenzkampf gegen Julian Weigl und dem damaligen Shootingstar Rocco Reitz. In der Saison 2023/24 verbuchte er 1229 Bundesliga-Minuten. Die geringe Spielpraxis wurde zu einem Dauerthema von Fans und Medien, das angesichts von 368 Minuten in 2024/25 kein Ende fand.
Neuhaus will in Gladbach bleiben und macht alles schlimmer
Neuhaus bekannte sich in der Öffentlichkeit regelmäßig zu Borussia, im Februar 2025 lehnte der VfL zudem eine unzureichende Anfrage von Besiktas Istanbul ab. Schon damals war klar, dass eine Trennung im Sommer das Beste für alle Parteien wäre, doch stattdessen kam es mit dem Mallorca-Video noch schlimmer.
Am Mittwoch ist Neuhaus für seine vereinsschädigenden Aussagen mit einer hohen Geldstrafe belegt worden, außerdem darf er vier Wochen lang nur mit der U23-Mannschaft trainieren. Den Großteil der Vorbereitung mit den Profis wird er somit verpassen. Aus Fan-Sicht wirkt die Strafe mild, weil Neuhaus eben noch immer in Gladbach unter Vertrag steht und ohnehin keine Perspektive unter Seoane hatte. Dem Klub waren auf juristischer Ebene aber offenbar die Hände gebunden.
Warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist, wird Borussia noch eine ganze Weile umtreiben. Fest steht nur, dass Neuhaus knapp fünf Jahre nach dem DFB-Debüt darauf hoffen muss, bald erst einmal regelmäßig Bundesliga zu spielen.