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Nach dem schwachen 1:1-Remis gegen den FC St. Pauli kassierten die Fohlen im wichtigen Heimspiel gegen den SC Freiburg eine 1:2-Niederlage.
Bei vorherigen Rückschlägen zeigte Gladbach am darauffolgenden Spieltag jeweils eine positive Reaktion, im Duell mit den Freiburgern bekamen die Zuschauer im Borussia-Park jedoch ein schwaches Gesicht zu sehen. Tim Kleindienst ging daraufhin am Mikrofon in den Angriffsmodus, übte deutliche Kritik am Verhalten der Truppe.
Der Druck vor dem Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund (Sonntag, 17.30 Uhr) hat zugenommen. Gladbach ist auf Platz sieben abgerutscht, muss somit auf Patzer der Konkurrenten Freiburg und Mainz 05 hoffen, um doch noch in den Europapokal einzuziehen.
Borussia Mönchengladbach verspielt wieder Führungen
Abstellen sollte die Elf von Gerardo Seoane eine Sache, die ihr an den beiden vergangenen Spieltagen Punkte gekostet hat – und die auch im Vorjahr ein großer Diskussionspunkt war. Sowohl auf St. Pauli als auch gegen Freiburg verspielte Gladbach eine 1:0-Führung, nahm nur einen von sechs möglichen Punkten mit nach Hause.
Erinnerungen werden wach an die vergangene Spielzeit, in der Borussia nach Führungen nur 29 von 60 möglichen Zählern sammelte. In der laufenden Saison wandelte sich das Bild ins andere Extrem. Bis zum 1:1-Remis gegen Eintracht Frankfurt am 8. Februar gab Gladbach nie einen Vorsprung aus der Hand, brachte den Sieg stets über die Ziellinie. Insgesamt liest sich die Bilanz weiterhin positiv, stehen doch 41 von 48 möglichen Punkten zu Buche.
Verwunderlich war es aber keinesfalls, dass zweimal Punkte aus der Hand gegeben wurden. Gegen die Kiezkicker sah sich Gladbach einem 90-minütigen Dauerfeuer ausgesetzt, das Verhältnis von 5:26 Torschüssen und 0,57 zu 1,94 xGoals spricht Bände. Das 1:0 durch Ko Itakura resultierte aus einem Eckball, davor und danach erspielten sich die Fohlen kaum Gelegenheiten.
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Gegen Freiburg waren es dann 10:19 Torschüsse und 0,71 zu 1,72 xGoals aus Sicht der Borussia, die nach einem Eigentor von Christian Günter kurzzeitig jubeln durfte.
Zieht der BVB Gladbach den Stecker?
Nun dürfte davon gesprochen werden, dass der Mannschaft solche Spiele zugestanden werden müssen, weil sie noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist. Dass solche Ausfälle in der Crunchtime vorkommen, in der die Spieler eigentlich den Hunger und Willen ausgestrahlt haben, das Maximum zu erreichen, ist dennoch ein legitimer Kritikpunkt.
Sollten Freiburg und Mainz am Samstag vorlegen, Werder Bremen sowie der VfB Stuttgart den Druck von hinten erhöhen und Gladbach dann noch in Dortmund verlieren, könnte das bevorstehende Wochenende jenes werden, an welchem den Fohlen der Stecker gezogen wird.
So groß die Chance auf Europa auch ist, so zeigt sich, dass Fehler in dieser engen Tabellenkonstellation kaum verziehen werden. Insofern steht Gladbach vor einem richtungsweisenden Spieltag, der Aufschluss über die Stimmung bis zum 34. Spieltag geben kann.