Dank Frankreich-Debüt
Gladbach hat wohl schon erste Nachzahlung für Koné kassiert
Kurz vor Transferschluss hat Borussia Mönchengladbach Manu Koné nach Rom abgegeben. Die Fohlen haben wohl bereits erste Boni einkassiert.
Mönchengladbach – Bei Transfers vereinbaren die beiden beteiligten Klubs in vielen Fällen Stillschweigen über die Details. Borussia Mönchengladbach und die AS Rom haben es im Sommer beim Wechsel von Manu Koné auf die Spitze getrieben, es herrschte in der öffentlichen Darstellung nicht mal Einigkeit darüber, ob der Mittelfeldmann von den Fohlen in die Ewige Stadt verkauft oder zunächst ausgeliehen wurde.
Klar scheint, dass Koné so oder so dauerhaft bei der Roma landet und dabei Borussia rund 20 Millionen Euro Basisablöse einbringt. Hinzu kommen branchenübliche Bonuszahlungen, die den Zahltag für Gladbach offenbar deutlich erhöhen können. Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist der erste Nachschlag sogar schon fällig geworden.
Didier Deschamps verhilft Borussia zu 500 000 Euro Bonus
Durch das Debüt von Koné in der französischen A-Nationalmannschaft soll sich die Ablöse um 500 000 Euro erhöht haben. Der 23-Jährige war von Nationaltrainer Didier Deschamps nebst dem neuen Bayern-Star Michael Olise nach starken Leistungen bei den Olympischen Spielen befördert worden und kam bei den Partien gegen Italien und Belgien zum Einsatz – gegen die Roten Teufel sogar über 90 Minuten.
Weitere 500 000 Euro soll Gladbach erhalten, wenn Koné in der Saison auf wenigstens 25 Pflichtspiele kommt, so das Boulevardblatt. Angesichts des dichten Spielplans der Giallorossi, die in der Europa League unter anderem auf Eintracht Frankfurt treffen, scheint diese Marke mehr als realistisch – auch wenn es zuletzt zum Trainerwechsel von Daniele De Rossi zu Ivan Jurić kam und die Karten für Koné und Weltmeister Mats Hummels neu gemischt werden.
Gladbach verdient bei Erfolgen der Roma mit
In Gladbach dürften sie dem neuen Trainer der Roma alles Glück wünschen, da gesteigertes Interesse an seinem Erfolg besteht: Wenn Jurić das Team in die Europa League führt, sollen erneut 500 000 Euro fällig werden, bei Qualifikation zur Champions League sogar 1 Million Euro. Titel in der Coppa Italia (500 000 Euro), Serie A (1 Million Euro) oder Europa League (1,5 Millionen Euro) würden Borussia ebenfalls anteilig zugutekommen.
In der Transfermitteilung von Gladbach zu Koné hatte der Klub von „einem der finanziell lukrativsten Transfers der bisherigen Vereinsgeschichte“ gesprochen. „Auch wenn man solche Qualität natürlich nur ungern verliert, steht dieser Transfer sinnbildlich für unseren Weg“, ließ sich Sportchef Roland Virkus zitieren. Die konkreten Details wollte er gegenüber dem Boulevardblatt nicht kommentieren. Laut Medienberichten wird Gladbach mit den Koné-Einnahmen sparsam umgehen.
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