Große Auffälligkeit
Gladbach macht's mit Köpfchen und bestätigt die neue Stärke
Borussia Mönchengladbach hat in der letzten Spielzeit in einer Disziplin brilliert, die auch 2024/25 zu den Vorzügen der Fohlen-Elf zählt.
Mönchengladbach – Das Toreschießen ist im Profi-Fußball das A und O. Stürmer werden in der Regel an Toren und Vorlagen gemessen, selbiges gilt für Flügelspieler und Zehner. Das Gute aus Sicht der Spieler: Man kann - die Hand ausgenommen - auf alle erdenklichen Weisen treffen.
Gladbach untermauert eine Stärke
Borussia Mönchengladbach überzeugte beispielsweise in der tristen Saison 2023/24 mit großer Kopfballstärke. Die Fohlen-Elf rangierte mit 40 Kopfbällen aufs Tor und 14 Kopfballtoren in beiden Disziplinen auf Platz zwei hinter dem FC Bayern, weil alleine Franck Honorat inklusive Eckbällen 86 erfolgreiche Flanken in den Strafraum lieferte.
Sommerneuzugang Tim Kleindienst war vergangene Saison beim 1. FC Heidenheim selten mit dem Kopf erfolgreich, dennoch ging mit seiner Verpflichtung die Hoffnung einher, diese Stärke zu manifestieren. Nach zehn Bundesliga-Spieltagen ist festzuhalten, dass Gladbach zum Toreschießen gerne den Kopf nickt.
Borussia erzielt jedes dritte Tor per Kopf
Zur Länderspielpause hat Borussia 15 Tore auf dem Konto, fünf davon wurden per Kopf erzielt. Demzufolge ist jedes dritte Tor ein Kopfballtreffer, nur der FSV Mainz 05 ist mit sechs Kopfballtoren erfolgreicher.
Die hohe Ausbeute ist kein Zufall und doch bemerkenswert. Bei 60 Torschüssen, die Borussia aufs Tor abgefeuert hat (Platz 3 im Liga-Vergleich) handelte es sich in 16 Fällen um Kopfbälle aufs Tor. In dieser Kategorie führt Gladbach das Ranking an, nur Mainz ist mit 14 Kopfbällen aufs Tor in einer ähnlichen Region.
Honorat und Stöger erledigen die Fleißarbeit
Zwar verzichtet die Mannschaft von Gerardo Seoane im Vergleich zur vergangenen Saison auf lange Bälle im Spielaufbau, dafür ist der Ballvortrag im letzten Drittel häufig auf Flanken ausgerichtet. Kleindienst verfügt mit einer Körperlänge von 1,94 Metern über Gardemaß, Stellvertreter Tomáš Čvančara (1,90 Meter Körperlänge) wurde von Robin Hack zur „Tschechen-Latte“ getauft.
Honorat schlägt auch in diesem Jahr Flanke um Flanke, brachte trotz seiner Wadenverletzung bereits 13 Hereingaben - inklusive Eckbällen - in den Strafraum und liegt im Vergleich aller Mittelfeldspieler auf Platz sieben. Noch fleißiger war bis dato Kevin Stöger mit 19 erfolgreichen Flanken und Eckbällen, der Österreicher belegt Platz zwei hinter Pascal Groß (Borussia Dortmund, 25).
Kleindienst an der Spitze
Wie zu erwarten, profitiert Kleindienst von der Fleißarbeit seiner Nebenmänner. Der Torjäger hat drei seiner sechs Bundesligatore per Kopf erzielt und ist mit Jonathan Burkardt (Mainz) in dieser Kategorie der torgefährlichste Stürmer. Neben Čvančara hat auch Alassane Pléa ein Kopfballtor vorzuweisen.
Perspektivisch steht das nächste Kopfballungeheuer auch schon bereit. Der 20-jährige Stürmer Shio Fukuda überzeugt trotz seiner Körperlänge von 1,78 Metern regelmäßig mit großer Sprungkraft. Kurzfristig wird Fukuda im Profi-Kader keine Rolle spielen, dennoch hat er alle Chancen, früher oder später auf sich aufmerksam zu machen - und die Kopfballquote von Borussia auszubauen.
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