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Hainer betont: „Für den FC Bayern wird es schwerer“
Am Mittwoch startet der FC Bayern gegen Club-Weltmeister Chelsea in die neue Champions-League-Saison. Präsident Herbert Hainer warnt vor dem „Pfund“ aus London.
Fröttmaning – Die Allianz Arena ist dieser Tage so etwas wie das zweite zu Hause für Herbert Hainer: Freitag-Nachmittag wurde auf der Esplanade die Franz-Beckenbauer-Statue enthüllt, Samstagabend freute sich der Präsident des FC Bayern über das 5:0 (4:0) gegen den Hamburger SV, Sonntag-Morgen stand er schon wieder für einen Mitglieder-Austausch mit der Ü65-Fangeneration in Fröttmaning parat – und am Mittwoch (21 Uhr, DAZN) steigt im bayerischen Fußballtempel das erste Königsklassen-Spiel der neuen Saison für den deutschen Rekordmeister. Gegner: Niemand geringeres als der frisch gebackene Club-Weltmeister FC Chelsea.
Zum zweiten Mal wird die Königklasse im neuen Format bespielt, sehr zur Freude von Hainer, dem die Spannung gefällt: „Ich freue mich riesig, auch weil das neue Format sehr spannend ist. Erinnern Sie sich mal an den letzten Spieltag der Gruppenphase, wie es in der Tabelle rauf und runter ging. Durch diese Reform sieht man schon in der Liga-Phase mehr Duelle unter Europas Spitzenteams als vorher. In der Vor-Saison mussten wir beispielsweise schon früh gegen den späteren Champions-League-Sieger aus Paris ran – wir waren die einzige Mannschaft, die PSG damals im Wettbewerb schlagen konnte.“
Hainer: „Wir können bis zu 100 Millionen Euro verdienen“
Gegen Chelsea kommt es gleich zum Aufeinandertreffen zwischen einem finanziell vernünftig wirtschaftenden Bundesliga-Verein und einem neureichen England-Club. „Die finanzielle Übermacht der Premier League ist nun einmal Fakt – und daraus ergibt sich, dass es für den FC Bayern schwerer wird“, beschreibt das Vereinsoberhaupt die Rolle der Münchner im internationalen Wettbewerb: „Aber wir haben eine sehr gute Mannschaft, das hat man jetzt auch in den drei bisherigen Bundesligaspielen gesehen, und man darf nicht vergessen, dass in den kommenden Monaten mit Jamal Musiala, Alphonso Davies und Hiroki Ito zusätzlich auch noch die drei Verletzten in den Kader zurückkommen.“
Wenn alle Rädchen greifen, sei dem Team laut Hainer viel zuzutrauen: „Die Offensive, die wir haben – die muss man in Europa erstmal suchen: Harry Kane, Michael Olise, Luis Diaz, dazu Serge Gnabry und nach seiner Rückkehr eben auch Jamal – wenn die mal anfangen zu wirbeln... Aber: Um die Champions League zu gewinnen, braucht man am Ende des Tages auch das vielzitierte Quäntchen Glück.“ Der Fokus sei laut Hainer klar die Meisterschaft, dazu wolle man wieder ins Pokal-Finale nach Berlin.
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Mehr Einnahmen sind freilich in der Königsklasse zu generieren, doch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender hat Hainer die Prämien nur bis zu seinem gewissen Grad im Hinterkopf: „Das ist nicht bei den einzelnen Spielen der Fall. Nur: Wir haben natürlich eine gewisse Planung – und es ist ja hinlänglich bekannt, dass man in der Champions League bis zu 100 Millionen Euro verdienen kann. Und das ist in unserer Finanzplanung natürlich bis zu einem gewissen Maße berücksichtigt. Darum gehen wir immer davon aus, dass wir die Vorrunde überstehen und in die K.o.-Phase einziehen. Wenn am Mittwoch um 21 Uhr Anpfiff ist, denke ich aber nicht mehr an Zahlen – sondern nur ans Gewinnen.“
Apropos gewinnen: Am 2. November steigt die Jahreshauptversammlung des FC Bayern, wo sich Hainer zur Wiederwahl als Präsident stellt. „Wenn man für ein Amt kandidiert, hofft man natürlich, gewählt zu werden. Das ist überhaupt keine Frage“, stellt der Präsident klar – und gibt einen kleinen Einblick, was die Mitglieder an diesem Tag erwartet: „Die JHV wird diesmal unter das Jubiläums-Motto 125 Jahre FC Bayern gestellt werden und den Mitgliedern einiges bieten; unter anderem eine themenbezogene Ausstellung mit Fotomöglichkeiten wie im Vorjahr mit dem Schwerpunkt Franz Beckenbauer sowie einen Blick hinter die Kulissen der Spielstätte unserer Basketballer.“
FC Bayern: Der Präsident freut sich auf die JHV
Zudem ist der Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate laut Hainer aus einem ganz besonderen Grund erfreulich: „Wir sind zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins in allen drei Profi-Sportarten Deutscher Meister geworden, im Männer- wie Frauenfußball sowie im Basketball. Darüber hinaus stehen wir wirtschaftlich weiterhin gut da.“ Daher hoffe Hainer, dass viele Mitglieder anreisen: „Das ist für mich wie ein großes Zusammenkommen der Bayern-Familie – darauf freue ich mich immer wieder. Wir haben 410.000 Mitglieder, und diese Leidenschaft für den FC Bayern ist ein Antrieb, dass der Verein immer eine Heimat für alle bleiben muss. Dafür stehe ich mit meinen Präsidiums-Kollegen.“