Neue Entwicklungen
Stehen zwei Gladbach-Verteidiger im Sommer vor dem Abschied?
Bei Borussia Mönchengladbach sind diverse Veränderungen in der Abwehr vorauszusehen. Verlassen zwei Defensivspieler im Sommer den Verein?
Mönchengladbach – Schon jetzt steht fest, dass Borussia Mönchengladbach voraussichtlich vor einem intensiven Transfersommer 2025 steht. Der Winter hingegen gilt als Ruhe vor dem Sturm.
Bahnt sich in der Abwehr ein Umbruch an?
Während mit Kevin Diks der erste Spieler zur kommenden Saison verpflichtet worden ist, mehren sich Gerüchte über Spielerabgänge. Das Magazin Sport Bild berichtete von bis zu sechs Akteuren, die Gladbach nach Saisonende verlassen könnten, darunter Ko Itakura oder Nico Elvedi, Torhüter Jonas Omlin und Mittelfeldspieler Florian Neuhaus.
Ein weiterer Akteur, der innerhalb des Berichts erwähnt worden ist, ist Luca Netz. Der Linksverteidiger hat einen bis 2026 gültigen Vertrag und steckt mitten im Konkurrenzkampf mit Lukas Ullrich. Letztgenannter hat sich seit Oktober positiv entwickelt, seinen Stammplatz hat Netz nicht mehr gewiss. Diese Entwicklung lässt angesichts der Vertragskonstellation darauf schließen, dass eine Fortsetzung seiner Karriere am Niederrhein als nicht gesichert gilt.
In diesem Zusammenhang vermeldete Sky Sport am Freitagabend, Gladbach wolle den Vertrag mit Netz verlängern – noch mache der 21-Jährige da aber nicht mit. Erst mit Blick auf den Sommer werde die gemeinsame Zukunft ein Thema, wobei die Tendenz auf einen Abgang hindeute. Bis zum Ende der laufenden Saison können sich die Vorstellungen beider Parteien selbstverständlich ändern, ohne Bereitschaft für einen neuen Vertrag wirkt eine Trennung jedoch wahrscheinlicher. Wenn Borussia eines verhindern will, dann ablösefreie Abgänge.
Lainer will sofort gehen – darf wohl aber erst im Sommer
Darüber hinaus könnte Stefan Lainer nach insgesamt sechs Jahren seine Koffer packen. Der Rechtsverteidiger wechselte 2019 auf Wunsch des damaligen Cheftrainers Marco Rose von RB Salzburg nach Gladbach. Mittlerweile sind die Tempodefizite des Österreichers zu groß, um trotz aller Leidenschaft und Intensität auf dem Platz eine tragende Rolle zu spielen.
Lainer sagte gegenüber den Salzburger Nachrichten, er sei mit seiner Rolle unzufrieden und ziehe einen Abschied in Erwägung. „Ich will wieder spielen und nicht ein weiteres halbes Jahr auf der Bank sitzen“, machte der 32-Jährige deutlich. Laut Sky Sport sollen Ex-Klub Salzburg und Sturm Graz interessiert sein, aus Spielersicht gibt es aber ein Problem: Ohne Ersatz wird es keine Wechselfreigabe geben.
„Wir können eine Position nicht blankziehen, das ist doch klar. Wenn jemand geht, dann muss man schauen, dass man das möglichst gleichwertig, wenn nicht sogar besser, ersetzt“, zitiert die Bild-Zeitung Sport-Geschäftsführer Roland Virkus, der seinen Vertrag am Freitag verlängert hat.
Virkus: „Es wird Spiele geben, wo wir vielleicht sein Profil brauchen“
Vielmehr betonte Virkus, Lainer werde in der Rückrunde wichtig für Borussia: „Es wird Spiele geben, da werden wir uns Stevie auf jeden Fall brauchen. Es wird Spiele geben, wo wir vielleicht sein Profil brauchen. Gegen Leverkusen zum Beispiel passte Stevie überragend. Und er hat ein gutes Spiel gemacht. Gegen Bochum, wo wir aktiver sein mussten, passte vielleicht das Profil von Joe Scally besser.“
Demzufolge wirkt ein Abschied im Sommer wahrscheinlicher. Sollten dann auch ein Innenverteidiger und Netz Borussia verlassen, stände ein Umbruch in der Abwehr bevor. Dieser hat sich schon länger angebahnt und wirkt unausweichlich.
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