Wechsel in die 2. Liga?
Traditionsklub reagiert auf Gerüchte um Weltmeister Kramer
Christoph Kramer bleibt nach Auflösung seines Vertrags in Gladbach zu haben. Der 1.FC Kaiserslautern gilt als Option, reagiert aber reserviert.
Kaiserslautern/Mönchengladbach – Auch rund drei Wochen nach Transferschluss in Deutschland sind noch einige prominente Fußballprofis auf dem Markt. Vereinslose Spieler können bis zum Ende der Winterwechselperiode unter Vertrag genommen werden. Der wohl namhafteste Fall betrifft Christoph Kramer, der immerhin 2014 Teil der Weltmeistermannschaft des DFB war.
Der Mittelfeldspieler löste kurz vor Saisonbeginn seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach auf, seither befindet er sich auf der Suche nach Möglichkeiten – jedenfalls dann, wenn Kramer nicht als TV-Experte und Buchautor beschäftigt ist. Gerüchte drehen sich dabei vor allem um diverse Traditionsklubs, darunter wurde zuletzt der 1.FC Kaiserslautern als Option genannt. Die Roten Teufel nehmen der Sache nun aber viel Wind aus den Segeln.
FCK-Boss Hengen: „Verständlich, dass solche Gerüchte aufkommen, aber ...“
„Es steht mir nicht zu, Spieler zu bewerten, die nicht Teil unseres FCK sind. Es ist verständlich, dass solche Gerüchte rund um einen Traditionsverein wie unseren aufkommen, aber es ist auch ein Stück weit weg von der Realität“, sagt Geschäftsführer Thomas Hengen gegenüber der Bild-Zeitung zu Kramer. Der Ex-Profi verweist auf den „riesigen Unterschied zwischen der Ersten Liga und Vereinen wie uns“.
Kramer hatte unlängst betont, nicht „richtig optimistisch“ zu sein, dass seine Karriere noch weitergehen wird. Der 33-Jährige betonte aber auch, dass er weiterhin „Riesenbock auf Fußball“ habe. „Wenn etwas Interessantes kommt, höre ich mir alles an“, schloss Kramer auch Engagements in der 2. Bundesliga nicht kategorisch aus. Dort wurde zuletzt des Öfteren der FC Schalke 04 genannt, der 1.FC Magdeburg, und eben Kaiserslautern.
Für Kramer gibt es in Kaiserslautern offenbar keinen Platz
Allerdings sieht Hengen wohl keinen großen Bedarf. „Wir haben bei der Kaderplanung mit allen Leuten zusammengesessen, haben analysiert, wie es ist, mit einem oder zwei Sechsern zu spielen. Möglichkeiten sind genügend da“, äußerte der Sportchef. Für Kramer scheint in der Pfalz kein Platz frei zu sein. Ob der Ex-Nationalspieler ihn angenommen hätte, sei dahingestellt.
„Ich hatte total Angst vor diesem Loch, in das ich glücklicherweise nicht gefallen bin. Ich glaube, ich habe es noch nicht richtig realisiert. Es fühlt sich noch so an, als hätte ich einen kleinen Muskelfaserriss und wäre nach der Länderspielpause wieder dabei“, hatte Kramer zuletzt Einblick in sein Seelenleben gegeben. Nach derzeitigem Stand scheint ein Karriereende immer wahrscheinlicher.
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