Wird als Kandidat gehandelt
Zetterer bald bei der Nationalelf? Beachtenswerte Reaktion des Werder-Torhüters
Michael Zetterer wird als möglicher künftiger Nationalspieler gesehen. Wie beurteilt der Torhüter von Werder Bremen seine Chancen?
Bremen – Der Rücktritt von Manuel Neuer und die Verletzung von Marc-André ter Stegen haben für eine völlig neue Situation im Tor der deutschen Nationalmannschaft gesorgt.
Welche Überraschung zaubert Nagelsmann aus dem Hut?
Im Oktober hüteten Oliver Baumann und Alexander Nübel das Tor der DFB-Elf, während Bernd Leno mit seiner Absage für Wirbel sorgte und von Janis Blaswich ersetzt wurde. Dessen Nominierung überraschte, weil beispielsweise Stefan Ortega von Manchester City auf der Insel blieb.
Zuvor galt Michael Zetterer von Werder Bremen als potenzieller Überraschungskandidat. Der 29-Jährige eroberte im Laufe der vergangenen Saison den Stammplatz an der Weser und war im Sommer überraschend mit Ortega-Klub City in Verbindung gebracht worden. Ein steiler Aufstieg, dem das i-Tüpfelchen in der Nationalmannschaft folgen könnte.
Bald Nationalspieler? So denkt Werder-Keeper Zetterer
Wenn er auf eine mögliche Einladung zur Nationalelf angesprochen wird, strahlt Zetterer jedoch eine bemerkenswerte Gelassenheit aus. „Ob ich da infrage komme oder nicht, das sollen andere beurteilen“, zitiert der kicker den Werder-Torhüter nach dem 2:2-Remis gegen Bayer Leverkusen. „Damit beschäftige ich mich jetzt nicht oder hadere, dass ich nicht dabei war.“
Statt sich mit der Nationalmannschaft zu befassen, besinne er sich häufig darauf, „dass ich das genieße, dass ich es wirklich bewusst erlebe - solche Momente, solche Abende“, sagte Zetterer. Der gebürtige Münchner steht seit 2015 in Bremen unter Vertrag, war 2019 für ein halbes Jahr an Austria Klagenfurt verliehen worden und wechselte anschließend für zwei Jahre zu PEC Zwolle.
Erst in der Zweitliga-Saison 2021/22 erhielt Zetterer vom damaligen Cheftrainer Markus Anfang die Chance, weil Jiří Pavlenka verletzt ausgefallen war. Nach elf Einsätzen erfolgte die Rückkehr auf die Bank, bis sich Pavlenka im Oktober 2023 erneut verletzte und nicht rehabilitierte.
Stammplatz für Zetterer „etwas total Besonderes“
„Es ist einfach etwas total Besonderes und nichts Normales, bei so einem Verein die Nummer 1 zu sein“, sagt Zetterer über seinen Aufstieg, der vor einem Jahr begonnen hat. „Aber ich glaube, dass es einfach für mich spricht, dass ich drangeblieben bin. Dass es auch für das Trainerteam spricht, dass sie einen guten Job gemacht haben - sonst wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin.“
Und da, wo Zetterer jetzt ist, gibt es sogar Grund genug, sich über die verpasste Siegchance gegen Leverkusen zu ärgern. „Bei dem Spielverlauf müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein - auch wenn sich das irgendwie komisch anhört, wenn der Deutsche Meister zu Gast ist“, so der Schlussmann. Doch das ist seine neue Normalität.
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