Neuer Alltag in Brackley

Mick Schumacher berichtet über „Schock“ bei seinem neuen Formel-1-Rennstall Mercedes

Mick Schumacher ist nach seinem Aus bei Haas inzwischen als Ersatzfahrer für Mercedes aktiv. Dort erhält er bei den Formel-1-Rennen überraschende Einblicke.

Stuttgart – Mick Schumacher hatte es in seinen ersten beiden Saisons als Stammfahrer in der Formel 1 nicht leicht. Immer wieder wurde der Vergleich zu Vater Michael herangezogen, der in seiner aktiven Zeit sämtliche Rekorde gebrochen hatte. Für den 23-Jährigen endete seine beiden Debüt-Saison bei Haas in einer bis zuletzt andauernden Schlammschlacht mit Günther Steiner.

Name:Mick Schumacher
Geburtsdatum:22. März 1999 in Vufflens-le-Château, Schweiz
WM-Punkte:12
Aktuelle Teams:Mercedes, McLaren Racing (Test- und Ersatzfahrer)

Nach Hängepartie bei Haas: Mick Schumacher wechselt als Ersatzfahrer zu Mercedes

Der Teamchef des amerikanischen Rennstalls stichelte immer wieder gegen Mick Schumacher. Micks Onkel Ralf Schumacher machte sich daraufhin bereits über Haas lustig. Nach Rang 16 und zwölf WM-Punkten in der Saison 2022, war bei Haas nach einer wochenlangen Hängepartie Schluss. Inzwischen fährt Schumacher als Test- und Ersatzfahrer für Lewis Hamilton und George Russell bei Mercedes. Sein Nachfolger bei Haas wurde Nico Hülkenberg.

Alle deutschen Formel-1-Fahrer seit 1980

Manfred Winkelhock in einem Formel 1-Wagen
Stefan Bellof, 1984-1985, 20 Starts, 4 WM-Punkte.  
Verstarb 1985 nach einem Unfall.
Christian Danner, 1985-1989, 36 Starts, 4 WM-Punkte.
Bernd Schneider, 1988-1990, 9 Starts.
Alle deutschen Formel-1-Fahrer seit 1980

Bei Mercedes fühlt sich der 23-Jährige schon nach wenigen Monaten wohl. In einem Tagebuch auf der Webseite des Rennstalls berichtet Schumacher über seine ersten Erfahrungen mit dem Team.

„Ich habe mich großartig eingelebt“, berichtet er darin. Die teameigene Einrichtung in Brackley (England) habe ihn schwer beeindruckt, so Schumacher. Bereits 2014 hatte er die Gelegenheit, sich in den Simulator der Anlage „einzuschleichen“. „Alles ist jetzt viel größer, als es damals war. Es ist eine hochmoderne Anlage, sehr beeindruckend, wie die Dinge strukturiert sind und wie sorgfältig auf jedes Detail geachtet wird.“

Mick Schumacher ist seit diesem Jahr Ersatzfahrer bei Mercedes und McLaren.

„Ich war richtig schockiert“: Mick Schumacher berichtet über neuen Alltag bei Mercedes

Es sei faszinierend, mit Lewis Hamilton und George Russell zu arbeiten. Und auch neue Einblicke hat Schumi Junior bei Mercedes bereits bekommen. Die Arbeit unter den Ingenieuren bekomme man als Fahrer nicht so mit, sagt er. „Ich war richtig schockiert bei der Saisoneröffnung in Bahrain, ich hatte nicht so viel Austausch erwartet. Du weißt nicht, was du verpasst, bis du wirklich ein Teil davon bist.“

Abschließend dankte Schumacher noch seinen Fans. Doch bei aller Freude über die lehrreiche Zeit: Mick Schumacher wird es wohl trotzdem kaum erwarten können, bis er endlich wieder in einem Formel-1-Rennen an den Start gehen kann. (vfi)

Rubriklistenbild: © Hoch Zwei/Imago

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