Costa Concordia 2.0

Explosion im Flugzeug – Pilot haut ab und lässt Passagiere alleine zurück

Explosion bei Vueling Airlines. Die Besatzung samt Pilot verlässt die Maschine und lässt die Gäste zurück. Nun berichten Passagiere von dem Vorfall.

Barcelona – Vor einem Flug der Vueling Airlines von Barcelona nach Birmingham ist es auf der Landebahn im Flugzeug zu einer Explosion gekommen. Zwar seien bei dem Vorfall in der bemannten Maschine keine Personen zu Schaden gekommen, trotzdem sprechen Passagiere nun von einem „zweiten Costa Concordia“. Denn als es einen „mächtigen Knall“ am Heck des Flugzeuges gab, und extrem viel Rauch ausgetreten sei, beobachteten die Passagiere, wie Pilot und Besatzung das Flugzeug fluchtartig noch vor den Gästen verließen, wie „The Sun“ berichtet.

Fluggesellschaft:Vueling Airlines
Gründung:Februar 2004, Barcelona, Spanien
Hauptsitz:El Prat de Llobregat, Spanien
Tochtergesellschaft:Level Europe

„Völlig schockierend“: Flugzeugbesatzung samt Pilot flüchtet vor Gästen aus Flugzeug

Und das, obwohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fluggesellschaft in der wohl sichersten Position des Flugzeugs gewesen sein dürften. Immerhin ereignete sich der Vorfall im Rücken der Passagiere. Der Pilot schien für den Notfall durchaus genügend Sicherheitsabstand gehabt zu haben, um den Fluggästen Einweisungen in die Notfallsituation geben zu können, tat es jedoch nicht, berichten Fluggäste.

Ein Passagier von Vueling Airlines berichtet, dass der Pilot eines nach einer Explosion alle an Bord zurückgelassen hat.

„Es war erschreckend“: Besatzung flüchtet nach Explosion im Flugzeug, statt Fluggästen zu helfen

Der 50-jährige Brite Andrew Benion berichtet gegenüber „The Sun“: „Es war völlig schockierend“. Er beschreibt den Vorfall: „Plötzlich gab es diesen gewaltigen Knall und den Geruch von brennendem Rauch, der von der Rückseite des Flugzeugs kam. Alle Lichter gingen aus und die Notbeleuchtung ging an – es war erschreckend“. Ein Horrorszenario erlebten auch Passagiere auf einem Langstrecken-Flug von New York nach Rom, als der Pilot während des Fluges einschlafen war.

Pilot flüchtet als erster aus Flugzeug: „Zack - er war einfach weg“

Zunächst hätten die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter den Gästen noch erklärt, sie müssten sich abschnallen. Dann jedoch sollten sich die Passagiere wieder anschnallen, so Benion. Anschließend habe der Kapitän von dem Vorfall erfahren. Als ihm ein Kollege die Nachricht ins Cockpit überbrachte, hätten die Passagiere mit ansehen müssen, wie der Pilot aus seiner Tür gestürmt sei und als erster auf das Rollfeld flüchtete – Teile der Besatzung hinter ihm.

Fluggast berichtet: „Wären nicht alle so verängstigt gewesen, wäre es eine komplette Komödie gewesen“.

„Seine Tür öffnete sich, dann öffnete sich die Seitentür und zack – er war einfach weg“, erklärt Benion: „So etwas hast du noch nie gesehen. Wenn wir nicht alle so verängstigt gewesen wären, wäre es eine komplette Komödie gewesen“. Auch der Fluggast aus Telford berichtet von der Situation: „Wir waren alle extrem in Panik“. Dennoch hätten die Gäste das Flugzeug nach der Besatzung eigenständig verlassen.

Nach Explosion im Flugzeug: Passagiere in Empfangsbereich geschlossen und von Polizei umzingelt

„Sie brachten uns in einen gläsernen Empfangsbereich und alle Türen wurden verschlossen – dann wurden wir von der Polizei umzingelt“, so der Fluggast und ergänzt: „Sie taten so, als ob es einen Terroranschlag gegeben hätte“. Von dort hätten die Passagiere sehen können, wie die Rückseite des Flugzeuges gelöscht wurde: „Aber alle Mitarbeiter weigerten sich, mit uns zu sprechen“.

Der Fluggast beschreibt: „Sie ließen uns für eine Stunde dort, brachten uns dann zu einem anderen Flugzeug und ließen uns weitere 90 Minuten dort, während es betankt wurde“. Dann sei immerhin ein anderer Pilot vor die Fahrgäste getreten und habe sich bei den Passagieren entschuldigt. Ins Detail wollte dieser jedoch ebenfalls nicht gehen. „Er sagte nur: ‚Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten – wir werden Sie so schnell wie möglich nach Birmingham zurückbringen‘“. In Islamabad wollte zuletzt ein Pilot nach einer Notlandung nicht weiterfliegen, weil er Feierabend hatte.

Passagier bekommen Flugersatz: „Natürlich wollte niemand in diesem Flugzeug sein – wir hatten alle Angst“

Dann ging es zurück in den Flieger. Der Fluggast beschreibt: „Wir sind schließlich abgeflogen, aber offensichtlich war die Atmosphäre im Flugzeug erschreckend schlecht – keine Erfrischungen, Getränke oder ähnliches und natürlich wollte niemand in diesem Flugzeug sein – wir hatten alle Angst“. Ein etwas schöneres Erlebnis machten Fluggäste in Madrid, als ein Pilot den Flieger aufgrund der Geburt seines Kindes stehen ließ.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Emmanuele Contini

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