CO2-Bilanz von E-Mobilität
„Gravierender Rechenfehler“: Studie widerlegt Umwelt-Argument für E-Autos
E-Autos fahren emissionsfrei, aber Bau und Entsorgung der Akkus killt ihre CO2-Bilanz, lautet ein Totschlagargument. Eine neue US-Studie macht nun reinen Tisch.
New Haven – Unter dem Strich sind E-Autos in der CO2-Bilanz klimaschädlicher als Verbrenner, lautet das Totschlagargument von Gegnern der E-Mobilität. Nun hat eine US-Eliteuniversität mit Legenden über die Umweltfreundlichkeit von E-Autos aufgeräumt. Eine neue, bei „Nature“ veröffentlichte Studie berechnete unter Einbeziehung sämtliche Prozesse die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen. Die Ergebnisse dürften für viele neben der Nachricht, dass Robert Habeck als neuer Klimaschutzminister die Innovationsprämie für Elektroautos in die Verlängerung schickt, und der Gesetzesänderung, die es ab 2022 möglich macht, mit dem eigenen E-Auto Geld zu verdienen, überzeugende Argumente für die Anschaffung eines E-Fahrzeuges sein.
| Hochschule: | Yale University |
| Adresse: | New Haven, Vereinigte Staaten |
| Gründung: | 1701 |
| Studierende: | 12.060 |
| Mitarbeiter: | 10.442 |
| Stiftungsvermögen: | 31,2 Milliarden US-Dollar |
CO2-Bilanz von E-Autos: Neue Studie widerlegt Totschlagargument der Elektromobilitätskritiker
Das Forscherteam der renommierten US-amerikanischen Yale University unter Leitung von Dr. Paul Wolfram sammelte dazu Daten des National Energy Modeling System (NEMS), welches das gesamte US-Energiesystem modelliert. Die Wissenschaftler kalkulierten entsprechend Kohlenstoffpreise, Lebenszyklen der verbauten Komponenten wie Akkus, sowie die Lieferketten.
Ziel war es, herauszufinden, ob der aufwendigere Bau von E-Autos, der durch einen neuentdeckten Lithium-Schatz in Deutschland gesichtert ist, aber auch die energieintensiven Lieferketten der Rohstoffe für die Herstellung von Akkus, für die Forscher eine Substanz entwickelten, die E-Autos brandsicher macht*, tatsächlich den klimafreundlichen CO2-Fußabdruck des emissionfreien Antriebes killt.
E-Autos auch bei Einrechnung der indirekten Emissionen klare Sieger in der CO2-Bilanz
Schon länger wird die Diskussion über die CO2-Bilanz von E-Autos kontrovers geführt, wie unter anderem eine Studie zeigte, die mit dem Nachweis von Rechenfehlern das größte Argument für E-Autos ins Wanken brachte*. Darüber hinaus werden Berechnung angeführt, die belegen sollen, dass Reparatur und Wartung für ein E-Auto teurer ist als für Verbrenner*. Die aktuelle Studie zeigt nun, dass – auch unter Berücksichtigung der indirekten CO2-Emissionen durch die Herstellung – Elektroautos im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor viel umweltfreundlicher sind.
Forscherin über CO2-Bilanz von E-Autos: „Es war überraschend zu entdecken, wie viel niedriger die Emissionen bei Elektrofahrzeugen insgesamt sind.“
„Es war überraschend zu entdecken, wie viel niedriger die Emissionen bei Elektrofahrzeugen insgesamt sind. Die Versorgungskette für Verbrennungsfahrzeuge ist so umweltschädlich und veraltet, dass Elektrofahrzeuge gar nicht schlechter sein können“, erklärt Stephanie Weber, eine der am Projekt beteiligten Forscherinnen. Dies gelte zusätzlich zum direkten CO-Ausstoß, der durch die Verbrennung fossiler Kraftstoffe – entweder am Auspuff für konventionelle Fahrzeuge oder am Schornstein des Kraftwerks für die Stromerzeugung – und zeige, wie deutlich Elektro-Mobilität gegenüber dem klassischen Verbrenner-Antrieb im Vorteil ist.
Der Elefant im Raum ist die Lieferkette der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeuge, nicht die von Elektrofahrzeugen
Laut der Untersuchung machen die indirekten CO2-Emissionen von Verbrennerfahrzeugen mehr als ein Viertel ihres gesamten CO2-Fußabdrucks aus. Das läge vor allem daran, dass bei der Verarbeitung des Erdöls zu Kraftstoff extrem viel CO2 freigesetzt werde.
Umweltbilanz von E-Autos: CO2-Besteuerung der Lieferketten würde Verbrenner unbezahlbar machen
Und auch, wenn die Anhänger der Verbrenner-Fahrzeuge noch auf Lockangebote zum günstig Tanken in Nachbarländern* setzen können, würde es eine Besteuerung des CO2 der Lieferkette geben, machte das das klassisch angetriebene Fahren unbezahlbar, schließen die Forscher: „Der Elefant im Raum ist die Lieferkette der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeuge, nicht die von Elektrofahrzeugen“, stellt Studienleiter Wolfram fest. Er merkt an, dass es also umso besser sei, je schneller wir auf Elektrofahrzeuge umsteigen – zumindest in Ländern mit einer ausreichend kohleunabhängigen Stromversorgung, wie Belgien, Österreich und Schweden. Das dürfte wohl die Kritiker der Kohleausstiegs-Pläne der Ampelkoalition ins Grübeln bringen. *kreiszeitung.de , bw24.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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