Liebevolle Ersatz-Mutter

Hündin adoptiert verwaiste Opossum-Babys: Sie schleppt die Kleinen sogar

Was für ein süßes Gespann: Gutmütige Hündin Pretinha adoptiert gleich eine ganze Gruppe verwaister Opossum-Babys – und trägt sie auf dem Rücken mit sich herum.

Rio de Janeiro – Mütterliche Liebe kennt keine Grenzen – auch nicht zwischen unterschiedlichen Tierrassen. Das beweist eine liebevolle Hundemama, die eine Gruppe verlassener Opossum-Babys unter ihre Fittiche genommen hat. Hündin Pretinha spürte wohl, dass die verwaisten Babys ihre Hilfe brauchten und baute schnell eine unglaubliche Verbindung zu den sieben Fellknäueln auf. Die Opossum-Babys dürfen inzwischen bei Spaziergängen sogar auf ihrer Ersatzmama herumtollen – wie bei einer richtigen Opossum-Mutter. Eine so ungewöhnliche Beziehung zwischen Nagetier und Vierbeiner gab es auch schon einmal in Krim, wo eine liebevolle Katzen-Mama verwaiste Eichhörnchen-Babys adoptierte*.

Stadt in Brasilien:Rio de Janeiro
Fläche:1.200 km²
Höhe:2,13 Meter
Gegründet:1. März 1565

Hündin adoptiert sieben verwaiste Opossum-Babys – und verhält sich wie eine richtige Opossum-Mutter

Es war jedoch ein tragisches Unglück, das zu dieser glücklichen Fügung führte: Die Mutter der Opossum-Babys wurde von einem anderen Hund angegriffen und getötet. Sie ließ einen Wurf von sieben frisch geborenen Opossums zurück, die ohne Hilfe der jungen Brasilianerin Stephanie Maldonado vermutlich nicht überlebt hätten. Maldonado arbeitet als Tierverhaltensforscherin in der Gemeinde Seropédica nahe der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro und fand die Tiere auf einem nahegelegenen Grundstück.

Ursprünglich hatte die junge Frau gehofft, die Opossum-Babys bei einer Rettungsgruppe für Wildtiere abgeben zu können. Doch diese hatten wohl nicht genug Kapazitäten übrig, um die Neuankömmlinge aufzunehmen. Deswegen fasste sich Maldonado ein Herz und entschied sich kurzerhand dazu, die Gruppe Opossums zu ihren neuen Mitbewohnern zu machen. Zu einer ungewöhnlichen Familie wurden auch eine Dobermann-Dame und drei verwaiste Kätzchen in Indien, die zuvor ebenfalls ihre Mutter verloren haben*.

Opossum-Babys überleben dank liebevoller Hunde-Ersatzmama: Hündin Pretinha stillt die Kleinen sogar

Die Babys waren noch so jung, dass sie ihre Augen kaum öffnen konnten, alle zwei Stunden mit Spezialmilch gefüttert und konstant gewärmt werden mussten. Obwohl Tierexpertin Maldonado mit einer Wärmflasche, feuchten Wattepads und einer kleinen, mit Milch gefüllten, Nuckelflasche alles in ihrer Macht Stehende tat, um die Babys zu retten, war es ungewiss, ob die Baby-Opossums überleben würden. Doch dann kam ihre Hündin Pretinha ins Spiel.

Diese liebevolle Hündin nahm sieben Opossum-Babys unter ihre Fittiche – und trägt sie nun regelmäßig mit sich herum.

Die gutmütige Vierbeinerin spürte offenbar, dass die kleinen Opossums in Not waren und mütterliche Liebe brauchten – am besten von einer Ersatzmutter mit Fell. Sie schmiegte sich an die Babys, wärmte sie und fing irgendwann sogar damit an, die Kleinen zu stillen. Kurzum: Pretinha kümmerte sich um die verwaisten Opossums, als wären es ihre eigenen Kinder. Unendliche Liebe über Tierrassen hinweg zeigt auch ein kleines Zebra, das einem verwaisten Nashorn-Baby auf rührende Weise das Leben gerettet hat.

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Die Liebe der Hündin lässt Opossum-Babys groß und stark werden – sie werden ihre Ersatzmama bestimmt nie vergessen

Hunde-Besitzerin Maldonado postete die Geschichte auf Facebook und schrieb dazu: „Es ist so schön zu sehen, wie sie sich um die Babys kümmert, sie die ganze Zeit leckt und sich an sie kuschelt!“ Die Hündin hat wohl ihre Berufung als Opossum-Mutter gefunden. Das zeigt auch das fast unglaubliche – und wenig hundehafte – Verhalten von Pretinha, ihre Schützlinge auf ihrem Rücken herumklettern zu lassen.

Damit ließ die Vierbeinerin den Instinkten der Opossum-Babys freien Lauf. In der Tierwelt der kleinen Racker ist es nämlich normal, sich von der Mutter auf dem Rücken herumtragen zu lassen. Tatsächlich scheint die Hündin dieses ungewöhnliche Verhalten sogar zu genießen. Wie eine echte Opossum-Mutter nimmt Pretinha ihre Adoptivkinder inzwischen auch auf Spaziergänge mit und lässt ihre Schützlinge derweil auf sich herumtollen. Dass unterschiedliche Größen bei Tieren offenbar keine Rolle spielen, stellt auch ein verwaistes Affenbaby unter Beweis, das von einer Katze liebevoll großgezogen wurde*.

Unter der hingebungsvollen Obhut der Hündin wachsen die Babys nun zu gesunden und starken Opossums heran. Wenn die Zeit reif ist und die Opossum-Geschwister alt genug sind, möchte Maldonado sie wieder in die Wildnis entlassen – wo sie tatsächlich zu Hause sind und ihren tierischen Trieben freien Lauf lassen können. Doch die Erinnerung an ihre liebevolle Ersatzmama werden die Kleinen bestimmt immer im Herzen tragen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook @Stephanie Maldonado

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