„Ich entschuldige mich dafür!“
Kurz vor Abflug: Pilot lässt Flugzeug stehen – wegen Geburt seines Kindes
Ein Pilot steigt kurz vor Abflug einfach aus dem vollbesetzten Flieger aus. Der Grund: Frühzeitig steht die Geburt seiner Tochter an.
Madrid – Ein Pilot ließ seinen mit Passagieren besetzten Flieger einfach stehen: Kurz vor dem Abflug fuhr er stattdessen ins Krankenhaus, denn er erwartete eine Tochter. Und die sollte früher als geplant auf die Welt kommen. Daher verließ der Pilot kurzerhand das Cockpit, stieg aus der Maschine und fuhr weg. Für seinen kurzfristigen Wegfall entschuldigte sich der Pilot trotzdem nachträglich auf Twitter.
| Hauptstadt Spaniens: | Madrid |
| Höhe: | 657 Meter |
| Bevölkerung: | 3,223 Millionen (2018) |
| Fläche: | 604,3 Quadratkilometer |
Pilot lässt vollbesetztes Flugzeug vor Abflug stehen – weil seine Tochter auf die Welt kommt
Pilot Piñón sollte am 20. April in Madrid abheben und die Passagiere per Flug nach Bilbao befördern. Doch daraus wurde nichts: Er bekam kurz vor dem Abflug eine Nachricht, dass seine Tochter bald zur Welt kommen sollte. Wie „aerotelegraph.de“ berichtet, stieg Piñón fünf Minuten vor Abflug aus und fuhr dann ins Krankenhaus. Für seine Neugeborene ließ der baldige Vater alles stehen und liegen. Anders als ein Vater, der nach allem griff – allerdings ebenfalls für seine Tochter. Als Lektion übernahm ein Vater die Social-Media-Kanäle seiner Tochter und ging, kaum hatte er sie sich unter den Nagel gerissen, auch noch viral mit seiner Aktion.
Aus einem viel banaleren verweigerte ein anderer Pilot seinen Dienst: Weil er Feierabend hatte, wollte der Pilot nach der Notlandung nicht weiterfliegen. Deswegen kamen die Passagiere mit erheblicher Verspätung ans Ziel und waren Fassungslos – fairer Weise muss man aber sagen, dass der Pilot einfach die Sicherheitsbestimmungen eingehalten hatte. Notlanden musste auch ein Flugzeug in Düsseldorf wegen Rauchs im Cockpit – die Passagiere konnten das Flugzeug am Flughafen aber glücklicher Weise unbeschadet verlassen. Das berichtete 24rhein.de. Großes Aufsehen unter den Fluggästen erregte eine Fluggesellschaft aus Singapur: Scoot bietet als allererste Airline kinderfreie Flüge an.
Pilot entschuldigt sich, dass er vor Abflug einfach ausstieg – Passagiere zeigen Verständnis
Die Passagiere, die Piñón nach Bilbao fliegen sollte, zeigten am Ende viel Verständnis für die Situation des Piloten. Für seinen plötzlichen Weggang entschuldigte sich dieser öffentlich auf Twitter. „Ich entschuldige mich bei den Fluggästen von Flug IB438 (...) Ich hoffe, dass sie pünktlich am Zielort angekommen sind“, zitierte „aerotelegraph“ einen Ausschnitt seines Twitter Posts. Weiter versichert er: Hätte die spanische Fluggesellschaft Iberia keinen schnellen Ersatz gefunden, hätte er seinen Dienst nicht quittiert. Zu seinem Glück und dem der Fluggäste sprang ein Ersatzpilot direkt ein.
Und das wohl so schnell, dass die Fluggäste gar keine Zeit gehabt hätten, sich zu wünschen, sie säßen selbst am Steuer eines Flugobjektes: Im fliegenden E-Auto „Jetson One“ ist Abheben ohne Flugschein möglich. Auch ein anderes E-Auto hob bereits erfolgreich ab in die Lüfte: Das fliegende E-Auto bestand den Testflug – „Volar“ soll ab 2028 erhältlich sein.
Pilot, der Flug wegen Geburt seiner Tochter sausen lässt, bekommt viel Zuspruch auf Twitter
Auf seinen Twitter Post bekam er zwar Kritik, aber auch viel Zuneigung. Die Fluggäste sind ja schließlich nur mit einer Verspätung von fünf Minuten an ihr Ziel gelangt. Piñón bedankte sich über die lieben Worte. „Vielen Dank für all die Zuneigungsbekundungen. Ich würde Ihnen gerne einzeln antworten, so wie Sie es verdient haben, aber ich hoffe, Sie entschuldigen mich: Im Moment gilt meine Aufmerksamkeit Rafaela und ihrer Mutter“, twitterte der Pilot und Vater. Völlig klar – dem Piloten geht seine Familie natürlich noch immer über alles.
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