Viel Strom geschnorrt
Mit E-Auto in den Urlaub: Familie zahlt für 4.500 Kilometer nur 93 Euro
Eine Familie fährt mit einem E-Auto über 4.000 Kilometer durch die USA. Doch für den Strom bezahlen sie umgerechnet gerade einmal 93 Euro.
Colombus – Roadtrip zum Schnäppchen-Preis. Eine Familie aus dem US-amerikanischen Colombus ist mehr als 4400 Kilometer mit dem Elektroauto durch die USA gefahren und musste dafür umgerechnet gerade einmal 93 Euro bezahlen. Joe Wachunas und seine Familie haben die Fahrt bei sich Zuhause, in der Hauptstadt des Bundesstaates Ohio, gestartet, um von dort über Pittsburgh, Philadelphia, New York City nach Portland, Maine und wieder zurück nach Columbus zu fahren. Das berichtet cleantechnica.com. Alles für unter 100 Euro. Wie ist das möglich?
| Stadt | Ohio |
| Höhe | 275 m |
| Fläche | 585,3 km² |
| Bevölkerung | 889.079 |
Familie fährt 4.400 Kilometer mit Tesla in den Urlaub – und hat unter 100 Euro Fahrtkosten
Dabei sei die Familie mit ihren zwei Kindern und einem Austauschschüler losgefahren, um Familienmitglieder zu besuchen. Das Ziel: Pro Tag rund 650 Kilometer zu absolvieren, „was bedeutet, dass unser Auto fast durchgängig am Strom angeschlossen war, wenn wir nicht fuhren“, so Wachunas. Eine Reporterin brauchte für 650 Kilometer mit dem E-VW sogar 13 Stunden, die Familie benötigte gerade einmal rund die Hälfte dieser Zeit im Schnitt. Mit genügend Aufenthaltszeit an ihren Zielorten, auch zum Aufladen, sollte die Reise insgesamt einen Monat dauern. Unterwegs war die Familie in einem Tesla Modell 3. Noch vor kurzer Zeit haben die meisten Elektroautos nicht Mal eine Reichweite über 440 Kilometer pro Akkuladung gehabt.
Dass die Familie so wenig Stromkosten für ihren Tesla bezahlt hatten, dürfte daran liegen, dass sie sich überwiegend an dem Strom ihrer Familienmitglieder bedient haben, mehr als 60 Prozent des Stromes auf der gesamten Reise hätte die Familie ohnehin kostenlos bekommen. Trotzdem schwärmen sie von der günstigen Fahrt mit dem Tesla-Elektroauto, denn ohne Gratis-Strom hätte die Tour auch gerade einmal rund 170 Euro gekostet. Zum Vergleich: Dieselbe Distanz würde in Deutschland mit dem Elektroauto wohl rund 500 Euro kosten.
Familie fährt 4400 Kilometer mit Tesla: Mussten uns „nie um ein schlechtes Ladeerlebnis sorgen“
„Auf unserer Reise haben wir bei 12 Tesla Superchargern angehalten und mussten uns nie um ein schlechtes Ladeerlebnis sorgen“, so Wachunas. Trotzdem ist die Familie damit mehr als zufrieden. „Als Nordwestler auf einer Reise durch das Land wussten wir auch zu schätzen, dass das Auto unsere gesamte Reise für uns plante und genau berechnete, an welchen Ladegeräten wir in Teslas riesigem Netzwerk anhalten müssten und wie viel Zeit wir an jeder Ladestation verbringen würden.“
Und die Technik des Hersteller scheint noch lange nicht am Ende zu sein, zuletzt kündigte Tesla einen Akku mit 100 Jahren Lebensdauer an. Das dürfte die britische Polizei wohl anders sehen, ein Polizeichef erklärte zuletzt, dass Tesla-Polizeiwagen im Dienst zu schnell den Geist aufgeben würden.
USA: Tesla erhöht Strompreise innerhalb eines Jahres von 24 Cent auf 45 Cent pro kWh
Doch auch ohne kostenlosen Strom sei das Elektroauto die billigste Variante für die Familie gewesen, um zu Reisen, so Wachunas. Zuletzt sei die Familie häufig mit dem Flugzeug in den Urlaub geflogen. Das sei deutlich teurer gewesen. Nun setzt die Familie erstmal wieder auf das Elektroauto. Doch Wachunas kritisiert: „Tesla hat die Preise für Supercharger in den letzten Jahren drastisch angehoben – von 24 Cent pro kWh an vielen Orten vor ein paar Jahren auf jetzt 45 Cent oder mehr an jeder Station, die wir auf unserer Reise besuchten“.
Elektroauto-Fahrer: Lademonopol von Tesla „echtes Risiko für Verbraucher“
Es sei eine ernsthafte Gefahr, dass Tesla über solch eine Monopolstellung auf dem Elektroauto-Markt verfügt: „Dieses Lademonopol ist ein echtes Risiko für den Verbraucher, da Tesla seine Preise scheinbar beliebig erhöhen kann“. Anders als in den USA und im Falle der Familie ist in Deutschland das Elektroauto zum Reisen wohl nicht wirklich die billigste Variante. Denn 45 Cent pro kWh wie in den USA scheint vergleichsweise noch gering zu sein, in Deutschland beträgt der Preis bereits knapp 60 Cent pro kWh.
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