Tiefsee-Studie veröffentlicht

Mysteriöse Meeres-Kreaturen gefunden: Wissenschaft hat „große Lücken“

Eine Tiefsee-Studie veröffentlicht unheimliche Details: Rund zwei Drittel aller lebenden Organismen seien bislang unbekannt. Könnten es Meeresungeheuer sein?

Frankfurt – Die Berechnungen des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen könnten überraschen: Nur etwa fünf Prozent aller Weltmeere gelten demnach als erforscht. 95 Prozent des Gewässers bleibt der Menschheit nach wie vor verborgen. Ist es etwa möglich, dass in den Meeren weitaus mehr mysteriöse wie gefährliche Meeresgestalten lauern, als je angenommen? Die Wissenschaft könnte die These bekräftigen und bezieht sich auf eine internationale Studie, die Anfang 2022 vorliegt. Rund zwei Drittel aller Meeresbewohner sind unbekannt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich um Ungeheuer handeln könnte.

Naturkundemuseeum:Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Stadt:Frankfurt am Main
Gründung:1907
Dachorganisation:Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Mysteriöse Meerestiere nicht identifizierbar: „Können keiner bekannten Gruppe zugeordnet werden“

Auf der Homepage der deutschen Stiftung für Meeresschutz ist die Situation folgendermaßen zusammengefasst: „Die Artenvielfalt der Ozeane ist überwältigend und weitgehend unerforscht. Niemand weiß, wie viele Arten von Meerestieren es gibt.“ Expeditionen, Studien und Auswertungen gehören zum Alltag für Forscherinnen und Forscher weltweit. Dennoch könne man sich nicht sicher sein, ob es nun eine Million oder eher zehn Millionen Arten sind.

Es ist erstaunlich: Unsere Erde ist zu 70 Prozent mit Wasser bedeckt und trotzdem wissen wir nur wenig über unsere Ozeane. Wie planet-wissen.de schreibt, gilt die Ungewissheit besonders für die Tiefsee. Es heißt, selbst der Mond, dessen potenzielle Besiedlung dank eines künstlichen Mondes schon bald möglich gemacht werden könnte*, sei besser erforscht.

Bei aller Unklarheit, wäre es nur wenig verwunderlich, wenn auf dem Meeresgrund viele unerwartete Geheimnisse schlummern würden – von harmlosen Meeresbewohnern bis zu gefährlichen Monstern könnte alles möglich sein. Wie die britische Boulevard-Presse Daily Star schreibt, sei dies nicht auszuschließen. Unter Berufung einer zu Beginn des Jahres veröffentlichten Studie würde man der Wissenschaft „große Lücken“ attestieren. Wurde sie nun Zeuge eines mysteriösen Meeresungeheuers?

Tiefsee-Studie zeigt: Fast zwei Drittel aller Meeresbewohner sind unbekannt

Im Zuge ihrer Auswertungen wurden sie auf etwas Ungewöhnliches aufmerksam. Ein Zusammenschluss von internationalen Forscherinnen und Forscher hätten zufolge des Wissenschaftsportals idw-online.de insgesamt zwei Milliarden DNA-Sequenzen analysiert. 15 weltweit angelegte Tiefsee-Expeditionen hätten die Daten geliefert. In Fachkreisen ist schon lange klar, dass der Meeresgrund nur spärlich erforscht ist. Doch einen solchen Fund, den die Auswertung brachte, überraschte selbst den Expertenkreis.

Laut einer aktuellen Studie könne die Forschung rund zwei Drittel aller lebenden Organismen in der Tiefsee nicht identifizieren.(Symbolbild)

Wie Daily Star berichtet, seien die DNA-Proben partout nicht zuzuordnen gewesen. Anders ausgedrückt: Die Forscherinnen und Forscher machten Bekanntschaft mit unbekannten Meeresbewohner – eine Vielzahl unentdeckter Tierarten, für die Wissenschaft ein großes Mysterium. Die Erkundung der sieben Weltmeere hält an und das vorläufige Forschungsergebnis steht fest: Der Studie zufolge könne es rund dreimal so viel unerforschtes Meeresleben geben, als je vermutet. Der Wortlaut der Forschung: „Fast zwei Drittel der auf dem Tiefseeboden lebenden Organismen können bislang keiner bekannten Gruppe zugeordnet werden“, so Prof. Dr. Angelika Brandt vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt.

Studie könnte beunruhigen: DNA-Abgleich stimmt nicht überein – Hinweis auf gefährliche Meerestiere

„Wir haben diese Tiefsee-DNA-Sequenzen mit allen uns bekannten und verfügbaren Referenzsequenzen verglichen“, erklärt Prof. Dr. Angelika Brandt das Vorgehen des international agierenden Forscherteams. Sie hätten die neuesten Methoden angewandt. Man wollte „die biologische Vielfalt der Tiefsee, ihre Verbindung zu den darüber liegenden Wassermassen und den globalen Kohlenstoffkreislauf besser verstehen“, heißt es auf idw-online.de. Dennoch bleibt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nichts anderes übrig, als die Forschung fortzusetzen.

Die Angst, dass es sich bei den unbekannten Organismen um Meeresungeheuer handeln könnte, treibt Menschen weltweit um. Gerade Social Media ist voll von vermeintlichen Zeitzeugen, die etwas Schreckliches gesehen haben wollen. Erst vor wenigen Monaten teilte ein Sänger ein Video: Ein Riesenhai umkreiste ein Kreuzfahrtschiff*. Schnell machte sich die Überzeugung breit, es könne sich um den einstigen Megalodon handeln.

Mysteriöser Meeresbewohner: Immer mehr Menschen berichten von Ungeheuern

Die vermutete Rückkehr jene Urzeit-Hais macht in vergangene Tagen häufig Schlagzeilen. Eine riesige Bisswunde nährte zuletzt den Mythos, dass der Hai gar nicht ausgestorben sei. Es folgte ein Megalodon-Video, das seine Existenz beweisen könnte sowie Bilder weiterer Megalodon-Bisswunden, die die Runde machten. Als wären es nicht genug mysteriöse Geschichte, traf vor Kurzem ein Fischer an der brasilianischen Küste auf ein angriffslustiges Tier.

Nach Informationen von Daily Star soll es ein unheimliches Tier gewesen. Ein Meeresbewohner mit hell-leuchtenden Augen, das Medienberichten zufolge nur das Ziel verfolgt hätte, den Fischer zu verletzen. Unheimlich war bereits ein Buckelwal, der einen Mann verschlungen hatte*– welcher das Abenteuer recht unbeschadet überlebte. Ebenfalls fast nach Seemannsgarn klingend: Ein drei Meter großer Mondfisch, der zuletzt einem Fischer ins Netz ging. Wer weiß also, was die Wissenschaft demnächst so alles an Kuriositäten und vielleicht auch gefährlichen Spezies in den Tiefen des Meeres findet? *kreiszeitung.de, 24hamburg.de und fnp.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © GeraldRobertFischer/Adobe Stock

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