Kampf gegen Wasserknappheit

Nie mehr Durst und Dürre? Forscher filtern Trinkwasser aus der Luft

Forscher gelingt es, Trinkwasser aus der Luft zu filtern. Ein großer Schritt im Kampf gegen Durst und Dürren. Kann die Innovation Wasserknappheit stoppen?

Austin – Ein Leben ohne Wasser wäre nicht möglich. Im Hinblick auf die Wasserknappheit, die laut des UN-Weltwasserberichts aus dem Jahr 2020 2,2 Milliarden Menschen weltweit betrifft, braucht es dringend Alternativen. Womöglich bräuchte es aber keine Substitutionen – denn vielleicht braucht es ja einfach nur eine andere Möglichkeit der Wasser-Gewinnung. Ein Forscherteam der Universität ist das zuvor Unmögliche gelungen: Es ist ihnen möglich, Wasser aus der Luft zu schöpfen. Nun ist die große Frage, ob und wie die technische Sensation Wasserknappheit generell bekämpfen kann.

Universität:The University of Texas at Austin
Gründung:1883
Ort:Austin, Texas
Land:Vereinigte Staaten

Wasser aus der Luft filtern: Forschergruppe entwickelt neue Methode

Viele Regionen sind weltweit von Wasserknappheit betroffen. Dass der Klimawandel dahingehend Spuren hinterlassen wird, gilt schon lange als bestätigt. Ganz zu schweigen von verseuchtem Trinkwasser, das in einigen Ländern mitunter zu schweren Krankheiten führen kann. Es ist offensichtlich: Flora und Fauna benötigt mehr Wasser. Nach Berichten vom Wissenschaftsportal futurezone.de blieb eine Methode lange unerprobt: Wasser aus der Luft filtern. Ist es der viel gewünschte Meilenstein, der das Überleben der Menschheit sichert? Gerade erst gelang es Airbus, Mondstaub in Sauerstoff umzuwandeln* – auch der soll ja irgendwann knapp werden auf unserem Planeten. Die NASA hat bereits berechnet, wann der Erde die Luft ausgeht*.

Eine Arbeitsgruppe der Universität Texas gelang es nun, aus dieser wunderlich klingenden Methode, Luft in Wasser zu verwandeln, gängige Praxis machen. Wie futurezone.de berichtet, gelang dies mittels eines salzigem Hydrogels. Das Polymer ist demnach imstande, Wasser zu binden. Für die Menschheit scheint damit tatsächlich ein wichtiger Meilenstein zum Greifen nahe, der sogar den Energierekord der Kernfusion oder das erste fliegende Auto der Welt in den Schatten stellen würde.

Trinkwasser aus der Luft: Filterprozess mit Hydrogel noch vor vielen Herausforderungen

Im Alltag sind Hydrogele längst angekommen. Laut futurezone.de sind sie längst Bestandteil in Windeln, Bandagen oder Luftentfeuchter. Ob sie ebenfalls fester Bestandteil der Wasser-Gewinnung werden, bleibt offen. Viele Fragen sind noch ungeklärt, viele Faktoren noch nicht stimmig. So würde es aktuell noch eine Menge Zeit brauchen, bis sich mittels Hydrogele Wasser gewinnen lässt. Des Weiteren sei das Verfahren zum aktuellen Stand noch nicht effizient genug.

Eine Forschergruppe entwickelt eine Methode, die Wasser aus Luft filtert. (Symbolbild)

Die Wissenschaft steht wohl vor einem grundsätzlichen Problem: Hydrogele reagieren nicht wie erwünscht auf die hinzugefügten Salze – dabei sind die dringend notwendig, um Wasser binden zu können. Angesichts der Bedeutung, die die Wasser-Filterung für die Menschheit hätte, ließ die texanische Forschergruppe nicht locker. Und tatsächlich hält die Welt der Chemie noch eine vermeintlich letzte Möglichkeit bereit, die das ambitionierte Vorhaben möglich machen könnte.

Wasser dank Luft: Wiederholungen des Verfahrens bestätigen die Methode

Gefunden wurde ein Polymer, dessen Moleküle Ionen enthalten, die sowohl positiv wie negativ geladen sind. Wie futurezone.de berichtet, könne so das Polymer die Salze besser festhalten. Das Hydrogel konnte das Wasser fortan effizienter absorbieren – und wenig später das gewonnene Trinkwasser besser aus der Luft filtern.

Den Ertrag konnte die Forschergruppe bestätigen, als sie das Hydrogel für eine Stunde haben stehengelassen. In der Zeit sollte es der Wissenschaft nämlich gelingen, Wasserfeuchtigkeit aus der Luft zu schöpfen. Im nächsten Schritt zogen sie einen Kondensator zurate. Erst so konnte das Hydrogel getrocknet werden.

Durchbruch, doch kleiner Anfang: Forscher gewinnen mit einem Kilo Hydrogel 5,8 Liter Wasser aus der Luft

Dem Laien fällt es schwer, sich diesen Prozess vorzustellen. Doch so sollte letzten Endes das Wasser aufgefangen werden. Mehrere Wiederholungen des Verfahrens sollten zeigen, dass die Forschung auf einem richtigen Weg ist: Je oft die Forscherinnen und Forscher auch den Prozess wiederholten, stets konnten ihre Forschungsergebnisse Wasser nachweisen. Bislang heißt es, jedes Kilogramm des Gels könne 5,87 Liter Wasser tagtäglich hervorbringen. Um die weltweit existenten Nöte zu lindern, braucht es jedoch wohl noch mehr Kapazitäten. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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