Jacob zu retten ist Rhys letzter Wunsch
Todkranker Teenager spendet sein Erspartes, um Jungen mit Krebs zu retten
Ein Teenager mit Knochentumor liegt im Sterben und hat einen berührenden letzten Wunsch: Seine Ersparnisse sollen einen anderen Jungen mit Krebs retten.
Ebbw Vale – Der sterbenskranke Teenager Rhys hat nicht mehr lange zu leben – er erfuhr, dass sein besiegter Tumor zurückgekehrt ist. Die Ärzte gaben ihm nur noch sechs Monate, vielleicht sogar weniger. Seine verbleibende Lebenszeit widmete er seinem letzten Wunsch: Er möchte einem anderen jungen Krebspatienten helfen, obwohl er selber im Sterben liegt. Seine inspirierende Handlung erinnert stark an den todkranken Mann, der erst starb, nachdem er für seinen Hund ein neues Zuhause gefunden hatte*. Rhys möchte alle seine Ersparnisse an den kleinen Jacob spenden, der gegen seinen rezidiven Krebs ankämpft: So sollen die Kosten für Jacobs nötige Chemotherapien gedeckt werden. Seine Aktion rührt zutiefst und bewegt viele Menschen.
| Ebbw Vale | Stadt in Wales |
| Fläche | 9,1 Quadratkilometer |
| Vorwahl | 01495 |
| Wahlkreis des britischen Parlaments | Blaenau Gwent |
Teenager, der nur noch Monate zu leben spendet seine Ersparnisse, um krebskranken Jungen zu retten
Rhys Langford erkrankte im Herbst 2020. Der 19-Jährige sei vorher extrem fit und leidenschaftlicher Kampfsporter gewesen. Nach einem Sport-Event mit seinen Freunden plagten ihn wochenlange Hüftschmerzen. „Er ging zum Röntgen, weil die Ärzte dachten, er hätte sich bei einem Sturz verletzt“, sagte die Mutter von Rhys in einem Interview mit der Zeitung „Southwales Argus“.
Zwei Wochen später erfuhr die Familie im Ystrad Mynach Krankenhaus, dass ein bösartiger Knochentumor sich bei Rhys bereits bis zum Oberschenkelknochen ausgebreitet hatte. Zu dem Zeitpunkt war Rhys gerade mal 18 Jahre alt. Der Schicksalsschlag traf alle wie aus dem Nichts., aber es bestand Hoffnung: Nach zehn Wochen intensiver Chemotherapie und anschließender Operation war der Tumor besiegt und wurde erfolgreich entfernt.
Todkranker Teenager spendet 1000 Pfund Sterling aus eigenen Ersparnisse an jungen Krebspatienten
Doch nur ein Jahr später, im November 2021, wurde Rhys mitgeteilt, dass der Krebs erneut zurückgekehrt war – viel stärker als zu Beginn seiner Diagnose. Die Ärzte gaben ihm höchstens ein halbes Jahr zu leben, wenn nicht sogar weniger. Rhys fand sich mit seinem Schicksal ab und fasste den herzergreifenden Entschluss, seine restliche Lebenszeit nicht sich selbst, sondern einem anderen Krebspatienten zu widmen. Rhys‘ Mutter erinnerte sich noch diesen Moment zurück: „Er rief mich an und fragte, ob ich von diesem Jacob gehört hätte, der auch mit wiederkehrendem Krebs zu kämpfen hat. Er fand das sehr traurig und bat um Erlaubnis, Geld für Jacobs Behandlungen zu spenden.“ Eine ganz besondere Spende ausgedacht hat sich auch erst die erst zehnjährige Marieke aus Rotenburg: Sie opferte ihr langes Haar für Perücken für krebskranke Kinder – das hatte sie zuvor extra ganz lang wachsen lassen.
Rhys spendete 1000 Pfund von seinen eigenen Ersparnissen, die er für seine Behandlungen angesammelt hatte. Für ihn war jedoch klar: Sein gespendeter Beitrag würde für Jacobs Behandlungen nicht ausreichen. Also beauftragte er seine Mutter, einen Spendenaufruf für Jacob Jones zu starten. The Mirror UK berichtet, dass der sechsjährige Jacob seit seinem zweiten Lebensjahr mit einer Krebserkrankung zu kämpfen hat. Auch er war kurzzeitig genesen, bis der Krebs zurückkehrte. „Es gibt scheinbar nichts mehr, was sie (die Ärzte) für mich tun können, also möchte ich dem kleinen Jungen helfen“, sagte Rhys. Fürsorge und Mitgefühl bewegen viele Menschen zu schönen Gesten: Ein junger Nachbar begleitete einen 93-Jährigen durch ganz Europa, weil er noch einmal ans Meer wollte* und ein ganzes Polizei-Revier organisierte für einen Jungen ohne Zuhause eine rührende Bescherung*.
Familie des sechsjährigen Krebspatienten ist über Geste des todkranken Teenagers gerührt
Rhys schaffte es über die Internetplattform „GoFundMe“ in kurzer Zeit 51.360 Pfund für den kranken Jacob zu sammeln. Wie schnell ein Internetaufruf hilfsbereite Menschen erreicht, konnte auch die Mutter von Schüler Xander feststellen, die eine Biker-Gang über Facebook um Hilfe bat und dadurch ihr Ziel erreichte: 200 Biker bringen einen gemobbten Jungen zur Schule. Weil Mitschüler auch sie gemein behandelten, eskortierten 300 Biker ein Mädchen zum Abschlussball*. Wer hätte gedacht, dass ein einzelner Aufruf lebensverändernd sein kann? Auch dieser hatte rührenden Erfolg: Unter dem Motto „Trucks für Hartmund“ erfüllten zig Trucker einem todkranken Mann seinen letzten Wunsch*.
Auf Rhys Spendenaktion, antworteten Jacobs Familienmitglieder auch mit einem Facebookpost: „Gott segne ihn. Unsere Gedanken und unsere Liebe sind bei dem jungen Mann – danke Rhys, Jacob und die ganze Familie danken dir vom Herzen!“, schrieben sie. Sie waren überwältigt, wie viele andere Menschen auch, die sich gleich den Dankesworten anschlossen und ihr Mitgefühl gegenüber Rhys ausdrückten. Rhys‘ Eltern sind ebenfalls mächtig stolz auf ihren Sohn. Sie genießen mit Rhys und seinem Bruder die letzten Monate, solange sie es noch gemeinsam können. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA
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