„Der Kleine ist definitiv ein Held“
Verlaufen: Hund bleibt ganze Nacht bei 3-Jähriger – und rettet ihr das Leben
Was für ein heldenhafter Hund: Yorkshire Terrier „Heath“ rettet dreijährigem Mädchen das Leben – indem er sie in einem riesigen Maisfeld die ganze Nacht beschützt.
Missouri – Dieser mutige und treuherzige Yorkshire Terrier hat definitiv einen Orden verdient! Als das 3-jährige Mädchen Remy in einem riesigen Maisfeld verloren ging, wich der einjährige „Heath“ seinem Schützling nicht von der Seite – und rettete ihr damit wahrscheinlich das Leben. Denn nur in Zusammenarbeit mit dem Hund schafften es Rettungskräfte nach nervenzehrenden zwölf Stunden, die kleine Ausreißerin ausfindig zu machen. Wegen Heath konnte die 3-Jährige schließlich unbeschadet zu ihrer in Angst und Schrecken versetzten Familie zurückkehren.
| Hunderasse: | Yorkshire Terrier |
| Lebenserwartung: | 13 bis 16 Jahre |
| Gewicht: | Bis 3,2 kg |
| Temperament: | Intelligent, Unerschrocken, Eigenständig, Selbstbewusst, Tapfer |
Yorkshire Terrier rettet kleinem Mädchen das Leben – er steht ihr in großem Maisfeld 12 Stunden zur Seite
Timberlyn Merritt lebt mit ihren drei Kindern und einem Hund direkt neben einem weitläufigen Maisfeld im amerikanischen Bundesstaat Missouri. Mit drei kleinen Kindern und einem eigenen Haushalt – das kann sicherlich jede Mutter nachvollziehen – hat sie immer alle Hände voll zu tun. Da passiert es schon einmal, dass man ein Kind aus den Augen verliert. Die 3-jährige Remy wollte ja auch nur kurz im Garten schaukeln gehen. Doch schon nach einer Minute, in der die junge Mutter ihre Tochter auf der Schaukel zurückließ, war Remy verschwunden – genauso wie der kleine Hund Heath.
„Mein Herz hat gerast“, erzählt Merritt im Nachhinein dem Sender „Inside Edition“. Zunächst rief und suchte die junge Mutter in dem großen Maisfeld selbst nach ihrer Tochter, doch da es bereits acht Uhr abends war, verständigte sie schnell die Polizei. Mit aufgewühlter Stimme teilte die Amerikanerin den Beamten mit, dass ihre 3-jährige Tochter aus ihrem eigenen Garten verschwunden sei und vermutlich ins Maisfeld gelaufen ist. Was ihr zusätzliche Angst bereitete: In dem Maisfeld wimmelt es nur so von wilden Tieren. „Wir hören hier auch sehr häufig Kojoten jaulen“, erzählt Timberlyn. Einen ähnlichen Schreck hat ein ausgebüxtes Kind seinen Eltern eingejagt, doch zum Glück beschützte ihn ein streunender Pitbull.
Vermisste Remy wird von über 140 Menschen aus der Gemeinde gesucht – doch zunächst findet sie niemand
Timberlyn Merritt konnte wie jede gute Mutter die Füße nicht stillhalten und begab sich nach dem Anruf selbst wieder in das dunkle Maisfeld, um ihre verlorene Tochter ausfindig zu machen. Zum Glück war sie damit nicht allein, neben den Beamten halfen mehr als 140 Menschen aus der kleinen Bauerngemeinde bei der Suche nach Remy. „Jeder kennt hier jeden, und wenn man hört, dass einer der Nachbarn in Schwierigkeiten ist, egal ob man ihn kennt oder nicht, dann hört man einfach auf zu arbeiten und kommt her“, erklärt Clark Parrot, ein Sergeant der Missouri State Highway Patrol, in einem Interview mit „ABC News“.
Doch Stunde um Stunde verging und es fehlte nach wie vor jede Spur von Remy. Panik breitete sich aus, denn die ersten 72 Stunden nach einem Verschwinden sind entscheidend. Laut Polizeiangaben tauchen rund drei Viertel aller Vermissten innerhalb von 24 Stunden wieder auf. Mit jeder Stunde sinkt dabei aber die Chance, dass vermisste Kinder wieder sicher nach Hause zurückkehren. Mit dieser Angst mussten auch Eltern eines zehnjährigen Mädchens in Russland leben, deren Tochter während eines Schneesturms verschwunden war – doch zum Glück stand ein Straßenhund ihr die ganze Nacht bei.
Yorkshire Terrier Heath alarmiert Rettungskräfte mit seinem Bellen – und rettet Remy damit das Leben
Ziemlich genau zwölf Stunden nach dem Verschwinden von Remy kam es aber endlich zu einer glücklichen Wendung des dramatischen Vorfalls: Denn plötzlich gab einer der Polizei-Spürhunde ein lautes Bellen von sich – das mit einem schwächeren Bellen inmitten der 2,5 Meter hohen Maispflanzen erwidert wurde. Sofort folgten die Rettungskräfte dem leisen Bellen und fanden etwa 800 Meter vom Haus entfernt die schlafende Remy, zutraulich an ihren Beschützer Heath gekuschelt. So eine tolle Bindung haben auch ein ehemaliger „Problemhund“ und ein Baby, für das er zum sanften besten Freund wurde.
Schnell stellte sich heraus, dass der Yorkshire Terrier dem kleinen Mädchen auf ihrem Abenteuer ins Maisfeld gefolgt und ihr die ganze Nacht nicht von der Seite gewichen war. Als Heath das Bellen des K9-Polizeihundes hörte, wusste er schließlich genau, was zu tun ist. Hätte der Hund die Retter mit seinem eigenen Bellen nicht alarmiert, ist es schwer zu sagen, ob Remy gefunden worden wäre. Doch so blieb die kleine Abenteurerin bis auf ein paar Mückenstiche unverletzt. Im australischen Queensland ist es schon zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Dort hielt ein Hund ein kleines Mädchen stundenlang im Buschland warm – und rettete ihr damit das Leben.
„Der kleine Hund Heath ist definitiv ein Held“, bestätigt Mutter Merritt erleichtert gegenüber „Inside Edition“. Sie wird ihre Tochter nach diesem großen Schreck bestimmt nie wieder aus den Augen lassen. Dabei hatte Remy auf ihrem Ausflug laut „wunderbar.in“ gar keine Angst – schließlich war Heath die ganze Zeit an ihrer Seite. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.
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