Not macht erfinderisch

Würstchen-Drohne: Schlauer Trick rettet Hund vor Ertrinken

Eine entlaufende Hündin wäre fast in der Flut ertrunken – in letzter retteten schlaue Drohnenpiloten dem Tier das Leben. Der Trick: ein fliegendes Würstchen.

Hampshire – Eine Hündin riss sich beim Spaziergang von der Leine und lief geradewegs in Gefahr: Sie rannte ins Wattgebiet, kurz vor der Flut. Versuche, sie vom Watt wegzulocken, waren vergeblich. Dann hatten Freiwillige eine grandiose und schlaue Idee: Sie befestigten ein Würstchen an eine Drohne und flogen sie zur entlaufenden Hündin. Eine kuriose Rettungsaktion, die es so noch nie gab.

HampshireGrafschaft an der Südküste Englands
Fläche3.679 Quadratkilometer
Bevölkerung1,376 Millionen (2018)
RegionSouth East England

Hündin durch Würstchen-Drohne vor Ertrinken gerettet – Flut hätte sie beinahe erfasst

Die Hündin Millie drehte am 13. Januar ihre regulären Gassi-Runden mit ihrem Herrchen und riss sich ganz plötzlich von der Leine los. Ihr Besitzer war ganz besorgt und meldete die dreijährige Hündin als vermisst an. Tagelang suchten freiwillige Helfer nach der Ausreißerin. Die Denmead Drone Search and Rescue (DDSAR) konnte sie schließlich mit einer Drohne sichten: Millie war ins Wattgebiet gelaufen, welches allmählich von einer hohen Flut überspült werden sollte.

Rettung aus den Fluten: Drohnenpiloten locken Hündin „Millie“ mit einem Würstchen an einer Schnur. (kreiszeitung.de-Montage)

Zum Glück konnte Millies Besitzer sofort auf die Hilfe von freiwilligen Helfern zählen. Oft halten Nachbarn und auch Fremde zusammen, um Tieren zur Hilfe zu eilen: Ein Paketfahrer „lieferte“ einen Hund zurück zum Frauchen, nachdem der Vierbeiner einfach ausgebüxt war. Freiwillige Helfer, die Küstenwache auf Kajaks und auch die Polizei versuchten den Jack Russell Mischling vor dem Hochwasser an sicheres Land zu bringen. Das Problem: Millie bekam dadurch einen großen Schreck und entfernte sich immer weiter in Flutnähe. Also musste eine schnelle Rettungsidee her.

Hündin im Watt kommt nicht an Land – Helfer lassen Drohne mit Würstchen zu ihrer Rettung fliegen

Einer der Helfenden hätte schließlich vorgeschlagen, Würstchen an eine Drohne zu befestigen. Das teilte Stefani Dennis von der DDSAR in einem Interview mit CNN mit. Zu diesem Zeitpunkt hätte sich die kleine Hündin bereits seit drei Tagen im Wattgebiet aufgehalten – Hunger muss die Ausreißerin also gehabt haben. Eine der Nachbarn, die in der Nähe des Wattgebiets wohnt, bot direkt an, die Würstchen zu braten. Außerdem besorgte die Frau Namens Stefanie eine Schnur, an der die Helfer das Würstchen befestigen sollten. Die Teilnehmer der Mission „Fliegendes Würstchen“ machten sich ans Werk: Die Helfer wickelten die Schnur mit der Wurst um die Drohne und ließen das Würstchen zwei bis drei Meter über den Boden baumeln. Dann hob das clever improvisierte Rettungsequipment ab in die Luft.

Fliegendes Würstchen an Drohne sorgt für Aufmerksamkeit: „Es war wirklich lustig“

„Die Leute beobachteten das Geschehen aus der Ferne und wussten nicht, was vor sich ging, es war wirklich lustig!“, sagte Stefanie. Nachdem die Würstchen-Drohne Millie erreicht hatte, nahm die Hündin sofort den Fleischgeruch in der Luft war und versuchte nach dem Würstchen zu schnappen. „Sie war sehr hungrig und hätte fast die Drohne mit sich gerissen, als sie die Hälfte von der Wurst abbiss“, so Stefanie. Und wie hungrig die Hündin war – Millie folgte wild entschlossen dem Würstchen, welches sie dann aus dem Schlick weglockte. Mit Essen rettete auch dieser Tierfreund zahlreiche Leben – wenn auch weniger spektakulär: Der Restaurant-Chef koch ttäglich ein Extra-Essen für Straßenhunde und freundet sich mit mehreren herrenlosen Hunden seiner Heimstadt an.

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Würstchen-Drohne bringt Hündin ans sichere Land – Besitzer und Millie sind wieder vereint

Große Erleichterung machte sich breit, als die Hündin endlich das trockene und sichere Land erreichte. Nach dieser tagelangen Rettungstour waren die beiden endlich wieder vereint und konnten gemeinsam nach Hause. Wie gut, dass sich die Beteiligten wirklich tagelang ins Zeug legten, um die entlaufende Hündin zu retten.

Genauso können Menschen sich auch auf den Einsatz von Tierenfür sie verlassen: Ein Hund rettete einen Wanderer vor dem Erfrieren und hielt ihn 13 Stunden warm und ein Straßenhund wärmte ein im Schneesturm verirrtes Mädchen durch Kuscheln, die zu erfrieren drohte. Ohne die Wärme der Hunde hätten beide Betroffene die Kälte kaum überstanden. Was wäre wohl dem kleinen Taylor widerfahren, der weit weg von Zuhause war? Ein streunender Pitbull beschützte das ausgebüxte Kind, bis es gefunden wird. Die geliebten Vierbeiner geben uns immer etwas zurück – da geht man doch gerne für sie auch mit Würstchen und Drohne ausgestattet auf Rettungstour. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Denmead Drone Search & Rescue/Facebook/Martin Wagner/Anton Prado/Dzinnik Darius/imago

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