Auf Jobsuche

Vorstellungsgespräch: Wie ehrlich dürfen Sie mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber sein, ohne negativ zu wirken?

Lügen im Lebenslauf und Unehrlichkeit im Bewerbungsgespräch sollten Sie bei der Jobsuche unbedingt vermeiden. Wie Sie ehrlich einen positiven Eindruck hinterlassen können.

Vor einem wichtigen Vorstellungsgespräch nervös zu sein, ist keine Seltenheit. Doch viele Menschen scheinen zusätzlich auch unsicher zu sein, wie sie sich vor ihrem potenziellen Arbeitgeber präsentieren sollen. Neben den allbekannten Gepflogenheiten, wie einem ordentlichen Erscheinungsbild und einem freundlichen und offenen Auftreten, gibt es einige Punkte, in denen meist Unklarheit herrscht. Beispielsweise die Frage, wie ehrlich Sie mit Ihrem Gegenüber sein dürfen, ist oft umstritten.

Eine gute Vorbereitung gegen spontane Lügen

Ob kleinere kosmetische Verschönerungen Ihres Werdegangs oder direkte Unehrlichkeit im Bewerbungsgespräch – bleiben Sie im Zweifel lieber bei der Wahrheit. Wenn Sie unsicher sind bezüglich Lücken in Ihrem Lebenslauf oder dem Scheiden mit ehemaligen Arbeitgebern, sollten Sie sich im Voraus bereits sorgfältig auf diesbezügliche Fragen vorbereiten.

Ein ehrliches und offenes Auftreten kommt in Bewerbungsgesprächen besonders gut an. (Symbolbild)

Denn wie die Nachrichtenseite Forbes.com berichtet, ergab die Studie „Hiring For Attitude“, dass leere und unspezifische Antworten der Bewerber in den Vorstellungsgesprächen nicht gut ankommen. Eine gründliche Vorbereitung kann Ihnen die Unsicherheit weitestgehend nehmen und trägt zu einem souveränen und ehrlichen Auftreten bei.

Nichtsdestotrotz besteht kein Grund dazu, Ihre gesamte Vergangenheit lückenlos herunterzubeten. Während Sie auf spezifische Fragen nicht ausweichend oder unehrlich antworten sollten, müssen Sie gleichzeitig nicht unaufgefordert alle früheren Fehler und persönlichen Schwächen offenlegen. Optimal wäre eine offene und sachliche Beschreibung Ihrer Stärken und Schwächen.

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Sollte das Vorstellungsgespräch als Verkaufsgespräch betrachtet werden?

Obwohl Ihnen eine gute Präsentation Ihrer Person ungemein helfen kann, sollten Sie das Bewerbungsgespräch nicht als Verkaufsgespräch betrachten. Erfolgscoach Uwe Schnierda erklärt im Interview mit der Serviceseite Karriereführer.de, die Idee, sich gewissermaßen selbst verkaufen zu müssen, führe bei einigen Kandidaten zu einem überheblichen Auftreten.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit lieber auf die Formulierungsweise Ihrer Antworten. Forbes.com empfiehlt hierbei, auf absolute Begriffe, wie „immer“, „nie“ und „niemand“ zu verzichten. Während Sie ehrlich beantworten dürfen, was Sie an Ihrer vorherigen Stelle gestört oder Ihnen gefehlt hat, sollten Sie es vermeiden, sich ausschließlich negativ über Ihren ehemaligen Arbeitgeber auszulassen.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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