Tabelle gibt Aufschluss
Ab diesem monatlichen Gehalt zählen Sie zu den Besserverdienern
Viele fragen sich, wie ihr eigenes Einkommen wirklich eingestuft wird. Die Lohntabelle des Bundesfinanzministeriums gibt nun Aufschluss. Wer gehört eigentlich zu Deutschlands Besserverdienern?
Berlin – Das Durchschnittseinkommen von in Vollzeit angestellten Arbeitnehmern in Deutschland liegt im Schnitt bei 49.260 Euro brutto, also rund 4.105 Euro im Monat. Während diese Zahl vom Statistischen Bundesamt bereits Auskunft darüber gibt, ob das eigene Brutto-Gehalt über oder unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt, fragen sich viele, was genau das eigene Einkommen bedeutet. Ab welchem monatlichen Gehalt zählt man etwa zu den Normalverdienern? Und ab welchem zu den Besserverdienern? Die Lohntabelle des Bundesministeriums für Finanzen gibt über diese Frage nun Aufschluss.
Zuletzt wurde das Ranking der reichsten Deutschen veröffentlicht. Doch auch wer nicht unter diesen zehn Menschen ist, kann sich in Deutschland ab einem gewissen Gehalt als reich bezeichnen. Und zwar, wer mindestens das Dreifache des Durchschnitts verdient. Dazu zählen in Deutschland die sogenannten Spitzen- und Top-Verdiener.
Ab wann zählt man in Deutschland zu den Besserverdienern? Tabelle beantwortet Frage
Die Tabelle des Bundesministeriums für Finanzen wurde von BILD veröffentlicht und gruppiert Arbeitnehmer je nach Brutto-Monatseinkommen in Geringverdiener, Niedrigverdiener, Mittelverdiener, Normalverdiener, Besserverdiener, Gutverdiener, Spitzenverdiener und Top-Verdiener. Bei wem monatlich mehr als die rechts aufgeführte Brutto-Summe im Arbeitsvertrag aufgeführt ist, kann sich beispielsweise als Besser- oder Normalverdiener zuordnen.
| Top-Verdiener\t | 23.277 Euro |
| Spitzenverdiener\t | 8.359 bis 11.355 Euro |
| Gutverdiener\t | 5.859 bis 6.848 Euro |
| Besserverdiener | 4.071 bis 5.126 Euro |
| Normalverdiener\t | 3.314 bis 3.665 Euro |
| Mittelverdiener\t | 2.378 bis 2.991 Euro |
| Niedrigverdiener | 1.729 bis 2.078 Euro |
| Geringverdiener | 1.159 bis 1.515 Euro |
Spitzenverdiener haben monatlich rund das doppelte Brutto-Einkommen von Besserverdienern
Wer mehr als 23.277 Euro brutto im Monat verdient, gehört also zu den Top-Verdienern in Deutschland – und damit auch zu den oberen 1 Prozent der Steuerzahler. Dieser Gruppe gehören vor allem Vorstände und CEOs von großen Unternehmen an. Zu den Spitzenverdienern hingegen können sich meist Anwälte, Piloten oder Chefärzte zählen. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz gehört mit seinem monatlichen Einkommen zu den Spitzenverdienern. Zu den Gutverdienern gehören übrigens rund 20 Prozent der Deutschen. Und wer sind Besserverdienern? Alle, die zwischen 4.071 und 5.859 Euro brutto im Monat verdienen. Darunter zählen meist Lehrer, Architekten und andere Akademiker.
Besserverdiener-Gehalt ist deutsches Durchschnittseinkommen – doch spiegelt nicht Realität wider
Bedeutet das zu Beginn des Artikels genannte Durchschnittseinkommen der Deutschen von 4.105 Euro im Monat, dass der Durchschnitt aller Arbeitnehmer zu den Besserverdienern gehört? Nicht unbedingt. Da bei der Rechnung des Statistischen Bundesamts der Mittelwert der Bruttogehälter aller rentenversicherten Arbeitnehmer erhoben wurde, spiegelt dies nicht die Realität wider. Gehälter von Top-Verdienern werden nicht berücksichtigt, sodass ein Millionengehalt statistisch gesehen das Einkommen vieler Geringverdiener ausgleicht. Um das eigene Gehalt besser einordnen zu können, kann ein Tool des Instituts der Deutschen Wirtschaft hilfreich sein: Es zeigt, wie viele Prozent der Deutschen anhand des Netto-Lohns reicher oder ärmer als Sie sind.
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