Künstliche Intelligenz

Durch KI ersetzt werden? Mit diesen Jobs sind Sie zukunftssicher

Die Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch und immer mehr Berufsfelder sind davon betroffen. Diese Jobs sind vorerst sicher.

Angehörige der kreativen Berufe kennen diese Angst: Wird künstliche Intelligenz mich bald in meinem Job ersetzen? Diese Gedanken müssen sich Autoren, Designer und Künstler heutzutage machen, denn die Technik schreitet eilends voran und mittlerweile können ChatGPT und Co. Inhalte zusammenstellen, die man noch vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Allerdings gibt es auch Berufsfelder, die von der KI nicht bedroht sind – oder mit dieser sogar aufblühen.

Künstliche Intelligenz auf dem Arbeitsmarkt: Jobs verschwinden, andere entstehen

Der Jobmarkt ändert sich durch Künstliche Intelligenz. KI beeinflusst nicht nur die Aufgabenverteilung innerhalb von Jobs, da einige Arbeitsschritte mittlerweile nicht mehr von Menschen übernommen werden müssen, sie verändert auch das Gesamtkonzept von Arbeitsplätzen in verschiedenen Sektoren. Viele Positionen schwinden, andere Bereiche hingegen wachsen.

Künstliche Intelligenz wird in Zukunft Jobs ersetzen - aber nicht alle.

Der Global Risks Report 2024 des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum, WEF) beleuchtet dieses Thema und stützt sich auf Vorhersagen, die auf Umfrageantworten und Arbeitsmarktdaten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) basieren. Er zeigt auf, welche Jobs in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich am meisten zunehmen werden, nicht nur in Bezug auf die tatsächliche Zahl der beschäftigten Personen, sondern auch im Hinblick auf den relativen Anstieg der Arbeitsplätze in bestimmten Bereichen zwischen 2023 und 2027.

Der Arbeitsmarkt verändert sich: Das sind neue und wachsende Berufsfelder

Die Künstliche Intelligenz macht manche Jobs überfällig, schafft im Gegenzug aber auch neue Positionen. In erster Linie sind das natürlich die Jobs im KI-Bereich selbst, etwa für das Training von KI und die Optimierung der KI-Maschinen. Auf der Liste der am schnellsten wachsenden Jobbereiche stehen auch die Berufe der Analysten. Durch den starken Anstieg an KI-Produkten, braucht es immer mehr Wirtschafts-, Informationssicherheits- und Daten-Analysten, die für die (Daten-)Sicherheit von Firmen und Co. im Netz sorgen und deren Traffic analysieren. Auch der Job des Ingenieurs, etwa für Maschinen oder Roboter, wird nach wie vor von Menschenhand übernommen.

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Kein neues, aber ein wachsendes Berufsfeld, das auch in Zukunft stabil bleiben wird, ist die Landwirtschaft. Wer landwirtschaftliche Maschinen bedienen oder fahren kann, muss sich um seine Jobmöglichkeiten erst einmal keine Sorgen machen. Auch Mechaniker, Reparateure, Elektriker, Ingenieure, Handwerker, Köche, Bus- und Lkw-Fahrer und Business-Experten sind von dem Anstieg der KI kaum betroffen, ebenso wenig wie Lehrer für Schulen, Universitäten oder andere Arten von Fortbildungen. Jobs mit menschlicher Interaktion, etwa Betreuer in Kitas, Ärzte, Hebammen und Pfleger, gelten ebenfalls als sicher.

KI und Nachhaltigkeit: Nummer 1 auf der Liste der wachsenden Jobs

Wer sich Sicherheit im Job wünscht, sollte also nicht gegen die Entwicklung ankämpfen, denn KI an sich ist aktuell ein lukratives Jobmodell. Der WEF-Bericht besagt, dass die Berufsgruppe der Spezialisten für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen bis 2027 voraussichtlich um 40 Prozent wachsen wird, was etwa einer Million neuer Arbeitsplätze entspricht.

Auch Berufe im Bereich Nachhaltigkeit werden wichtig sein, denn die Position des Nachhaltigkeitsspezialisten nimmt sogar den zweiten Rang in der Liste ein. Die steigende Sensibilisierung für Umweltthemen sorgt für einen Anstieg an Jobmöglichkeiten. Immer mehr Unternehmen und Regierungen müssen nachhaltige Praktiken in ihren Geschäftsalltag einbauen und brauchen dafür das Know-how von Nachhaltigkeitsexperten, um erfolgreiche Konzepte zu entwickeln und ihren ökologischen Fußabdruck klein zu halten.

Jobs, die von der KI bedroht sind: In diesen Berufsfeldern lohnt sich bald eine Umschulung

So viele Möglichkeiten KI auch bietet, für viele Menschen wird sie ein Umdenken im Berufsalltag oder eine komplett neue berufliche Ausrichtung nötig machen, denn die Einführung von KI-Systemen wird einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitsmärkte weltweit haben. Laut einer Studie von Goldman Sachs Research von der US-Bank Goldman Sachs haben die Durchbrüche in der generativen Künstlichen Intelligenz das Potenzial, tiefgreifende Veränderungen in der globalen Wirtschaft zu bewirken. Da die neuen Tools ihren Weg in Unternehmen und die Gesellschaft finden, könnten sie zu einem Anstieg des globalen BIP um sieben Prozent, also etwa sieben Billionen US-Dollar, führen und das Produktivitätswachstum über einen Zeitraum von zehn Jahren um 1,5 Prozentpunkte anheben.

Extra-Einkommen: Nebenjobs in Branchen, wo Mitarbeiter gefragt sind

Lächelnde Geschäftsfrau.
Die Jobplattform Zenjob hat in einer früheren Untersuchung ausgewertet, wie viel Studenten oder Nebenjobbende bei welchen Nebenjobs verdienen können. Das Unternehmen hatte dazu insgesamt 797.000 Nebenjobs zwischen 2019 und 2021 in 36 Städten ausgewertet. Vergleichsweise gut bezahlt waren demnach die Bürokräfte. Die durchschnittlichen Stundenlöhne lagen laut dem im Februar 2022 veröffentlichten „Zenjob-Jobspiegel“ für Büroaushilfen damals bei 13,28 Euro. © JOSEF/Westend61/Imago
Jemand hält einen Geldbeutel mit Geldscheinen in der Hand
Danach folgten die Kuriere. Die durchschnittlichen Stundenlöhne für entsprechende Fahrerjobs lagen der Auswertung zufolge bei damals 13,20 Euro. © Bihlmayerfotografie/Imago
Jemand zapft Bier aus einem Hahn.
Noch immer werden Mitarbeiter in der Gastronomie zum Teil händeringend gesucht. Zum Zeitpunkt der Auswertung (30. Dezember 2021) lag der Stundenlohn für den Job als Kellnerin oder Kellner bei im Schnitt 12,90 Euro.  © Axel Heimken/dpa (Archivbild)
Symbolbild - Sparen
Auch auf Messen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich mit einem Nebenjob etwas hinzuzuverdienen. Für Hosts oder Hostessen beziehungsweise einen entsprechenden Promoter-Job lag der durchschnittliche Stundenlohn der Auswertung zufolge bei damals 12,80 Euro. © Daniel Karmann/dpa
Mitarbeiter an der Supermarktkasse
Wer sich mit einem Nebenjob etwas hinzuverdienen will, findet Job-Angebote auch bei Supermärkten. Zum damaligen Zeitpunkt lag, wie die Auswertung gezeigt hatte, der Stundenlohn für einen Kassiererjob bei im Schnitt 12,70 Euro.  © Sven Hoppe/dpa
Auswertung mit einem Tachenrechner und Rotstift
Welche Nebenjobs finden sich noch? Bei Inventurjobs konnte man zum Zeitpunkt mit im Durchschnitt 12,50 Euro Stundenlohn rechnen... © Zoonar.com/stockfotos-mg/Imago
Eine Person hält einen Geldbeutel in der Hand.
... und bei Jobs als Kommissioniererin oder Kommissionierer mit einem Stundenlohn von damals durchschnittlich 12,10 Euro, wie die Auswertung zu den Nebenjobs ergeben hatte.  © Patrick Pleul/dpa
Eine Person hält eine Geldbörse.
Bei der Suche nach einem Zusatzjob kommt es nicht nur auf den Bruttoverdienst an. © Fotostand/K. Schmitt/Imago
Frauenhand mit Stempel mit der Aufschrift 520 Euro Minijob
Hält man bestimmte Verdienst- und Zeitgrenzen ein – etwa bei einem Mini- oder Saisonjob – kann das schlussendlich netto mehr bringen als ein Zweitjob mit höherem Bruttogehalt und längerer Arbeitszeit, heißt es in einem Bericht der dpa zum Thema. © blickwinkel/McPHOTO/K. Steinkamp/imago
Auswertung Umsatzstatistik Rotstift Auswertung Umsatzstatistik Rotstift Copyright: xZoonar.com/stockfotos-mgx 19629224
Vorab sollte man also klären, was nach Abzug von Steuer- und Sozialabgaben vom Zweitjob am Ende übrig bleibt. © Zoonar.com/stockfotos-mg/Imago

„Trotz erheblicher Unsicherheit bezüglich des Potenzials von generativer KI spiegelt ihre Fähigkeit, Inhalte zu erzeugen, die von menschlich erzeugtem Output nicht zu unterscheiden sind, und die Fähigkeit, Kommunikationsbarrieren zwischen Menschen und Maschinen zu überwinden, einen bedeutenden Fortschritt mit potenziell großen makroökonomischen Auswirkungen wider“, schreiben die Ökonomen von Goldman Sachs, Joseph Briggs und Devesh Kodnani, in ihrem Bericht.

Diese Veränderungen in den Arbeitsabläufen könnten das Äquivalent von 300 Millionen Vollzeitstellen betreffen, die durch KI beeinflusst oder sogar komplett ersetzt werden können. Dazu gehören laut der Analyse etwa die Berufe der Steuerfachangestellten, Mathematikern, Schriftstellern und Autoren, Auditoren, Datenmanagern oder Webdesignern.

Rubriklistenbild: © Imago

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