Vermeintliche Jobangebote
Betrugsmasche bei WhatsApp: Darauf sollten Sie bei Nachrichten achten
Mit einer neuen WhatsApp-Betrugsmasche wollen Betrüger an Daten gelangen. Unter anderem geben sich Absender als Recruiter von Stepstone aus.
Bremen – Mit sogenanntem „Job Scamming“ sollen Menschen, die im Internet nach einer neuen Arbeit suchen, betrogen werden. Als vermeintliche Arbeitgeber versuchen die Betrüger, an sensible Daten von Verbrauchern zu gelangen.
„Job Scamming“ auf WhatsApp nimmt zu – Stepstone warnt vor den Nachrichten
Vor dem Job Scamming warnte jetzt eindringlich das Unternehmen Stepstone, das vielen Menschen in Deutschland als Jobbörse bekannt sein dürfte. Stepstone wird neben anderen Online-Jobportalen von Betrügern dazu genutzt, um an Daten von Verbrauchern zu gelangen. Beim Job Scamming werden gefälschte Jobangebote erstellt, die dann per E-Mail oder sogar WhatsApp weitergeleitet werden. Für einige Menschen dürfte es problematisch sein, die Betrügereien zu erkennen.
Bei WhatsApp geben sich die Betrüger als Arbeitgeber aus. Als Informationen benötigen sie angeblich die Adresse, Geburtsdaten oder sogar Bankdaten von Empfängern. „In den letzten Tagen haben einige WhatsApp-Nutzer betrügerische Nachrichten von fiktiven Recruitern erhalten, die vorgeben, von ‚Stepstone HR‘ oder anderen Unternehmen zu sein“, schreibt Stepstone dazu. „Denke daran, dass seriöse Arbeitgeber in der Regel nicht über WhatsApp kommunizieren“, warnt die Jobbörse. Bei einigen Nummern sollte zudem nicht ans Telefon gegangen werden.
Verbraucherzentrale und die Polizei warnen vor „Job Scamming“
Bereits im Jahr 2021 warnte die Verbraucherzentrale vor dem Job Scamming. Dort ging es um ein Video-Ident-Verfahren, mit dem im Namen des Bewerbers ein Konto eröffnet wurde. Getarnt wurde der Betrug als erster Auftrag in einem Einstellungstest, den die Bewerber damals ausführen sollten. In der Folge nutzten die Betrüger das neu erstellte Konto für Ebay-Verkäufe, das darauf eingezahlte Geld hoben sie ab. Die Bewerber wurden also ungewollt zum Täter, die sich einer Anzeige wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegenübersahen.
Auch die Polizei Nordrhein-Westfalen warnte bereits eindringlich vor dem Job Scamming. „Der vermeintlich neue Arbeitgeber fordert seine Opfer dazu auf, persönliche Daten und Bilder zu übermitteln“, heißt es dort. Um sich vor den Betrügereien zu schützen, sollte der potenzielle Arbeitgeber gründlich recherchiert werden. Spätestens bei ungewöhnlichen Zahlungsanforderungen ist ein Misstrauen der Bewerber gerechtfertigt. Sensible Informationen wie Bank- oder Ausweisdaten sollten ohnehin nicht vorschnell weitergegeben werden. Vor einer neuen Betrugsmasche warnt auch die Deutsche Rentenversicherung.
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