Kosten auf den Zeltplätzen
Preisvergleich: Wo in Europa der Camping-Urlaub besonders teuer ist – und wo überraschend günstig
Auf Camping-Urlaub setzen viele Reisende in der Hoffnung auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Je nach Zielland fallen die Kosten allerdings ganz unterschiedlich hoch aus.
Hamburg – Die Jahresmitte kommt und das Wetter schwingt noch immer die Kältekeule – viele Menschen sind schon jetzt beinahe reif für den Sommerurlaub. Aktuelle Preissteigerungen erschweren allerdings die Urlaubsplanung. Alle Camping-Liebhaber aufgepasst: Auch im Wohnwagen oder auf dem Zeltplatz kann es in diesem Jahr besonders teuer werden. Wir haben nachgeforscht, in welchen europäischen Ländern die Preise besonders hoch sind und wo Sie günstiger wegkommen.
Steigende Strompreise: So stark wirken sich die Teuerungen auf Europas Campingplätze aus
Kaum verwunderlich dürfte bei Betrachtung der steigenden Strompreise in Nebenkostenabrechnungen sein, dass auch auf Campingplätzen mit einer Erhöhung zu rechnen ist. „Stromkosten können den Preis für einen Urlaub mit dem Camper unerwartet erhöhen. Wir empfehlen Reisenden, sich die Websites von Campingplätzen genau anzuschauen, da die vorhandenen Informationen bei Drittanbietern nicht immer auf dem neuesten Stand sind“, so Raphael Meese von CamperDays. Das Buchungsportal für Wohnmobile hat die durchschnittlichen Strompreise pro Nacht von über 4000 Campingplätzen Europas verglichen.
- Dänemark: 6,06 Euro
- Spanien: 5,95 Euro
- Schweden: 4,52 Euro
- Italien: 4,10 Euro
- Deutschland: 3,67 Euro
- Niederlande: 3,49 Euro
Auch in Deutschland gibt es schöne Campingplätze – und der Europavergleich der Stromkosten zeigt außerdem, dass auch der geldliche Faktor die Entscheidung für das Heimatland stützen könnte. Unter vier Euro kostet hierzulande der Strom durchschnittlich pro Nacht. Günstiger können Sie den Auswertungen zufolge nur in den Niederlanden wegkommen. Unter dem weltweiten Durchschnitt von 4,63 Euro pro Nacht liegen zudem Italien und Schweden. Besonders tief in die Tasche gegriffen werden muss für die Stromrechnung auf Campingplätzen in Dänemark.
Teurer oder günstiger? Vor und Nachteile einer Stromkostenpauschale bei dem Camping-Urlaub
Ein Preisvergleich mit Camping-Apps kann sich lohnen. Denn: Unter anderem gestiegene Strompreise lassen die Urlaubskosten schnell in die Höhe treiben. Sind Sie für mehrere Wochen unterwegs, kommt schnell eine zweistellige Zusatzrechnung zusammen. Mit Blick auf den oben genannten Durchschnittspreisen, ist außerdem zu beachten, dass einige Campingplätze nicht pauschal, sondern nach Verbrauch abrechnen. In diesem Fall könnte Ihre Rechnung weit über dem Durchschnitt liegen, wenn Sie Glamping im Wohnwagen einem kleinen Zelt vorziehen.
Eine Pauschale kann Sie somit vor bösen Überraschungen bewahren. Aus dem europaweiten Vergleich von CamperDays geht hervor, dass auf Campingplätzen in den Niederlanden (87,3 Prozent) und in Italien (71,5 Prozent) besonders häufig Pauschalpreise genutzt werden. Nur sehr selten wird in Dänemark (20,7 Prozent) pauschal abgerechnet.
Diese Faktoren gilt es außerdem zu beachten – Preisvergleich unter Berücksichtigung der Gesamtkosten
Stromkosten sind in diesem Jahr ein besonders entscheidender Kostenfaktor. Aber auch andere Bereiche spielen in die Gesamtrechnung hinein: Frisch- und Abwasser, Internet, Müllentsorgung, Dusch-Gebühren, Touristenabgaben, Umweltabgaben, Waschmaschinen- und Trocknernutzung.
Alles in allem ist der Camping-Urlaub in Kroatien und Italien mit durchschnittlich fast 70 Euro pro Nacht am teuersten, am günstigsten ist es für rund 40 Euro in Schweden und Deutschland, ermittelte das ADAC-Campingportal PiNCAMP für das Campingjahr 2023. Das Portal fand zudem heraus, dass der Camping-Urlaub in den europäischen Haupturlaubsländern insgesamt teurer geworden ist. Zwei Camper mit Caravan oder Wohnmobil und einem zehnjährigen Kind zahlen im Sommer durchschnittlich 55,70 Euro, das sind fast 4 Euro mehr als 2022. (Felina Wellner)
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