Erneuerbare Energien
Rettung des Verbrenners? E-Fuels in den Startlöchern – noch hakt es am Preis
Ein Berliner Start-up bringt im Zuge der Debatte um erneuerbare Energien einen Kraftstoff ohne fossile Anteile an den Start. Allein der Preis des E-Fuels schockt.
Berlin – Kraftstoff fürs Auto ohne fossile Anteile und das auch noch möglichst CO2-neutral oder zumindest sehr CO2-arm. Was wie der unerfüllte Traum für Verbraucher und Fans der erneuerbaren Energien klingt, ist dem Berliner Start-up P1 Performance Fuels gelungen. Wie die Welt berichtet, soll der Kraftstoff beziehungsweise E-Fuels bis zu 90 Prozent weniger CO2 ausstoßen.
Erneuerbare Energien: E-Fuels in den Startlöchern – bis zu 90 Prozent weniger CO2-Ausstoß
Die noch bessere Nachricht: Das E-Fuels von P1 Performance Fuels gibt es bereits, und zwar an einer Tankstelle in der Hauptstadt in Berlin. Wie es in dem Bericht der Welt heißt, soll das E-Fuel als erneuerbare Energie für weltweit bis zu 1,6 Milliarden klassischer Verbrennungsmotoren genutzt werden können. In Berlin bezeichnet man sich aufgrund dessen bei P1 Performance Fuels schon als „grüne Lösung“ der Branche.
Das Gute an dem Kraftstoff: Er soll komplett ohne Erdöl hergestellt werden können, aber dennoch die gleichen Eigenschaften besitzen wie herkömmliches Benzin. Eine weitere gute Nachricht: Der Kraftstoff hat sich schon weitreichend bewährt und wird unter anderem im Motorsport eingesetzt, schreibt die Welt in ihrem Bericht. Und auch in Berlin wird es bald eine Tankstelle geben, die den Kraftstoff führen wird.
Rettung des Verbrenners: E-Fuels in den Startlöchern – bis zu 100 Prozent nicht fossiler Kraftstoff
„Das ist das erste Mal, dass ein zu 100 Prozent nicht fossiler Kraftstoff für Verbraucher zugänglich ist“, zitiert die Welt Martin Popilka, Geschäftsführer bei P1 Performance Fuels in Berlin. In seinen Augen gibt es besonders in Deutschland viele Menschen, die im Zuge des Klimawandels und Umstellung auf Erneuerbare Energien auf E-Fuels ausweichen wollen.
Das Praktische an dem Kraftstoff: So können auch Autofahrer an der Energiewende partizipieren, die in den 2030er-Jahren noch immer mit einem Verbrenner unterwegs sein werden. Diese müssten auch in die Lage versetzt werden, einen Teil zur Senkung des CO2-Ausstoßes beitragen, so Jens Nietzschmann, Geschäftsführer bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT): „Von der positiven Lösung dieser Verbrennerfrage hängt auch die gesellschaftliche Akzeptanz der individuellen Mobilität an sich ab. Wir müssen diese Kunden davor schützen, zum Freiwild umweltpolitischer Ausgrenzung zu werden.“ Nach seiner Einschätzung werden 2030 noch rund 30 Millionen Autos mit einem Verbrennungsmotor unterwegs sein in Deutschland.
Erneuerbare Energien: E-Fuels in den Startlöchern – Noch kostet der Liter 5 bis 6 Euro
Doch bei all den guten Nachrichten, gibt es natürlich noch einen Haken an der ganzen Sache rund um E-Fuels und erneuerbare Energien: und das ist der Preis. Zum einen ist der noch sehr hoch, weil der Kraftstoff nicht in der entsprechenden Menge produziert wird. Momentan ist E-Fuels von P1 Performance Fuels für 5 bis 6 Euro erhältlich. Würde der Staat sämtliche Steuern darauf erlassen, wäre ein Preis von etwa 3,50 Euro pro Liter machbar. Wird noch mehr von den E-Fuels produziert, könnte der Preis noch weiter nach unten gehen.
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