Schweigen oder aussprechen?
Zehn kluge Fragen an den Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch: Wie Sie punkten können
Wer sich beruflich verändern will, kommt um Vorstellungsgespräche nicht herum. Dabei sollten Sie nicht nur Fragen beantworten, sondern auch selbst stellen.
Kurz vor dem Jahresende reflektieren viele Menschen ihre beruflichen Entscheidungen und planen die nächsten Schritte. Wenn Sie sich beruflich verändern wollen, durchsuchen Sie in den meisten Fällen viele Stellenanzeigen, Sie optimieren Ihre Bewerbungsunterlagen und bereiten sich auf Vorstellungsgespräche vor. Wenn Sie bei letzterem glänzen wollen, sollten Sie sich unbedingt umfassend mit dem Unternehmen und Ihrer möglichen Stelle beschäftigen. Ebenso sollten Sie nicht nur passiv die Fragen des Gegenübers beantworten, sondern auch selbst Fragen stellen. Welche Fragen sich dabei anbieten.
Fragen, die Sie im Vorstellungsgespräch stellen sollten
Das Vorstellungsgespräch dient nicht nur dazu, dass der Arbeitgeber Sie als möglichen neuen Arbeitnehmer kennenlernt, auch Sie können schauen, ob die Position, die Ziele des Unternehmens oder die allgemeine Arbeitsweise zu Ihnen passt. In dem Zusammenhang sollten Sie sich nicht davor scheuen, Fragen zu stellen. Das Karriereportal Kununu informiert, dass Sie heutzutage sogar Fragen zu Bonuszahlungen, Urlaubstagen oder Benefits stellen können. Wichtig können allerdings auch allgemeine Fragen zu Ihrer neuen Tätigkeit sein:
- „Wie würde ein typischer Arbeitstag für mich in dieser Position aussehen?“: Wenn Sie die Frage so stellen und darin Bezug auf sich selbst nehmen, sorgen Sie dafür, dass sich der Arbeitgeber vorstellt, dass Sie auf dieser Position sind. „Das ist ein großartiger psychologischer Trick, denn es fällt Menschen schwer, sich von Bildern zu lösen, die sich in ihrem Hirn verankert haben“, sagt der Karrierecoach John Lees gegenüber dem Manager Magazin.
- „Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“: Sollten Sie die Frage stellen, klopfen Sie die Erwartungen und möglichen Herausforderungen ab, mit denen Sie konfrontiert sind, informiert das Portal Karrierebibel.
- „Welche Herausforderungen erwarten mich in den ersten 90 Tagen?“: Achten Sie bei der Antwort auf die Zwischentöne, was sind allgemein Herausforderungen, gibt es derzeit irgendwelche Konflikte und wie sieht die Teamzusammenstellung aus?
- „Was sind die dringendsten Projekte/Aufgaben, die ich in Angriff nehmen würde?“
- „Was gefällt Ihnen an der Arbeit hier am besten?“: Bei der Antwort können Sie unter Umständen Rückschlüsse auf das Betriebsklima, die Dynamik und Kultur ziehen. Haben Sie damit kein Glück, können Sie folgende Frage stellen:
- „Wie würden Sie die Unternehmenskultur beschreiben?“
- „Gibt es im Unternehmen Mitarbeiter, die remote arbeiten?“: Machen Sie sich bewusst, welche Benefits Ihnen wichtig sind, sollten diese Punkte in der Stellenausschreibung oder im Verlauf des Vorstellungsgesprächs nicht angesprochen werden, stellen Sie die Fragen. Eine Herangehensweise könnte es laut Kununu auch sein, dass Sie nach einer offiziellen Regelung für Homeoffice fragen.
- „Wie werden Mitarbeiter bei Ihnen gefördert?“: Ist es Ihnen wichtig, dass Sie sich weiterentwickeln können, sollten Sie die Frage stellen, wie das Unternehmen dies handhabt. Gibt es interne Möglichkeiten oder besteht die Möglichkeit, Bildungsurlaub zu nehmen?
- „Wie gehen Sie im Unternehmen mit Fehlern um?“: Diese Frage kann Ihnen ein böses Erwachen später ersparen.
- „Was sind die nächsten Schritte in Ihrem Einstellungsprozess?“
Bei den Fragen handelt es sich lediglich um eine Auswahl. Sie sollten nicht alle Fragen stellen, sondern für sich passende Fragen auswählen. Machen Sie sich bewusst, was Sie sich von Ihrem neuen Job und Ihrem neuen Arbeitgeber wünschen und achten Sie auch auf das Gesagte zwischen den Zeilen.
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