Den Traumjob bekommen

Drei Dinge sollten Sie in einem Vorstellungsgespräch nicht sagen, wenn Sie den Job wirklich wollen

Wenn Sie auf diese drei Dinge im Vorstellungsgespräch verzichten, dann klappt’s auch mit dem Traumjob. Stattdessen sollten Sie hierauf achten.

Wer kennt es nicht: Man hat die Möglichkeit, den absoluten Traumjob zu ergattern, doch das Vorstellungsgespräch sorgt für richtig Bammel. Jetzt heißt es, einmal tief durchatmen und bloß keine Fehler machen. Schließlich will man sich im Rennen um den Posten nicht ins Aus schießen.

Ein paar Dinge gibt es nämlich, die im Vorstellungsgespräch No-Gos und für den Interviewer absolute rote Flaggen sind. Diese Fehler sollten Sie beim Jobgespräch nicht machen.

Indiskretion: Nicht über den ehemaligen Arbeitgeber oder Kollegen lästern

Es mag ja sein, dass Sie den Job wechseln wollen, weil Ihnen Ihr bisheriger Arbeitsplatz, Ihr ehemaliger Chef oder Ihre Ex-Kollegen nicht gefielen. Vielleicht haben Sie auch völlig zu Recht sogar eine richtige Wut im Bauch auf Ihren alten Job. Trotzdem dürfen Sie sich diese Gefühle bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber nicht anmerken lassen.

Beim Vorstellungsgespräch sollte man ein paar Dinge auf keinen Fall tun.

Nichts findet Ihr zukünftiger Chef unangenehmer, als Sie über den alten Job oder Mitarbeiter meckern zu hören. Dabei kommt schnell die Frage auf, ob Sie über ihn und neue Kollegen genauso schimpfen würden. Ein Chef, dem das Betriebsklima seiner Fima wichtig ist, wird Sie mit so einem Verhalten nicht einstellen.

Unbedingt beeindrucken wollen: Nicht nur von der Firma sprechen

Natürlich wird Ihr zukünftiger Arbeitgeber beeindruckt davon sein, wenn Sie sich im Vorfeld über die Firma informiert haben. Das zeigt, dass Sie sich wirklich interessieren und sich vorbereitet haben. Allerdings sollten Sie es vermeiden, bei jeder Frage wieder auf das Unternehmen einzugehen, bei dem Sie sich bewerben. Der Interviewer will schließlich im Vorstellungsgespräch keinen Vortrag über seinen eigenen Arbeitsplatz bekommen – es sei denn, er fragt danach. Denn diese Informationen kennt er in der Regel bereits.

Vielmehr sollten Sie im Gespräch von sich erzählen und Ihr Gegenüber von Ihren Fähigkeiten überzeugen. Sie können darauf eingehen, warum Sie gut in das Unternehmen hineinpassen würden, sollten es aber mit Info-Dropping nicht übertreiben. Das nervt schnell und an einem gewissen Punkt wird sich der Interviewer denken, dass Sie das ganze nur auswendig gelernt haben, um ihn zu beeindrucken. Das mag zwar stimmen, sollte aber nicht zu offensichtlich sein.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Vorsicht bei unbekannten Anrufen: Betrüger geben sich in Frankfurt wieder als Polizisten aus.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

Außerdem sollten Sie sich mit Fachsprache zurückhalten. Es ist in Ordnung, den ein oder anderen berufsspezifischen Begriff einfließen zu lassen, wenn er angebracht ist. Allerdings sollten Sie auch hier vom Übertreiben absehen, da auch eine übermäßig perfekte Ausdrucksweise im Vorstellungsgespräch schnell gewollt und künstlich wirkt. Sprechen Sie einfach so, wie ein normaler Mensch es in jeder anderen Unterhaltung auch tun würde.

Frechheiten: Nicht zu offenherzig und mitteilungsfreudig sein

Zu locker darf das Gespräch wiederum auch nicht werden, denn dann kann es schnell passieren, dass man Dinge sagt, die man im Vorstellungsgespräch besser nicht gesagt hätte. Dazu gehören zum Beispiel Schimpfworte, vulgärer Slang, politisch nicht korrekte Bemerkungen, unangebrachte Witze oder gar Beleidigungen. Egal, wie wohl Sie sich in der Situation fühlen und wie gut Sie sich mit dem Interviewer verstehen, Sie sollten trotzdem immer professionell bleiben und etwas Distanz wahren.

Das bedeutet, dass Sie sich auch mit Ihrer Offenheit etwas zurückhalten müssen. Erzählen Sie dem Interviewer am besten nicht, wenn Sie eigentlich noch nach einem besseren Job Ausschau halten, noch weitere Vorstellungsgespräche haben oder bei einem zu geringen Gehalt gleich wieder gehen würden. All das können Sie sich insgeheim denken, gefällt Ihrem Gegenüber aber gar nicht.

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Fragen nach dem Gehalt und anderen unangenehmen Gesprächspunkten sollten Sie sich ohnehin bis zum Schluss aufheben. Im Vorstellungsgespräch geht es erst einmal darum, Ihrem Gegenüber von Ihnen und Ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Ist das erledigt, können Sie die unausweichlichen Finanzthemen ansprechen. Persönliche Fragen sollten Sie dem Interviewer hingegen gar nicht stellen, auch wenn er sie Ihnen stellt. Wenn es um Ihr Privatleben geht, antworten Sie höflich mit den Informationen, die Sie bereit sind zu geben. Mehr müssen Sie nicht preisgeben, wenn es nicht um den Job geht.

Generell gilt, dass man mit Höflich- und Freundlichkeit noch am weitesten kommt. Seien Sie natürlich und verstellen Sie sich nicht, dann ist der Traumjob bestimmt bald Ihrer.

Rubriklistenbild: © Bartek Szewczyk/Imago

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