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Die Suche nach Wohnraum wird in Hamburg immer schwieriger. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, Hamburg gehört zu Deutschlands teuersten Regionen.
Hamburg – Wer in Hamburg eine vernünftige Wohnung finden möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Das liegt nicht nur an der Inflation, die seit Kurzem wieder eine Abwärts-Entwicklung verzeichnet, sondern auch an der immer weiter ansteigenden Nachfrage nach Wohnraum in der Hansestadt.
Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) liegt die Hansestadt, aufgrund der hohen Wohnkosten, deutschlandweit auf dem siebten Platz der teuersten Wohnregionen.
Das sind die teuersten Mietwohnungen in Deutschland
Wohnkosten in Hamburg in Norddeutschland am Höchsten
Im Vergleich zum deutschlandweiten Durchschnitt sind die Lebenshaltungskosten in Hamburg um 11,5 Prozent höher. Dennoch ist Hamburg immer noch fast 11 Prozent günstiger als die teuerste Stadt: München. Wenn man jedoch in Hamburg und Umgebung nach günstigeren Wohnraum-Alternativen sucht, kann man im Umland der Stadt fündig werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass einige Gebiete in Hamburgs Speckgürtel immer noch teurer sein können als der nationale Durchschnitt.
Besonders teuer wird es in den Kreisen Stormarn und Pinneberg in Schleswig-Holstein, die an die Stadt angrenzen und wo die Lebenshaltungskosten um 4,3 bzw. 4,0 Prozent über dem bundesweiten Mittelwert liegen. Im westlichen Teil der Stadt, im niedersächsischen Landkreis Stade sowie im östlichen Kreis Herzogtum Lauenburg, sind die Lebenshaltungskosten hingegen vergleichsweise günstiger – wenn auch nur geringfügig. Der Preisindex liegt hier bei 99,4 Prozent im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Anders verhält es sich bei den Stromkosten. Diese liegen auf dem Land etwa fünf Prozent höher als in der Hansestadt.
Lebenshaltungskosten: Dafür geben Hamburger ihr Geld aus
Die Trendentwicklung ist nichts Neues – bereits 2018 kam eine repräsentative Studie der Hamburger Sparkasse zu dem Ergebnis, dass rund 45 Prozent der Hamburger Haushalte über 50 Prozent ihrer Einnahmen für die Miete ausgeben müssen. Etwa 8,71 Euro pro Quadratmeter müssen Hamburger im Durchschnitt an Kaltmiete bezahlen. Zum Vergleich: Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes geben Deutsche im Durchschnitt lediglich 27,8 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus. Eine Aussicht auf sinkende Mieten gibt es in Hamburg derzeit aber leider nicht. (Lennart Schwenck)