Neue Deutschland-Studie

Mieten in Hamburg: Wo Wohnen noch bezahlbar ist

Die Suche nach Wohnraum wird in Hamburg immer schwieriger. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, Hamburg gehört zu Deutschlands teuersten Regionen.

Hamburg – Wer in Hamburg eine vernünftige Wohnung finden möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Das liegt nicht nur an der Inflation, die seit Kurzem wieder eine Abwärts-Entwicklung verzeichnet, sondern auch an der immer weiter ansteigenden Nachfrage nach Wohnraum in der Hansestadt.

Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) liegt die Hansestadt, aufgrund der hohen Wohnkosten, deutschlandweit auf dem siebten Platz der teuersten Wohnregionen. 

Das sind die teuersten Mietwohnungen in Deutschland

Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Diese Penthouse-Wohnung im Viertel Prenzlauer Berg ist im Ranking das günstigste Angebot. Für „nur“ 11.500 Euro Kaltmiete im Monat kann man diese 5-Zimmer-Wohnung auf 384 m² mieten.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist teilmöbliert und liegt in einer ehemaligen Fabrikhalle.  © Immoscout24
Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Die Wohnung kann ab 1. September gemietet werden. Zu den 11.500 Euro kommen noch ungefähr 1000 Euro hinzu - für die Warmmiete.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Frankfurt am Main
Eine der Top-Wohnungen in Frankfurt am Main kostet 12.000 Euro kalt. Hier sind ebenfalls 5 Zimmer inklusive auf 500 m² Fläche. Die Wohnung befindet sich im Viertel Sachsenhausen-Nord und liefert einen Blick auf die Skyline von Mainhatten.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese Berliner Luxuswohnung für 12.000 Euro im Monat steht in der Stresemannstraße. Die Wohnung hat zwar 185 m² – aber nur zwei Zimmer. Dafür ist die Wohnung vollmöbliert und hat gleich zwei Terrassen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese 12.000-Euro-Wohnung liegt ebenfalls in Berlin in der Stresemannstraße. Das Penthouse im 16. Stock hat 188 m², die sich auf zwei Zimmer verteilen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung ist vollmöbliert und richtet sich eher an Menschen, die Berlin einen Besuch abstatten wollen – eine langfristige Miete ist hier nicht gedacht.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese Wohnung kostet ebenfalls 12.000 Euro im Monat und ist ein Designobjekt in Berlin-Mitte. Das Townhouse erstreckt sich über vier Geschosse, dabei gibt es insgesamt fünf Zimmer – und einen begehbaren Kleiderschrank.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung hat insgesamt 403 m² und drei Terrassen. Wer keine Lust hat, ständig die vier Geschosse auf und ab zu laufen, wird erfreut sein: Es gibt einen Aufzug.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Düsseldorf für 13.500 Euro/Monat
Diese Maisonette-Wohnung in Düsseldorf kostet schon etwas mehr: Für 13.500 Euro Kaltmiete im Monat gibt es zwei vollmöblierte Zimmer und zwei Dachterrassen. Insgesamt hat die Wohnung 198 m². © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Zurück in die Hauptstadt, wo der Preis nochmal angezogen wird. Diese Wohnung ist im Ranking auf Platz zwei der teuersten Mietwohnungen in Deutschland. Sie kostet 17.000 Euro kalt im Monat und steht in Berlin-Mitte.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Die 7-Zimmer-Wohnung hat über 700 m² Fläche und ist ein Penthouse mit einer spektakulären Dachterrasse.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Diese Terrasse ist eine von zwei, die die Wohnung hat. Was bei so einer Luxuswohnung nicht fehlen darf, ist noch die eigene Sauna.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Zu guter Letzt die Nummer 1: Das ist die teuerste Mietwohnung in Deutschland, die 19.500 Euro kalt im Monat kostet. Die Warmmiete kommt auf über 22.000 Euro.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist ziemlich ungewöhnlich: Auf 720 m² hat sich das Architekturbüro J. Mayer H. ausgetobt. Die Wohnung hat insgesamt acht Zimmer, die sich auf drei Geschosse verteilen.  © Immoscout 24
Wohnung in Berlin-Mitte für fast 20.000 Euro im Monat
Dem Inserat zufolge hat jeder Raum in dieser Luxus-Wohnung eine ganz bestimmte Funktion – nur dieser große „Ausstellungsraum“ kann individuell gestaltet werden. Die Wohnung befindet sich am Hausvogteiplatz.  © Immoscout 24

Wohnkosten in Hamburg in Norddeutschland am Höchsten


Im Vergleich zum deutschlandweiten Durchschnitt sind die Lebenshaltungskosten in Hamburg um 11,5 Prozent höher. Dennoch ist Hamburg immer noch fast 11 Prozent günstiger als die teuerste Stadt: München. Wenn man jedoch in Hamburg und Umgebung nach günstigeren Wohnraum-Alternativen sucht, kann man im Umland der Stadt fündig werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass einige Gebiete in Hamburgs Speckgürtel immer noch teurer sein können als der nationale Durchschnitt. 

Besonders teuer wird es in den Kreisen Stormarn und Pinneberg in Schleswig-Holstein, die an die Stadt angrenzen und wo die Lebenshaltungskosten um 4,3 bzw. 4,0 Prozent über dem bundesweiten Mittelwert liegen. Im westlichen Teil der Stadt, im niedersächsischen Landkreis Stade sowie im östlichen Kreis Herzogtum Lauenburg, sind die Lebenshaltungskosten hingegen vergleichsweise günstiger – wenn auch nur geringfügig. Der Preisindex liegt hier bei 99,4 Prozent im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Anders verhält es sich bei den Stromkosten. Diese liegen auf dem Land etwa fünf Prozent höher als in der Hansestadt.

Wohnen in Hamburg wird immer teurer - das belastet zunehmend die städtische Mittelschicht

Lebenshaltungskosten: Dafür geben Hamburger ihr Geld aus

Die Trendentwicklung ist nichts Neues – bereits 2018 kam eine repräsentative Studie der Hamburger Sparkasse zu dem Ergebnis, dass rund 45 Prozent der Hamburger Haushalte über 50 Prozent ihrer Einnahmen für die Miete ausgeben müssen. Etwa 8,71 Euro pro Quadratmeter müssen Hamburger im Durchschnitt an Kaltmiete bezahlen. Zum Vergleich: Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes geben Deutsche im Durchschnitt lediglich 27,8 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus. Eine Aussicht auf sinkende Mieten gibt es in Hamburg derzeit aber leider nicht. (Lennart Schwenck)

Rubriklistenbild: © KerstinBittner/Imago/Symbolbild

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