Weihnachten 2022
Worauf Verbraucher beim Kauf eines Weihnachtsbaumes achten sollten
Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Auf jeden Fall um einen wichtigen Punkt ärmer, um den sich Verbraucher im Vorfeld Gedanken machen sollten.
Berlin – Ob selber im Wald oder auf der Farm geschlagen oder vom Händler fertig verpackt gekauft: Der Kauf eines Weihnachtsbaumes ist für viele Familien ein wichtiges Ritual in den Tagen und Wochen vor dem Weihnachtsfest – und eines, in das sehr viel Sorgfalt fließt. Schließlich möchte jeder den perfekten Baum im Wohnzimmer stehen und auch noch möglichst lange seine Freude daran haben. Doch Weihnachtsbaum ist nicht gleich Weihnachtsbaum. Und auch bei der Pflege können Verbraucher große Fehler machen.
Die wohl wichtigste Entscheidung vor dem Kauf liegt in der Wahl der Baumsorte. Tanne oder Fichte? Nordmann oder Nobilis? Blau oder Rot? Jeder Baum bringt seine eigenen Vor- und Nachteile mit sich:
Kauf von Weihnachtsbaum 2022: Worauf Verbraucher bei den Baumarten achten sollten
- Nordmanntanne: Sie ist der beliebteste Baum der Deutschen. Vier von fünf Weihnachtsbäumen in Wohnzimmern hierzulande sind Nordmanntannen. Ihre Vorteile sind die lange Haltbarkeit sowie die sattgrüne Farbe. Außerdem stechen ihre Nadeln nicht. Nordmanntannen riechen nur sehr dezent. Der wohl größte Nachteil: Sie sind recht teuer.
- Blaufichte: Mit weitem Abstand zur Nordmanntanne liegt die Blaufichte auf Platz 2. Ihr Marktanteil beträgt rund zehn Prozent. Ihre stechenden Nadeln halten Haustiere davon ab, im Baum herumzuklettern. Sie besticht durch ihren leicht bläulichen Farbton und ihrem gleichmäßigen Wuchs hat sie optische Vorteile, allerdings nadelt sie schnell.
- Rotfichte: Da sie in Deutschland natürlich vorkommt, ist sie sehr günstig. Sie riecht sehr markant weihnachtlich und ihre Nadeln stechen. Sie wächst eher schlank. Eine Rotfichte sollte erst kurz vor dem Fest gekauft werden, da ihre Haltbarkeit ihren größten Schwachpunkt darstellt.
- Nobilistanne: Sie riecht angenehm, ist lange haltbar und nadelt kaum. Zudem ist sie sehr robust. Allerdings ist sie recht teuer und ihr Wuchs ist nicht so gleichmäßig wie bei der Konkurrenz.
- Schwarzkiefer: Als Weihnachtsbaum zwar eher der Außenseiter, da ihre langen Nadeln das Schmücken schwierig machen. Dafür ist sie bestens für warme Räume geeignet und verströmt einen weihnachtlichen Geruch.
Wer den Baum erst mal nur kaufen, ihn nicht jedoch direkt aufstellen und schmücken möchte, der sollte seinen Baum am besten draußen lagern, da Weihnachtsbäume dazu neigen, bei Zimmertemperatur schneller auszutrocknen. Zudem sollten die Pflanzen in jedem Fall in einen Eimer mit ausreichend Wasser gestellt werden, so bleiben sie ebenfalls länger frisch. Faustregel: Pro Meter brauchen sie einen Liter Wasser am Tag.
Standortwahl des Weihnachtsbaumes entscheidend für seine Haltbarkeit
Wenn die Zeit gekommen ist, Tanne, Fichte oder Kiefer aufzustellen und zu dekorieren, ist auch die Wahl des genauen Standorts entscheidend für des Baumes. In der Nähe eines Heizkörpers oder Ofens trocknet er deutlich schneller aus. Auch in der Wohnung sollte der Weihnachtsbaum mit dem Fuß im Wasser stehen. Eine frische Schnittstelle erleichtert die Wasseraufnahme, also am besten vor dem Aufstellen noch eine Scheibe vom Fuß abschneiden.
Eine gute Nachricht gibt es übrigens für alle Verbraucher: Trotz Inflation und Energiekrise haben sich die Preise für Weihnachtsbäume im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Allerdings sind viele Bäume in den vergangenen Jahren mit Pestiziden belastet gewesen.
Es gibt übrigens auch Alternativen zum herkömmlichen Weihnachtsbaum. So schwören viele Menschen auf Bäume aus Kunststoff. Sie lassen sich oft viele Jahre verwenden und nadeln nicht, allerdings ist ihre Ökobilanz deutlich negativ und auch ihre Entsorgung schadet der Umwelt. Ganz im Gegenteil dazu steht der „Keinachtsbaum“, ein von einem Osnabrücker Unternehmer entwickelten Weihnachtsbaum zum selber bauen, für den kein Gewächs extra gefällt werden muss. Und mittlerweile lassen sich sogar Weihnachtsbäume ganz einfach mieten. Vielleicht wäre das auch eine Alternative für eine schwedische Kleinstadt gewesen, die sich vor Kurzem Hohn und Spott wegen des wohl hässlichsten Weihnachtsbaum Schwedens eingehandelt hat.
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