Nüsse im Alltag

Wie viele Nüsse sind zu viel? Auf diese Warnsignale gilt es zu achten

Nüsse sind gesund und lecker, aber in großen Mengen können sie auch Nachteile haben. Auf diese Warnsignale sollte man achten, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Nüsse sind ein beliebter Snack und wer auf eine gesunde Ernährung achtet, sollte sie auf jeden Fall in seinen Ernährungsplan einbauen. Sie liefern wertvolle Nährstoffe, darunter ungesättigte Fettsäuren, Proteine und Ballaststoffe. Doch wie bei vielen Lebensmitteln gilt auch hier: Die Menge macht das Gift. Ein übermäßiger Konsum kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Doch wie viele Nüsse sind tatsächlich zu viel und welche Warnsignale sollten Sie beachten?

Zu viele Nüsse können problematische Nebenwirkungen haben.

Wie viele Nüsse sind zu viel?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich etwa eine Handvoll Nüsse zu essen, was ungefähr 25 Gramm entspricht. Diese Menge liefert dir wichtige Nährstoffe, ohne dass man sich Sorgen um negative Effekte machen müsste. Doch regelmäßig mehr als diese Menge zu verzehren, kann zu einer Gewichtszunahme führen, denn Nüsse sind sehr kalorienreich und haben viel Fett.

Weiteres Risiko des übermäßigen Nusskonsums sind Verdauungsprobleme. Nüsse enthalten viele Ballaststoffe, die zwar die Verdauung fördern, aber in großen Mengen Blähungen und Magenbeschwerden verursachen können. Besonders empfindliche Menschen sollten daher auf die Menge achten, um unangenehme Symptome zu vermeiden. Diese Liste zeigt mögliche Nebenwirkungen beim Konsum von Nüssen:

  • Auch, wenn Nüsse im Allgemeinen als gesund gelten und gute Fette enthalten, kann man bei übermäßigem Verzehr schnell zunehmen.
  • Vorsicht bei gesalzenen Nüssen: Der Tagesbedarf an Salz von maximal 6 Gramm sollte nicht überschritten werden, um gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck zu vermeiden.
  • Nüsse enthalten Phytinsäure, die bei zu hoher Zufuhr im menschlichen Körper die Aufnahme wichtiger Mineralien wie Eisen oder Zink behindern kann.
  • Da Nüsse sehr viele Ballaststoffe haben, kann ein übermäßiger Verzehr zu Verdauungsproblemen führen.
  • Auch Selen kann ein Problem sein. Es ist in vielen Nüssen (vor allem in Paranüssen) enthalten und kann bei Überdosierung giftig wirken.
  • Vor allem Allergiker sollten bei Nüssen aufpassen, denn gerade Menschen mit Heuschnupfen entwickeln schnell Kreuzallergien bei Nüssen.

(Quelle: Focus)

10 der gefährlichsten Lebensmittel der Welt – Lebensgefahr droht

Hákarl, Nationalgericht aus fermentiertem Grönlandhai (Somniosus microcephalus), verrottetes Fleisch, das zum Trocknen i
Hákarl ist das Fleisch des Grönlandhais. Dieser steckt voller Harnsäure und ist frisch toxisch. Darum isst man das Fleisch in Island nur fermentiert. © imageBROKER/Imago
Maniok-Knollen, eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Maniok gilt auch als die Kartoffel der Tropen. Sie ist – ähnlich wie die Kartoffel – in rohem Zustand giftig. Denn die Knolle steckt voller Blausäure, die tödlich für uns sein kann, wenn wir zu viel davon aufnehmen.  © McPHOTO/Imago
Nahaufnahme einer reifen Akee-Frucht – einem der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Akee ist eine Frucht, bei der man vieles falsch machen kann. Isst man die falschen Teile, kann sie krank machen und Erbrechen auslösen – aber auch, wenn sie unreif oder überreif ist. In Jamaika ist sie dennoch überaus beliebt. © Wirestock/Imago
Fesikh bei der Zubereitung – das Frischgericht ist eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Fesikh ist ein traditionelles ägyptisches Gericht – aus vergorenem Fisch. Dieser muss genau richtig zubereitet und gesalzen werden, sonst wird er zum perfekten Nährboden für Krankheitserreger und kann schwere Vergiftungen verursachen. Immer wieder bringt das Gericht Menschen ins Krankenhaus oder sogar ins Grab. © Tamer Soliman/Depositphotos/Imago
Geriebene Muskatnuss auf einem Holzbrett – eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Muskatnuss ist auch hierzulande ein äußerst beliebtes Gewürz. Dabei hat es die Nuss in sich, denn sie enthält gleich mehrere Gifte. Nimmt man zu viel davon auf, wirkt Muskatnuss nicht nur berauschend und halluzinogen, sondern macht vor allem krank: Übelkeit, Kopfschmerzen und Herzrasen sind die Folge. © blickwinkel/Imago
Sannakji – frisch auf einem Teller – eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Sannakji ist eine koreanische Spezialität, die aus frischem Oktopus zubereitet. „Frisch“ bedeutet, dass sich die Tentakel beim Essen noch bewegen und festsaugen können. Das kann zum Erstickungstod führen. © Pond5 Images/Imago
Pilze auf einer Wiese – sie gehören zu den gefährlichsten Lebensmitteln der Welt.
Auch Pilze aus dem Wald fordern immer wieder Opfer. Während Pfifferlinge und Steinpilze schmackhaft und ungefährlich sind, ist die Verwechslungsgefahr groß. Schnell erwischt man einen Pantherpilz oder Gifthäubling. Das kann fatal enden. © Bihlmayerfotografie/Imago
Casu Marzu, Käse mit Maden – eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Wer sich traut, Casu Marzu zu essen, muss einen starken Magen haben. Denn die sardinische Spezialität kommt mit Maden daher. Riskant ist nicht nur der Ekelfaktor, sondern auch, dass die Tiere sich durch die Magenschleimhaut fressen können. Das ist so gefährlich, dass Herstellung und Verkauf in der EU inzwischen illegal sind. © Sabine Gudath//Imago
Frischer Rhabarber auf Holz, eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Rhabarber ist nicht nur in Deutschland ein beliebtes Gemüse. Doch die Blätter sind giftig! Wer das Lebensmittel also zubereitet, muss es gut durch blanchieren oder kochen und anschließend das Kochwasser unbedingt wegschütten. Denn die enthaltene Oxalsäure kann Erbrechen, Kreislauf- und sogar Nierenprobleme auslösen. © Wirestock/Imago
Kugelfisch-Fleisch ist eines der gefährlichsten Lebensmittel der Welt.
Kugelfisch oder Fugu ist eine Spezialität, die vor allem in Japan gegessen wird. Dabei steckt in Teilen des Fischs ein hochpotentes Gift. Immer wieder kommt es durch das Kugelgiftfisch zu Todesfällen. © Panthermedia/Imago

Von welchen Nüssen darf man nicht zu viele essen?

Besondere Vorsicht ist bei Paranüssen geboten. Diese enthalten nicht nur eine hohe Konzentration an Selen, sondern sind oft auch radioaktiv belastet. Deshalb empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz den Konsum aufgrund des Selengehalts zu hinterfragen und sich über die mögliche zusätzliche Strahlendosis zu informieren. Außerdem ist auch Selen mit Vorsicht zu genießen, denn es zwar wichtig für den Stoffwechsel, aber in zu hohen Mengen kann es toxisch wirken und zu Vergiftungserscheinungen führen.

Eine Überdosierung kann zu Haarausfall, brüchigen Nägeln und neurologischen Störungen führen. Daher ist es gerade bei Paranüssen wichtig, die empfohlene Menge von maximal zwei pro Tag strikt einzuhalten. Auch bei gerösteten und gesalzenen Nüssen solltest du vorsichtig sein, denn sie enthalten mehr Kalorien und haben weniger Nährstoffe, als ihre naturbelassenen Pendants. HEIDELBERG24 zeigt in einer Liste, welche eigentlich die gesündesten Nüsse sind, und wo man bedenkenlos zugreifen kann.

Sind Nüsse schädlich für die Nieren?

Nüsse enthalten Phytinsäure, die die Aufnahme wichtiger Mineralstoffen im Körper hemmen kann. Dies ist insbesondere für die Nieren relevant, da sie eine zentrale Rolle im Mineralstoffwechsel spielen. Eine übermäßige Aufnahme von Phytinsäure kann die Nieren belasten und die Effizienz der Mineralstoffaufnahme beeinträchtigen. Allerdings gibt es keine konkreten Hinweise darauf, dass Nüsse direkt nierenbelastend sind, solange sie in Maßen konsumiert werden.

Bei bestehender Nierenerkrankung sollten Sie jedoch mit Ihrem Arzt besprechen, welche Mengen an Nüssen für Sie geeignet sind. Während eine moderate Menge an Phytinsäure unbedenklich ist, kann übermäßiger Konsum von Nüssen die Mineralstoffaufnahme stören. Dies wiederum könnte langfristig zu einem Mangel an wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen und Zink führen. Deshalb rät auch die „Deutsche Nierenstiftung“, bei Nierenerkrankungen kaliumreiche Nahrungsmittel wie Nüsse zu reduzieren.

Wie wirken sich Nüsse auf den Darm aus?

Nüsse können eine positive Wirkung auf die Darmgesundheit haben. Sie fördern eine gesunde Darmflora und tragen zur Regulierung der Verdauung bei. Die Ballaststoffe in Nüssen unterstützen die Darmtätigkeit und können Verstopfung vorbeugen. Doch auch hier gilt: Zu viel des Guten kann das Gegenteil bewirken und zu Verdauungsproblemen führen. Bei einem vernünftigen Konsum können Nüsse durchaus beim Abnehmen helfen, denn sie gehören zu den Lebensmitteln, die richtig satt machen.

Besonders bei empfindlichen Personen kann ein übermäßiger Verzehr von Nüssen Blähungen und Bauchschmerzen verursachen. Es ist daher ratsam, die Nussmenge schrittweise zu erhöhen und auf die Reaktion des Körpers zu achten. So können Sie die gesundheitlichen Vorteile von Nüssen genießen, ohne unangenehme Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen. Auch, wenn Sie eine zuckerfreie Ernährung anstreben, sind Nüsse eine gute Alternative zu süßen Naschereien. (khei)

Rubriklistenbild: © Panthermedia/IMAGO

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