Neue Studie

Kinder, die von Geburt an in Natur-Nähe aufwachsen, entwickeln weniger emotionale Probleme

Ein blondes Mädchen steht in einem Park und pustet Seifenblasen in die Luft (Symbolbild).
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Kinder, die im Grünen aufwachsen, haben ein geringeres Risiko für Depressionen und Angststörungen (Symbolbild).

Können Kinder regelmäßig in der Natur spielen, wirkt sich das positiv auf ihre seelische Gesundheit aus. Das zeigt eine neue Studie aus den USA.

Regelmäßige Aufenthalte in der Natur sind wichtig für die mentale Gesundheit. Was bei Erwachsenen schon lange bekannt ist, wurde bei Kindern bisher kaum untersucht. Amerikanische Forscher haben diese Forschungslücke nun geschlossen und Daten von 2.103 Kindern im Alter von zwei bis elf Jahren analysiert. Ihre Ergebnisse zeigen: Kinder, die in Natur-Nähe aufwachsen, haben im Vorschulalter weniger emotionale Probleme als Stadtkinder, die sich kaum im Grünen aufhalten.

Natur senkt das Risiko für Ängste und Depressionen

Für ihre Studie befragten die Wissenschaftler Eltern über das Verhalten ihrer Kinder und verglichen die Daten mit der Wohnadresse der Familie zum Zeitpunkt der Geburt sowie Satellitendaten über die Vegetationsdichte rund um die Häuser. Dabei fanden sie heraus, dass Kinder, die von Geburt an in der Nähe einer Grünfläche aufwachsen (Entfernung von 1,2 Kilometer), im Alter von zwei bis fünf Jahren deutlich weniger Angst- und Depressionssymptome zeigen als andere Kinder. Dieser Zusammenhang zeigte sich auch unabhängig vom:

  • Geschlecht des Kindes
  • dem Bildungsgrad der Eltern
  • dem Alter der Eltern bei der Geburt
  • der sozioökonomischen Gefährdung der Nachbarschaft (soziale und wirtschaftliche Lebensumstände)

Allerdings scheint dieser Zusammenhang nicht mehr zu bestehen, wenn die Kinder ein Alter von sechs bis elf Jahren erreichen und mehr Zeit in der Schule verbringen.

Natur scheint vor allem in der frühen Kindheit wichtig

„Unsere Forschung stützt sich auf vorhandene Hinweise dafür, dass der Aufenthalt in der Natur gut für Kinder ist“, erklärt Dr. Nissa Towe-Goodman vom Frank Porter Graham Child Development Institute an der University of North Carolina. „Es deutet auch darauf hin, dass die frühen Kindheitsjahre eine entscheidende Zeit für den Kontakt mit Grünflächen sind.“

Eine wichtige Erkenntnis der Forscher, denn frühere Untersuchungen zum dem Thema konzentrierten sich primär auf die Gesundheit von Erwachsenen. In dieser großen Studie konnten die Forscher durch das sogenannte ECHO-Programm nun Daten von Kindern aus 199 Bezirken in 41 US-Bundesstaaten untersuchen und mit emotionalen Problemen wie Angstzuständen, Depressionen, Aggressionen und anderen Symptomen in der frühen oder mittleren Kindheit vergleichen.

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Weitere Forschung könnte zeigen, welche Art der Naturerfahrung wichtig ist

„In Zukunft könnten Forscher*innen untersuchen, welche Art von Erfahrungen in der Natur mit der frühen psychischen Gesundheit von Kindern verbunden sind“, so Dr. Towe-Goodman. „Außerdem sollten wir untersuchen, wie sich die Schaffung oder Erhaltung natürlicher Bereiche rund um Wohnräume und Schulen auf die psychische Gesundheit eines Kindes auswirken könnte.“

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