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Die Kleinen häufig zu vergleichen, kann für Stress bei Eltern und Kindern sorgen
Vergleichen Eltern ihren Nachwuchs öfter mit anderen Kindern, kann das für alle Beteiligten frustrierend sein. Was Eltern sich bewusst machen sollten.
Wenn sich Eltern bei Treffen mit anderen Familien unterhalten, sind es oft die gleichen Themen, die Mütter oder Väter beschäftigen. Unterschwellig oder auch direkt werden teils untereinander gutgemeinte Tipps erteilt und zwischen den Kindern Vergleiche gezogen. So mögen sich manche Mütter und Väter vielleicht fragen, warum ihr Nachwuchs etwas nicht so gut beherrscht wie andere, gleichaltrige Kinder. Dabei sind sich die meisten Eltern eigentlich darüber bewusst, dass solche Vergleiche weder ihnen noch den Kindern wirklich helfen – sondern für Eltern häufig stressig und frustrierend sein können. Und das wiederum wirkt sich auf das Wohlbefinden der Kinder aus.
Kinder nicht dauernd vergleichen – was Eltern besser machen können
Was Mütter und Väter zusätzlich unter Druck setze, sei das „Eltern-Bashing“, das in den letzten 20 bis 30 Jahren zugenommen habe, so der Erziehungsberater und Buchautor Jan-Uwe Rogge bereits vor einigen Jahren gegenüber Rundschau Online. „Eltern stehen unter genauer Beobachtung, sie werden getadelt und es wird ihnen ständig suggeriert, was sie alles machen müssen. Das ist auch ein Grund, warum sie sich immer vergleichend umschauen und den Fokus auf das legen, was bei ihnen nicht läuft“, so der Experte.
Was können Eltern besser machen? Der Autor stützt sich in seiner Arbeit auf den Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi und dessen über einhundert Jahre alte These: Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen – sondern immer nur mit sich selbst. „Hier bekommt der Vergleich sozusagen eine andere Qualität: Man sollte das Kind in seiner eigenen Entwicklung sehen. Eltern sollten sich also nicht fragen, was ihr Kind nicht kann, sondern was es noch nicht kann. Ich finde es wichtig, das Kind als einen Menschen wahrzunehmen, der sich entwickelt“, so Rogge in dem früheren Beitrag von Rundschau Online.
Ob das Kind „durchschläft“? Vergleiche sorgen häufig für Frust
Vergleiche mit anderen sorgen „eher für Frust“, wie MDR Wissen in einem Online-Beitrag anschaulich am Beispiel der häufig gestellten Frage, ob das Baby „durchschläft“, erläuterte. In dem Beitrag auf MDR.de geht es darum, was die Wissenschaft zu gängigen Erziehungstipps sagt. Dabei beschäftigt die Frage, wie viel die Kleinen schlafen oder dies tun sollten, gewiss viele Mütter und Väter. Dem Universitäts-Kinderspital Zürich zufolge könne der Gesamtschlaf bei gleichaltrigen Kindern jedoch eine Differenz von bis zu sechs Stunden ausmachen, berichtet der MDR. Weil ein Kind nur so viel schlafen kann, wie es dem persönlichen Schlafbedarf entspricht, wie es in dem Beitrag schlussfolgernd heißt. MDR Wissen nennt in dem Zusammenhang zudem eine im Juli 2023 veröffentlichte Studie aus Großbritannien, die darauf verweise, „dass das Schlafbedürfnis mit den individuellen kognitiven Bedürfnissen“ zusammenhänge. Könne ein Kind Informationen im Schlaf gut verarbeiten, brauche es weniger Schlaf, heißt es zusammenfassend zu der Studie.